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Wissen Mit Meditation gegen Erkältung
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09:13 22.01.2019
Helmut Nowak ist Coach und Lehrer für Achtsamkeit und Stressbewältigung und schildert hier regelmäßig, wie man lernt, bewusster zu leben. Quelle: Helmut Nowak
Hannover

Nur wenige bleiben davon verschont: Erst kratzt es im Hals, dann trieft die Nase, dazu Kopfschmerzen, Husten, schmerzende Bronchien, Mattigkeit – eine Erkältung ist im Anmarsch. Die Reihenfolge und Intensität mögen verschieden sein, mal nur ein leichter Schnupfen, ein andermal das volle Programm – angenehm ist anders. Wichtige Termine können nicht wahrgenommen werden, Aufgaben im Job bleiben unerledigt. Schleppt man sich dennoch zur Arbeit, erntet man eher Unverständnis und Kopfschütteln von Kollegen.

Erkältung: Mit Meditation vorbeugen

Am Klügsten ist es wohl, sich Ruhe zu gönnen, vitaminreiche Kost zu sich zu nehmen und an die Wirksamkeit seiner Mittelchen zu glauben. Doch so weit muss es ja nicht kommen. Vorbeugend nämlich kann das Immunsystem gestärkt werden durch Meditation. Meditation gilt schon lange als wirksames Mittel zur Bewältigung von Dauerstress. Darüber hinaus zeigte ein Forscherteam um Richard Davidson an der Universität Wisconsin in Madison erstmals, dass Meditation auch einen günstigen Einfluss auf bestimmte körperliche Vorgänge haben kann. Im Rahmen einer Studie nahm ein Teil der Versuchsgruppe an einem achtwöchigen Achtsamkeitstraining teil, und diese Teilnehmer hatten die Aufgabe, täglich zu meditieren und sich intensiv auf die momentanen Gefühle und Gedanken zu konzentrieren, ohne sie jedoch zu bewerten. Eine Kontrollgruppe erhielt dagegen kein Meditationstraining. Zusätzlich verabreichten die Forscher den Probanden am Ende des Trainings eine Grippeimpfung und maßen vier und acht Wochen nach der Impfung die Zahl der Grippeantikörper. Zwar stieg die Zahl der Antikörper im Blut in beiden Gruppen an, jedoch war der Anstieg in der Meditationsgruppe deutlich höher.

Studie: Regelmäßig Meditierende weniger anfällig für Erkältungen

Andere Forscher der Universität Wisconsin fanden heraus, dass regelmäßig meditierende Erwachsene weniger anfällig für Erkältungen und Lungenentzündung sind als nicht Meditierende. In der Studie wurden 149 Personen in drei Gruppen eingeteilt: eine Meditationsgruppe, eine Gruppe, die regelmäßig Körperübungen durchführte, und eine Kontrollgruppe, die nicht besonders aktiv war. Praktiziert wurde acht Wochen lang, danach wurden die Patienten sich selbst überlassen und während des Erkältungszeitraums zwischen September und Mai auf Krankheitstage und Arztbesuche hin beobachtet. Die Studie zeigte, dass die Teilnehmer der Meditationsgruppe seltener erkältet waren, die Schwere der Krankheit geringer war und die Symptome schneller nachließen. Mittlerweile ist es eine wohl anerkannte Tatsache, dass Meditation sich langfristig positiv auf unsere Gehirnfunktionen und auf unser Immunsystem auswirkt.

Erkältung: Inneren Kämpf und Ärger aufgeben

Hat es einen trotzdem mal erwischt, mischt sich unter die unangenehmen Symptome oftmals der Ärger darüber, dass die Befindlichkeit mit all den einhergehenden Konsequenzen nicht so ist, wie man es gern hätte. Zum Trost: Dieses Leid, welches sich aus dem inneren Widerstand gegenüber der Realität ergibt, lässt sich reduzieren – im besten Fall auflösen. Wie? Nun, indem wir die Situation annehmen, wie sie ist, sie vollständig akzeptieren mit der inneren Stimme: „Ja, so ist es.“ Was nicht zu verwechseln ist mit Resignation oder Schönreden. Stattdessen geht es darum, den inneren Kampf gegen das, was gerade ist, aufzugeben und gleichzeitig uns darum zu kümmern, wie wir die Situation zum Besseren wenden können. Klingt vielleicht ungewohnt, funktioniert aber und lässt sich trainieren durch die Kultivierung von Achtsamkeit.

Der vietnamesische Friedensaktivist, buddhistische Mönch und Lyriker Thich Nhat Hanh geht noch einen Schritt weiter und empfiehlt eine meditative Körperreise, bei der man sich voller Dankbarkeit all der Körperfunktionen bewusst wird, die „funktionieren“ und weiter: „Falls es eine Stelle in deinem Körper gibt, die krank ist oder schmerzt, nimm dir Zeit, dir dieser Stellen bewusst zu werden, und lasse Liebe in sie hineinströmen. Lasse diese Stellen beim Einatmen zur Ruhe kommen und schenke ihnen beim Ausatmen ein Lächeln voller Zuneigung. Mach dir bewusst, dass andere Teile des Körpers noch stark und gesund sind. Lasse von diesen starken Bereichen Kraft und Energie zu den schwachen Stellen fließen. Fühle die Unterstützung, Energie und Liebe, mit der dein Körper lindernd auf die geschwächten Bereiche einwirkt.“

Von Helmut Nowak

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