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Wissen Gurken und Rucola häufig mit Pestizidrückständen belastet
Nachrichten Wissen Gurken und Rucola häufig mit Pestizidrückständen belastet
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15:18 06.03.2009
Deutsches Obst und Gemüse vom Markt ist oft besser als Importe. Quelle: Michael Urban/afp
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Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschschweig mitteilte, überschritten im Jahr 2007 insgesamt 2,7 Prozent der einheimischen Obst- und Gemüseproben die zulässigen Höchstmengen für Pestizide. Darunter waren Äpfel, Bohnen und Erdbeeren.

Bei Waren aus anderen EU-Mitgliedsländern betraf dies fünf Prozent, und bei Obst und Gemüse aus Nicht-EU-Ländern waren 9,5 Prozent der Proben übermäßig belastet. Das ergaben die Überprüfungen der Lebensmittelüberwachung in den Ländern, die das Bundesamt in einem aktuellen Bericht veröffentlichte.

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Am stärksten belastet sind demnach insgesamt Grünkohl, Rucola, Auberginen, Tee, frische Kräuter und Gurken. Bei Blumenkohl, Broccoli, Kartoffeln, Karotten und Bananen wurden hingegen in weniger als einem Prozent der Proben die gesetzlichen Höchstmengen überschritten.

Neben Obst und Gemüse wurden auch alle anderen Lebensmittel von den Überwachungsämtern der Länder auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Von den 17.700 geprüften Proben von konventionell und ökologisch erzeugten Lebensmitteln wurden in rund 39 Prozent keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte wurden in 57 Prozent festgestellt. Mit 4,5 Prozent sank der Anteil der Proben, die die gesetzliche Höchstgrenze überschritten, gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent.

Bei 40 der 17.700 untersuchten Proben konnte laut BVL auf Grund deutlicher Überschreitungen der Höchstgehalte ein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher nicht ausgeschlossen werden. Keine davon stammte aus Deutschland, während 18 Proben in der Türkei und 13 Proben in Spanien ihren Ursprung hatten.

Positiv war, dass die überprüfte Säuglings- und Kleinkindernahrung in keinem Fall die Höchstgehalte überschritt. Fast 83 Prozent der untersuchten Säuglingsnahrung wiesen keinerlei Pflanzenschutzmittelrückstände auf. Auch von den 1394 untersuchten Obst- und Gemüse-Proben aus ökologischem Anbau waren 83 Prozent frei von Rückständen, 16 Prozent enthielten geringsten Spuren von Pestiziden. Bei 13 Proben (0,9 Prozent) wurden allerdings die Höchstgehalte überschritten.

Laut BVL sind die Zahlen nicht repräsentativ für den gesamten Lebensmittelmarkt, da sich die Kontrollbehörden auf Lebensmittel konzentrieren, die bereits in der Vergangenheit belastet waren.

afp