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Nachrichten Wissen Goldene Hennen für Jauch und Walesa
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08:59 20.09.2012
Lob für Jauch gab es von Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Quelle: dpa
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Berlin

Schlagersänger Frank Schöbel („Looky Looky“) bekam bei der Fernsehgala am Mittwochabend in Berlin eine Trophäe für sein Lebenswerk. Zwei Gewinner standen vor der Livesendung fest: der Ehrenpreis für Lech Walesa und die Charity-Henne für Carmen Nebel. Emotional wurde es am Ende: Moderatorin Inka Bause nahm unter Tränen eine Trophäe für das Werk ihres verstorbenen Vaters, des Komponisten Arndt Bause, entgegen.

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, würdigte Walesa für seine politische Lebensleistung. „Dieser Mann hat Europa in Bewegung gebracht“, sagte Jahn. „Es geht doch“ - das sei Walesas Botschaft gewesen. Der ehemalige polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger sei ein „Wegbereiter des Mauerfalls und der deutschen Einheit“ gewesen. Walesa erinnerte an das Ende des Kommunismus in seiner Heimat. „Die Polen haben Mut gehabt.“ Mit Blick auf die politische Gegenwart sagte er: „Ihr müsst nach Werten greifen.“

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Der Medienpreis wird von „Superillu“, MDR und RBB vergeben. Das Fernseh-Publikum kürte den Motocross-Fahrer Ken Roczen zum „Aufsteiger des Jahres“. Lob für Jauch gab es von Verteidigungsminister Thomas de Maizière. „Er moderiert hart und nüchtern - und doch mit Herz“, sagte der CDU-Politiker.

Gerührt war Moderatorin Carmen Nebel, als sie von der kleinen Isabel, die einen Tumor überstanden hat, mit einem Bronze-Huhn für ihr soziales Engagement ausgezeichnet wurde. Der Musik-Preis ging an Helene Fischer, für die es die vierte Henne war.

Als Sportler geehrt wurden neben Biathletin Magdalena Neuner die erfolgreichen Olympia-Teilnehmer vom Kanu Club Potsdam und Diskus-Goldmann Robert Harting. „Wer braucht einen Usain Bolt, wenn wir ihn haben?“, sagte Gewichtheber Matthias Steiner über Harting.

Die Goldene Henne wird seit 1995 verliehen. Der wichtigste ostdeutsche Medienpreis erinnert an die 1991 gestorbene Berliner Entertainerin Helga „Henne“ Hahnemann.

dpa/kas

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