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Nachrichten Wissen Meeresbiologen warnen vor Korallenschwund
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11:25 09.07.2012
Korallenbewuchs am Great Barrier Reef vor der Küste Australiens. Die dortige Korallenbedeckung sei seit 1960 um die Hälfte geschrumpft. Quelle: dpa
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Sydney

Mehr als drei Viertel der Korallen in der Karibik sind nach Angaben von Meeresforschern in den vergangenen 35 Jahren schwer geschädigt worden oder bereits abgestorben. Die Korallenbedeckung des berühmten Great Barrier Reef vor Australiens Küste sei seit 1960 um die Hälfte geschrumpft, berichteten die Wissenschaftler am Montag zum Auftakt einer Fachkonferenz in der australischen Stadt Cairns.

Die Erderwärmung könne in Zukunft dazu führen, dass fast alle Korallenriffe Wassertemperaturen über ihrer derzeitigen Toleranzgrenze erleiden, sagte Konferenzorganisator Terry Hughes von der James Cook University in seinem Eröffnungsvortrag. „Die Zukunft der Korallenriffe ist keine Unterwasser-Version des Bäume-Umarmens, sondern ein Kernproblem der Menschheit“, sagte Hughes auf der fünftägigen, alle vier Jahre stattfindenden Konferenz. In diesem Jahr geht es wegen der örtlichen Nähe verstärkt um das Great Barrier Reef.

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Weltweit seien ein Viertel bis ein Drittel der weltweiten Korallenbänke schwer beschädigt, hieß es in einem Aufruf, den die mehr als 1900 teilnehmenden Wissenschaftler des 12. Internationalen Korallenriffsymposiums veröffentlichten. Sie verlangten weltweite Anstrengungen zum Schutz der Riffe. Diese sind Brutstätten für Fische und versorgen so Millionen Küstenbewohner mit Nahrung. Sie dienen als natürliche Wellenbrecher, schützen Küstendörfer, ziehen jedes Jahr Millionen Touristen an und sorgen damit für hunderttausende Arbeitsplätze.

Die Riffe seien bedroht von steigenden Wassertemperaturen, der Versauerung der Meere, Überfischung und der Umweltverschmutzung an Land - weil viele Chemikalien und Abfälle ins Meer gespült würden. „Marineschutzgebiete sind gut, aber sie schützen nicht vor Verschmutzung an Land oder den Folgen von einem Hafenausbau, und sie reduzieren die CO2-Emissionen nicht“, sagte Hughes. „Es gibt die Chance, etwas gegen den Klimawandel zu tun, aber die Zeit wird knapp.“

dpa

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