Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen Müttersterblichkeit deutlich gesunken
Nachrichten Wissen Müttersterblichkeit deutlich gesunken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:54 12.11.2015
Eine Hebamme untersucht in Äthiopien eine schwangere Frau. Dank solcher Hilfen sterben weltweit immer weniger Mütter. Quelle: Eva Krafczyk/dpa
Anzeige
Genf

Immer weniger Mütter sterben in der Schwangerschaft, während der Geburt oder in den ersten Wochen danach. Die Müttersterblichkeit habe sich in den vergangenen 25 Jahren weltweit dank vielfältiger Anstrengungen fast halbiert, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank am Donnerstag mit.

Während 1990 noch 532.000 Mütter starben, werden es 2015 Schätzungen zufolge 303.000 sein. Die deutlichen Fortschritte seien aber nicht genug. "Wir wissen, dass wir diese Todesfälle praktisch beenden können", sagte ein Experte der WHO.

Anzeige

Müttersterblichkeit fast nur in Entwicklungsländern

Bis 2030 hat sich die Organisation nun zum Ziel gesetzt, die Müttersterblichkeit weltweit auf weniger als 70 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten zu senken. Nach dem UN-Bevölkerungsfonds sind dafür aber noch große Anstrengungen nötig, etwa eine Erhöhung der Zahl von Hebammen und anderen ausgebildeten Fachkräften.

Der WHO zufolge ist der Rückgang der Müttersterblichkeit ein großer Fortschritt, der allerdings ungleich in den verschiedenen Weltregionen verteilt sei. Nach wie vor verzeichnen Entwicklungsländer 99 Prozent aller Fälle von schwangerschafts- oder geburtsbedingten Todesfällen.

Dennoch gebe es eine deutliche Verbesserung. Laut dem Bericht gingen in Afrika südlich der Sahara die Todesfälle um 45 Prozent zurück. Während 1990 bei 100.000 Geburten im Schnitt noch fast 1000 Frauen starben, lag die Quote zuletzt bei 546.

Deutlicher Rückgang in Ostasien

Die größten Fortschritte verzeichnete Ostasien. Dort sank die Sterblichkeitsquote um 72 Prozent. Bei 100.000 Geburten starben zuletzt durchschnittlich 27 Frauen. Die geringste Müttersterblichkeit gibt es in Industriestaaten – auf 100.000 Geburten kommen 12 Todesfälle. In Deutschland sind es sogar nur sechs.

Entscheidend für weitere Verbesserungen seien der Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung, verbesserte Hygiene, verschiedene Vorsorgemaßnahmen und die Risikominimierung von schweren Blutungen bei der Geburt, hieß es in dem WHO-Papier.

dpa/afp

Wissen Studie zur Jugendsexualität - Sex mit 14 bleibt die Ausnahme
12.11.2015
11.11.2015
11.11.2015