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17:30 05.02.2019
Warum ist der Februar der kürzeste Monat im Jahr? Und warum hat der Februar im Schaltjahr einen Tag mehr? Die Ursache hat mit dem römischen Kalender zu tun. Quelle: epd
Hannover

Der Februar hat 28, in Schaltjahren 29 Tage. Alle anderen Monate des Jahres haben 30 oder 31 Tage. Warum hat also ausgerechnet der Februar weniger Tage?

Warum hat der Februar hat nur 28 Tage?

Im römischen Kalender war der Februar der letzte Monat im Jahr. Das Jahr begann folglich mit dem Monat März.

Bei den alten Römern hatte das Jahr zudem nur 355 Tage. Da sich diese nicht gleichmäßig auf 12 Monate aufteilen ließen, blieben für den letzten Monat Februar nur 28 Tage übrig.

Kalenderreform durch Julius Caesar

Erst der julianische Kalender brachte uns das Jahr mit 365 Tagen und läutete das Jahr mit dem Januar als ersten Monats ein. Die Tage mussten neu auf die 12 Monate aufgeteilt werden. Der Februar mit seinen 28 Tagen wurde schlichtweg übernommen.

Warum hat das Schaltjahr einen Tag mehr?

Jeder Kalender orientiert sich an den Sternen, der Sonne und dem Mond. So richtet sich auch unser Kalender nach dem Umlauf der Sonne. Ein Jahr ist um, wenn die Erde einmal die Sonne umkreist hat.

Nimmt man es ganz genau, ist das nach exakt 365,2424 Tagen erreicht. Das sogenannte tropische Jahr, bzw. Sonnenjahr dauert somit 0,2424 Tage länger, was umgerechnet 5 Stunden, 49 Minuten und 3 Sekunden beträgt.

Der julianische Kalender mit seinen runden 365 Tagen hat also eine Differenz auszugleichen. Daher wird nahezu jedes vierte Jahr um einen Tag verlängert.

Schalttag ist jedoch nicht der 29. Februar, sondern der 24. Februar.

Warum ist nicht jedes 4. Jahr ein Schaltjahr

Richtig gelesen: Nahezu jedes vierte Jahr ist ein Schaltjahr. Warum nicht jedes vierte Jahr ein Schaltjahr ist, hat den selben Hintergrund: Sinn und Zweck des Schaltjahres ist es, die Differenz zwischen dem Sonnenjahr auszugleichen.

Wenn jedes vierte Jahr ein Schaltjahr wäre, dann würde die durchschnittliche Länge eines Jahres 365,25 Tage betragen. Das kommt dem Sonnenjahr mit 365,2424 Tagen schon sehr nah – und deshalb ist nahezu jedes vierte Jahr ein Schaltjahr, aber eben nicht jedes.

Warum ist der julianische Kalender zu ungenau?

Der julianische Kalender beinhaltet genau diese Abweichung. Denn im julianischen Kalender ist strikt jedes vierte Jahr ein Schaltjahr. Durch diese Regel ohne Ausnahme wich der julianische Kalender über die Jahrhunderte hinweg immer weiter vom Sonnenjahr ab.

Ab 1582 wurde dann schließlich der gregorianische Kalender eingeführt, der diesen Fehler ausgleicht und den wir bis heute nutzen.

Wie bestimmt man welches Jahr ein Schaltjahr ist?

Schaltjahr oder nicht Schaltjahr? Eine Erklärung für den Hintergrund, weshalb nicht jedes vierte Jahr ein Schaltjahr ist, ist ja schön und gut. Aber wie findet man nun heraus, ob ein Jahr ein Schaltjahr oder ein ganz gewöhnliches Gemeinjahr ist?

Dazu gibt es eine Formel für den heutigen gregorianischen Kalender. Diese Formel beinhaltet drei Kriterien, nach denen die Jahre in Gemein- und Schaltjahre unterteilt werden.

Die Schaltjahresformel

– Ein Schaltjahr muss durch 4 teilbar sein

– Ein Schaltjahr ist nicht durch 100 teilbar, es sei denn...

– ...das Jahr lässt sich durch 400 teilen, dann ist es wiederum ein Schaltjahr

Liste der Schaltjahre

Für alle, die nicht lange rechnen möchten, haben wir alle Schaltjahre von vor 100 Jahren bis in 100 Jahren zusammengefasst. Bei den folgenden Jahren handelt es sich um Schaltjahre:

1920

1924

1928

1932

1936

1940

1944

1948

1952

1956

1960

1964

1968

1972

1976

1980

1984

1988

1992

1996

2000

2004

2008

2012

2016

2020

2024

2028

2032

2036

2040

2044

2048

2052

2056

2060

2064

2068

2072

2076

2080

2084

2088

2092

2096

2104

2108

2112

2116

2120

Von tr/RND

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