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Wissen Schadenfreiheitsklasse: So vermeiden Autofahrer eine Rückstufung
Nachrichten Wissen Schadenfreiheitsklasse: So vermeiden Autofahrer eine Rückstufung
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09:00 07.02.2019
Ob ein Kratzer im Lack oder ein kleiner Blechschaden: bei Schäden am Auto wird es meistens teuer. Quelle: dpa-tmn
Hannover

Je länger Sie unfallfrei Auto fahren, desto höher ist Ihre Schadenfreiheitsklasse. Kommt es allerdings doch zu einem Unfall, bei dem die Kfz-Versicherung die Kosten tragen muss, wird mancher Fahrer schnell zurückgestuft und der monatliche Beitrag an die zuvor helfende Hand wesentlich teurer. Um dieses Szenario zu vermeiden, gibt es folgende Möglichkeiten.

Bei kleineren Schäden selbst zahlen

Bei kleineren Blechschäden, einem abgefahrenen Spiegel oder einem Makel im Lack kann das Zahlen aus eigener Tasche sinnvoller sein, als den Vorfall über die Versicherung abwickeln zu lassen. „Das hängt davon ab, in welcher Schadenfreiheitsklasse man sich befindet“, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Als grobe Einschätzung wird auf Finanztip.de dazu geraten, bei einer Vollkaskoversicherung einen Schaden bis zu 1300 Euro selbst zu tragen, bei einer Haftpflicht bis zu 1500 Euro. Letztendlich kommt es aber auf den Einzelfall an, denn die individuellen Faktoren spielen dabei eine große Rolle. „Am besten rufen Geschädigte mit geringem Schaden bei ihrer Versicherung an und lassen sich beraten. Dort wird dann unverbindlich kalkuliert, inwiefern sich der Jahresbeitrag verändern würde“, so der GDV. Anschließend kann jeder für sich entscheiden, ob eine eigene Kostenübernahme rentabel ist.

Der Trick im Vertrag: Rabattschutz

Der Rabattschutz ist eine vertraglich festgehaltene „Freikarte“ dafür, dass sich ein Schaden jährlich nicht auf die Schadenfreiheitsklasse auswirkt. „Dabei kommt es nicht darauf an, wie hoch der Schaden ist“, erklärt der GDV. Der Hacken: Bei den meisten Versicherungsanbietern kostet der Rabattschutz einen Aufpreis. Hierbei sollten Sie in jedem Fall auf das Preis-Leistungs-Verhältnis Acht geben: Verträge dieser Art sind mittlerweile oft kostengünstig zu erwerben, das Angebot unterscheidet sich allerdings. Bei einigen Anbietern sind sogar drei Schäden im vertraglichen Rahmen erlaubt.

Schadenrückkauf

Unfälle passieren - und das zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Wer kein Geld angespart hat, um einen kleineren Schaden selbst zu zahlen, hat bei einigen Anbietern die Möglichkeit, sich zunächst helfen zu lassen und anschließend zu entscheiden, ob man die Kosten doch tragen möchte. Oft werden einem nach der Unfallmeldung sechs Monate gewährt, um diese Entscheidung zu treffen. Das hängt allerdings vom Vertrag ab. Das Gute an dieser Methode: bei einer potenziellen Übernahme liegen die genauen Kosten für den Schaden vor und es erwarten einen keine bösen Überraschungen.

Unschuldig in einen Unfall verwickelt

Der GDV rät bei einem Unfall, an dem man nicht Schuld war, gleich an der Unfallstelle die Versicherungsdaten des Schuldtragenden zu erfragen, insofern es möglich ist. Dann sollte schnell gehandelt werden, denn es ist wichtig, dass die gegnerische Versicherung die Chance dazu bekommt, den Schaden zu sehen. „Lassen Geschädigte ihren Wagen durch ihre eigene Kfz-Versicherung reparieren, kann es sein, dass ihnen vorgeworfen wird, der Schaden sei nicht mehr erkennbar und sie bleiben auf den Kosten sitzen. Dazu zählt auch eine potenzielle Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse“, weiß der GDV. „Egal, ob schuldig oder nicht: Man sollte nie ohne Rücksprache mit seinem Versicherer handeln.“

Von RND/jo

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