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Große Tümmler: Rätselhaftes Delfinsterben an der US-Golfküste

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13:02 20.06.2019
279 Delfine sind seit dem 1. Februar 2019 an der US-Golfküste gestrandet und etwa 98 Prozent von ihnen sind gestorben. Quelle: Moby Solangi/nstitute for Marine Mammal Studies
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Hannover

Es sind traurige Bilder: An der Golfküste der Vereinigten Staaten sind in den vergangenen Monaten Hunderte Delfine ums Leben gekommen, wie CBS berichtet. Seit Februar wurden demnach fast 300 Tiere an Land gespült, 98 Prozent von ihnen starben. Das sind dreimal so viele wie üblich. Der traurige Tagesrekord liegt bei neun toten Delfinen.

„Ich würde sagen, es ist besorgniserregend fast schon alarmierend, vor allem, weil es sich um eine Gruppe von Delfinen handelt, die bereits von anderen ungewöhnlichen Todesfällen betroffen waren“, sagte Erin Fougeres von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) gegenüber CBS. Denn es handle sich um dasselbe Gebiet, das von der Deepwater Horizon-Explosion 2010 betroffen gewesen sei. Bei der Explosion der Bohrinsel des Konzern BP, die als eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art zählt, starben 11 Menschen. Schätzungsweise 800 Millionen Liter Öl gelangten ins Meer.

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Wissenschaftler untersuchen Auswirkungen der Ölpest

Ob das Delfinsterben mit den anhaltenden Auswirkungen der Ölpest zusammenhängt, wird von Wissenschaftlern untersucht. „In dieser Gegend waren Delfine zuvor Öl ausgesetzt, ihre Gesundheit ist beeinträchtigt. Sie haben anhaltende Gesundheitsprobleme und sind daher anfälliger für zusätzliche Belastungen“, sagte Fougeres.

Für die Wissenschaftler gibt es noch viel zu tun. Auch wenn das Sterben heute aufhören würde, habe man noch einen langen Weg vor sich, um herauszufinden, was passiert ist, sagte Fougeres. Für Menschen bestehe keine Gefahr.

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Von RND/ame

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