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Nachrichten Wissen Hoteliers setzen auf sonnige Pfingsten
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20:18 18.05.2010
Von Sarah Pancur
Ein Mann geht bei Buxtehude-Neuland spazieren. Der Mai wird auch nach den Eisheiligen seinem Image vom Wonnemonat nicht gerecht. Am Montag ist das Wetter meist wechselhaft, häufig gibt es Wolken und von Westen ziehen Regenschauer auf. Ab und zu zeigt sich aber auch die Sonne. Quelle: dpa
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Die weiteren Aussichten allerdings ähneln schon wieder dem bisherigen Maiwetter: Der Pfingstmontag soll bereits wieder kühler werden.

Angesichts solch guter Vorhersagen für das Wochenende wird viele kurzerhand die Reiselust packen, schätzt der ADAC und rechnet im Großraum Hannover mit vollen Straßen. Vor allem auf der längsten Autobahn Deutschlands, der A 7, aber auch auf der A 2 HannoverBerlin sei abschnittsweise mit viel Verkehr zu rechnen, da zum normalen Pendlerverkehr am Freitag und Sonnabend noch die Kurzurlauber hinzukommen, sagte ein Sprecher des ADAC. „Erst mittags losfahren und dem Stau hinterherrollen“, rät er. Ausflügler müssten sich auf überfüllte Parkplätze bei Tierparks und Seen einrichten und mit viel Verkehr auf Zufahrtsstraßen zu Naherholungsgebieten rechnen.

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Doch schon nach Pfingsten sollen die Temperaturen laut Wetterdienst wieder kühler werden. Insgesamt sei der Mai zu trocken, zu kalt, und es gebe zu wenig Sonnenschein. Trotz viel Bewölkung habe es kaum Niederschlag gegeben. Statt 62 Liter pro Quadratmeter seien bis Mitte Mai nur 21 Liter Regen gefallen, und es sei etwa vier Grad zu kalt.

Den Hotel- und Gaststättenbesitzern in Niedersachsen macht das kalte Wetter zu schaffen. „Wir haben Umsatzrückgänge von bis zu vier Prozent“, sagte Renate Mitulla vom Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen. Die kurzfristigen Buchungen seien ausgeblieben. Auch das verlängerte Himmelfahrtwochenende habe nicht geholfen. Mitulla hofft, dass sich die positive Wettervorhersage für Pfingsten herumspricht und sich viele spontan noch für einen Urlaub im Harz, an der Küste oder im Weserbergland entscheiden.

Auch die Landwirte haben mit den Folgen des schlechten Wetters zu kämpfen. Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln leiden laut Landesbauernverband unter der kalten Witterung. Die Blätter des erst gerade gesäten Mais färbten sich gelb. Ein Zeichen, dass der Mais nicht gut wachse, erklärte eine Sprecherin des Landesbauernverbandes. Auch bei der Bestäubung der Blüten der Obstbäume gebe es Probleme, da es den Bienen zu kalt und zu nass sei. Bei so einem Wetter fliegen sie nicht gerne. Doch schon drei warme Tage würden ausreichen, damit die Obstblüten noch rechtzeitig bestäubt werden.

Während sich die meisten über das kalte Wetter beklagen, freut sich die Forstwirtschaft über die niedrigen Temperaturen. „Bei diesen Witterungsbedingungen kann sich der Borkenkäfer nicht so leicht ausbreiten“, sagte Steffen Hartig vom Waldbesitzerverband Niedersachsen.