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Nachrichten Wissen Kaum noch neue Korallen im Great Barrier Reef
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13:31 04.04.2019
„Noch noch nie da gewesener Verlust an ausgewachsenen Korallen“: Blick auf die Unterwasserwelt des Great Barrier Reef. Quelle: James Cook University/AAP/dpa
Cairns

Im weltgrößten Korallenriff, dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens, gibt es einer neuen Studie zufolge kaum noch Korallennachwuchs. Die Zahl der Larven ging nach der Untersuchung australischer Wissenschaftler 2018 um 89 Prozent zurück. In manchen Gebieten im Norden des Riffs waren es sogar 95 Prozent, wie das Team im Fachmagazin „Nature“ berichtet. Grundlage für den Vergleich waren Jahre mit normalem Wachstum.

Ungewiss ob sich das Riff erholen kann

Das mehr als 2300 Kilometer lange Riff war 2016 und 2017 von einem Massensterben erwachsener Korallen betroffen, dem sogenannten Korallenbleichen betroffen. Ursache waren überhöhte Temperaturen infolge des Klimawandels. Nach früheren Angaben der australischen Regierung ist etwa ein Drittel des Great Barrier Reefs davon betroffen. Ob sich das Riff davon wird erholen können, ist ungewiss. Korallen sind sogenannte Nesseltiere, einfach gebaute, vor allem in den Meeren vorkommende Lebewesen, zu denen etwa auch die Schirmquallen und die Seeanemonen zählen.

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In der Studie ist von einem „noch nie da gewesenen Verlust an ausgewachsenen Korallen“ infolge der Bleichen die Rede, was sich massiv auf den Nachwuchs auswirke. „Tote Korallen bekommen keine Kinder“, sagte der Hauptautor der Studie, Terry Hughes, von der James Cook University im australischen Bundesstaat Queensland. Wegen des Klimawandels seien die Korallen nicht mehr so widerstandsfähig wie früher.

Artenvielfalt im Ozean könnte sich stark verringern

Korallenriffe bieten Schutz, Nahrung und Jagdgründe für zahlreiche Meereslebewesen. Der Tod von Korallen gilt deshalb vielen Wissenschaftlern als Warnsignal, dass sich die Artenvielfalt im Ozean künftig stark verringern könnte. Bei einer Bleiche sterben winzige Algen ab, die mit den Korallen in einer Lebens- und Nahrungsgemeinschaft (Symbiose) leben. Die Koralle erhält von ihnen gewöhnlich Nährstoffe, dafür bietet sie Halt und Schutz. Sterben die Korallenbewohner ab, wird das helle Korallenskelett sichtbar.

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Von RND/dpa

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