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Wissen Hamburg, München und Bremen für Akademiker besonders attraktiv
Nachrichten Wissen Hamburg, München und Bremen für Akademiker besonders attraktiv
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17:42 06.09.2010
Akademiker zieht es vermeht nach Hamburg.
Akademiker zieht es vermeht nach Hamburg. Quelle: dpa (Archiv)
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Akademiker zieht es nach Hamburg, München und Bremen. Die drei Städte verzeichneten zwischen den Jahren 2000 und 2007 das größte Plus an Einwohnern mit Studienabschluss, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervorgeht. Auch nach Berlin, Dresden und Düsseldorf zogen unter dem Strich mehr Akademiker als abwanderten.

Aus Essen, Dortmund und Leipzig zogen dagegen unter dem Strich mehr Menschen für die Jobsuche weg, egal ob Akademiker oder nicht. Nach Stuttgart und Frankfurt am Main kamen in dem untersuchten Zeitraum zwar mehr Menschen für einen neuen Job als wegen eines Arbeitsplatzwechsels wegzogen. Die beiden Städte verloren aber dabei Akademiker, während sie ein Plus bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder ohne Abschluss hatten.

In Berlin ist laut Studie das Gegenteil der Fall: Einem Plus von Akademikern steht ein Minus bei mittel oder gering qualifizierten Beschäftigten gegenüber. Mit der Zuwanderung von qualifizierten Beschäftigten steigen laut IAB auch die wirtschaftlichen Perspektiven einer Stadt und der umliegenden Region. Für die Studie hat das IAB die Wanderungsbilanzen deutscher Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern für die Jahre 2000 bis 2007 untersucht.

Zudem ergab die Studie, dass sich Beschäftigte immer häufiger im Umland von Großstädten ansiedeln. Nur in München sank die Zahl der Bewohner im Stadtkern zuletzt nicht. Besonders Berlin, Essen, Bremen und Stuttgart seien von einer relativ ausgeprägten Abwanderung von Beschäftigten ins Umland betroffen.

Allerdings würden „einige aktuelle Ergebnisse auf eine abnehmende Intensität dieser Stadt-Umland-Wanderungen“ hinweisen, hieß es in der Studie. Fast 40 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten laut IAB in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, rund 45 Prozent der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung wird demnach in den städtischen Zentren erbracht.

afp