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Wissen Frühjahrsputz 2019: Wann geht es los und wie funktioniert es am besten?
Nachrichten Wissen Frühjahrsputz 2019: Wann geht es los und wie funktioniert es am besten?
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11:06 22.03.2019
Wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zeigen, ist Zeit für den Frühjahrsputz. Quelle: dpa
Hannover

Der Frühling steht vor der Tür, die Tage werden wieder länger, die Sonnenstrahlen scheinen in unsere Wohnzimmer, Küchen und Schlafzimmer. Mit den Sonnenstrahlen kommt aber auch der Staub zum Vorschein. Und plötzlich beginnt das kritische Auge nach dem Dreck zu suchen - an Stellen, an denen man sonst nicht putzt.

Wen wundert es da, dass viele Haushalte im Frühjahr den Putzeimer rausholen und einmal Grundreinigen? Damit Sie beim Frühjahrsputz nicht ins Chaos geraten und verzweifeln, haben wir die besten Reinigungstipps für Sie.

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Woher kommt der Frühjahrsputz?

Doch woher kommt der Frühjahrsputz? Wussten Sie, dass das Wort Februar vom lateinischen “februare” abstammt und mit “reinigen” übersetzt wird? Vermutlich haben schon die alten Römer den Monat zum Putzen genutzt.

Den Frühjahrsputz gibt es womöglich schon sehr lange. Und auch wenn die Römer schon dem jährlichen Reinigungswahn anheim gefallen sind, so hat sich das Putzen über die Jahrhunderte dennoch verändert.

Im Folgenden finden Sie ein paar Reinigungstipps, die ihnen den Frühjahrsputz erheblich vereinfachen und zu einem besseren Ergebnis führen.

Frühjahrsputz 2019 Checkliste: Die richtige Reihenfolge

Auch wenn es abgedroschen klingt: Eine Checkliste ist ein hilfreiches Mittel um den Überblick beim Saubermachen zu behalten. Außerdem geht es im Endeffekt schneller, wenn man mit System vorgeht.

Bestenfalls achtet man bei einer Reihenfolge darauf, doppelte Arbeitsschritte zu vermeiden. Beispielsweise macht Staubsaugen vor dem Staubwischen wenig Sinn, da einiges an Dreck aus hohen Regalen beim Putzen auf den Boden fallen kann. Daher empfiehlt es sich von oben nach unten zu putzen und das Staubsaugen ans Ende zu legen.

Das größte Argument für eine Checkliste, bzw. festgelegte Reihenfolge ist allerdings, dass man einen strukturierten Ablauf erstellt und am Ende hinter jeden Punkt einen Haken setzen kann. Man stellt sicher, dass man eine Aufgabe bis zum Ende erledigt hat.

Was kostet so ein Frühjahrsputz eigentlich?

Die meisten Reiniger, die es zu kaufen gibt sind teuer. Und nicht nur das, sie sind auch so speziell, dass man schon fast denken könnte, man bräuchte für jeden Fleck einen Spezialreiniger.

Dabei tun es meistens auch ganz gewöhnliche Hausmittel, die so gut wie jeder bei sich finden dürfte. Grundsätzlich gilt bei Reinigern: Weniger ist mehr. Denn die Tenside, also die waschaktiven Substanzen, können einen Film auf der Oberfläche bilden, da sie sich nur schwer auflösen. Die Folge sind verschmierte Flächen und am Ende kann das sogar noch mehr Schmutz anziehen.

Greifen Sie lieber zu ganz normalen Reinigern auf Zitronenbasis. Handspülmittel, Allzweckreiniger, Scheuermilch - all das sind Alternativen zu umweltschädlichen Chemiekeulen und ersparen Zusatzkosten für Spezialreiniger.

Putz-Hacks: Welche Hausmittel eignen sich als Reiniger?

Selbst hergestellte Reinigungsmittel schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern - wenn man es richtig macht - auch die Umwelt. Essig, Natron, Waschsoda und Zitronensäure in Pulverform reichen für den gesamten Haushalt.

Wie wird man Kalkflecke los? Um Kalkflecke zu entfernen, eignet sich Essig, sowie Zitronensäure. Letzteres ist dabei etwas geruchsneutraler.

Wie reinigt man glänzende Oberflächen? Füllen Sie Wasser gemischt mit Natron in eine Sprühflasche für saubere Fenster, Glastische, Kühlschränke, usw.

Wie reinigt man Böden? Für Böden und Arbeitsflächen, sofern diese säurebeständig sind, eignet sich eine Mischung aus Natron und Zitronensäure im Wischwasser.

Wie kann man Fettflecke entfernen? Ein guter Fettlöser sind Waschsoda und Wasser. Für ganz hartnäckige Fettflecken eignet sich eine Sodalösung.

Wie kann man Möbel pflegen? Um Möbel zu pflegen, eignet sich eine Politur aus Essig und Öl.

Wunderreiniger Rasierschaum: Zum Teppichreinigen, Spiegelreinigen und Vermeiden von Beschlag, Chrom, Wildleder, Backofen, und nicht zuletzt auch zum Händewaschen. Rasierschaum ist ein wahres Multitalent im Haushalt.

Wie bekommt man streifenreife Fenster? Um beim Fensterputzen lästige Schmierstreifen zu vermeiden, genügen ein paar Tropfen haushaltsübliches Handspülmittel und etwas Spiritus in fünf Litern Wasser aufgelöst.

Frühjahrsputz: Die vernachlässigten Stellen reinigen

Beim klassischen Frühjahrsputz wird das ganze Haus, bzw. die Wohnung geputzt und gewienert. Doch ist das überhaupt notwendig, wenn ohnehin wöchentlich geputzt wird? Stattdessen bietet der Frühjahrsputz Anlass, sich jene Stellen vorzunehmen, die sonst nur selten gereinigt werden.

Hier sind ein paar Tipps für das Reinigen sonst wenig bedachter Stellen im Haushalt:

Lampen reinigen: Mit Salz und Spüli für Glanz sorgen

Der Blick geht selten nach oben, und wenn, dann fällt einem der Schmutz nicht zwangsläufig auf. Doch wann haben die Leuchten das letzte Mal einen Lappen gesehen? Vor dem Putzen steht erstmal die Sicherheit, also: Strom wegnehmen oder Stecker ziehen. Dann werden normal verschmutzte Teile mit einem Gemisch aus einem Teelöffel Salz und fünf Liter Wasser und bei stärkerer Verschmutzung auch noch etwas Spülmittel abgewischt, erläutert Carina Frey, Ratgeberautorin für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Salz sorgt für Glanz. „Textilien saugt man mit einem weichen Aufsatz ab“, so Frey weiter. Danach werden sie mit einem nebelfeuchten Mikrofasertuch abgewischt. Vorsichtig muss man beim Anfassen von Halogenlampen sein: Fette und Salze von Fingerabdrücken brennen sich später ein.

Türen polieren: Lack nicht mit scharfem Reiniger beschädigen

In Kinderzimmern werden Türen auch mal als Maltafel zweckentfremdet. Wichtig ist hier, den Türlack nicht mit scharfen Reinigern zu beschädigen. Gewöhnliche Allzweckreiniger, Handspülmittel oder Naturalseife reichen zur Reinigung aus. Sie sollten nur mit einem weichen Tuch, zum Beispiel einem Fensterleder, aufgetragen werden. Harte Schwämme hinterlassen Kratzer. Außerdem wichtig: Holz nie nass, sondern nur leicht feucht abwischen und anschließend trockenwischen. Zu viel Feuchtigkeit kann das Holz aufquellen lassen, und Rückstände werden zu Schlieren oder Kalkflecken.

Rollos und Jalousien entstauben: Einzelne Lamellen abwischen

Dort sammelt sich gerne über längere Zeit unbemerkt Staub an. Rollos machen leider etwas Arbeit: Hier muss man die Lamellen hochkant stellen und dann jede einzeln von beiden Seiten mit einem trockenen Tuch abwischen. Klebt Schmutz daran, dann einen Lappen in Wasser mit etwas Spülmittel tauchen, erläutert Frey. Um Schlieren zu vermeiden, die Lamellen danach abtrocknen.

Stoffrollos werden vollständig ausgefahren und dann abgestaubt. Mit einem nebelfeuchten Tuch lässt sich hartnäckiger Schmutz entfernen. Ein Feinwaschmittel im Wasser kann helfen, danach muss man aber mit klarem Wasser nachwischen. „Beim Stoffrollo ist ganz wichtig, dass es vollständig trocknet, bevor es eingefahren wird“, sagt Frey. „Sonst können sich schnell Stockflecken bilden.“

Spülmaschine: Der Dreck sitzt in den Sprüharmen

Sie spült zwar Geschirr rein, sich selbst kann die Spülmaschine aber nicht komplett sauber halten. Gerade die Siebe sind anfällig: Sie können mit der Zeit von Speiseresten verstopft werden und sollten genauso wie Düsen und Sprüharme gereinigt werden, erklärt das Forum Waschen. Die Türdichtungen ebenfalls abwaschen. Empfehlenswert: die Spülmaschine am besten einmal monatlich mit 65 Grad Wassertemperatur oder höher laufen lassen und bleichmittelhaltigen Reiniger einsetzen. Das entfernt Ablagerungen im Innenraum. Haben sich Kalk und Fett festgesetzt, idealerweise noch ein Maschinenpflegemittel einsetzen.

Heizungen: Staubsauger erleichtert Arbeit

Was bietet sich thematisch besser an, um den Winter aus der Wohnung zu kehren, als das Putzen der Heizkörper? Zumal sie Staubfänger sind. Zweimal im Jahr sollte man das tun - unter anderem weil Hausstaubmilben hier sonst Nahrung finden. Darauf weist der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel hin. Spezielle lange Heizungsbürsten und eine schmale Düse am Staubsauger erleichtern die Arbeit. Ein leicht feuchtes Tuch oder Zeitungspapier darunter fangen die Wollmäuse und Staubpartikel auf, so dass sie nicht im Raum herumfliegen. Die Außenfläche wird mit Wasser und Allzweckreiniger abgewischt. Dafür keine rauen Schwämme oder Lappen nehmen, die Kratzer im Lack hinterlassen könnten. Wichtig: vorher die Heizung ausschalten.

Fernbedienung: Mit Wattestäbchen in die Ritzen

Was man so häufig anfasst wie die Fernbedienung, wird zwangsläufig dreckig. Ihre Ritzen lassen sich mit Wattestäbchen reinigen, sagt Frey. Die Fernbedienung sollte nur nebelfeucht abgewischt werden, sonst kann Wasser in die Tastatur und darüber in die Elektronik gelangen. Wer Zeit für eine gründliche Reinigung hat, öffnet das Gehäuse, entfernt die Batterien und schrubbt sie außen mit einer Zahnbürste und Allzweckreiniger ab. Die Tasten mit einem Wattestäbchen, das in Reinigungsalkohol getränkt wird, säubern.

Frühjahrsputz: Mehr Platz durch Ordnung

Beim Putzen kommt man schnell vom Hundertsten ins Tausendste - insbesondere wenn es darum geht bei der Gelegenheit gleich Ordnung zu schaffen. Damit einher geht immer auch sich von alten Sachen zu trennen. Doch genau das fällt vielen Leuten schwer.

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Von RND/dpa

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