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Wissen Grippe-Welle: Nur jeder Dritte lässt sich impfen
Nachrichten Wissen Grippe-Welle: Nur jeder Dritte lässt sich impfen
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08:46 24.01.2011
Eine Patientin lässt sich gegen die Schweinegrippe impfen. Quelle: dpa
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Die Deutschen sind zurückhaltend was das Impfen betrifft. Nur jeder Dritte in Deutschland schützt sich in diesem Winter gegen Grippe.

67 Prozent lassen sich nicht impfen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. 26 Prozent hatten sich Mitte Januar die vorbeugende Spritze bereits geholt, 6 Prozent wollen dies noch tun. In diesem Jahr deckt der saisonale Grippe-Impfstoff auch das Schweinegrippevirus H1N1 ab.

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Die Meldungen über neue Schweinegrippefälle sind jedoch nur für jeden Fünften (21 Prozent) der Geimpften und Impfwilligen Auslöser für den Gang zum Arzt. 77 Prozent lassen sich aus anderen Beweggründen immunisieren. Etwa zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen haben das Gefühl, gut über das Thema Schweingrippe informiert zu sein - 22 Prozent sehen bei sich noch Wissenslücken.

Beim Thema Nebenwirkungen gehen die Meinungen der 1029 repräsentativ Befragten weit auseinander. 42 Prozent fürchten unerwünschte Wirkungen beim Impfen, rund die Hälfte (53 Prozent) der Interviewten hat keine Angst davor, ermittelte YouGov. Nach Meinung vieler Experten ist zumindest der Grippeimpfstoff gut verträglich.

In Deutschland besteht keine Impfpflicht - zum Bedauern der meisten Befragten. Mit 61 Prozent spricht sich die Mehrheit dafür aus, dass es für bestimmte Krankheiten wieder eine obligatorische Impfung geben sollte. Nur halb so viele (30 Prozent) lehnen dies ab.

dpa