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Nachrichten Wissen Müdigkeit ist Ursache für jeden vierten Unfalltoten
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16:48 21.06.2018
Viele Menschen finden nicht genügend Schlaf. Quelle: dpa
Peine

Zum heutigen Aktionstag „Erholsamer Schlaf“ weist ein Peiner Schlaf-Forscher gegenüber der Peiner Allgemeinen Zeitung auf ein wichtiges Thema hin: Schlafstörungen. Dr. Petermax Müller-Marhenke, Leitender Oberarzt der Abteilung für Kardiologie und Pneumologie des Klinikums Peine sowie Leiter des Schlaflabors, erklärt, dass das Problem stark zugenommen habe. Einerseits habe die Schlafdauer der Menschen in den modernen westlichen Gesellschaften in den letzten 100 Jahren um etwa eine Stunde pro Tag abgenommen, andererseits klagen nach einer Studie der Krankenkasse DAK 80 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 35 und 65 Jahren über Schlafprobleme.

Schichtarbeiter schlafen schlechter

Gibt es Berufsgruppen, die besonders betroffen sind? „Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Schlechtschläfer unter Berufstätigen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten und bei Schichtarbeit.

40 Prozent der Schichtarbeiter beklagten in einer Studie der Techniker-Krankenkasse eine schlechte Schlafqualität, und die Hälfte davon schlafen weniger als fünf Stunden. Besonders bei Nacht- und Frühschichten ist der Schlaf zu stark verkürzt und hat negative Auswirkungen auf die Produktivität am Arbeitsplatz“, so der Experte.

Erschreckend: Jeder vierte Unfalltote sei auf Müdigkeit oder Sekundenschlaf zurückzuführen. Auf den Straßen würden doppelt bis dreimal so viele Menschen durch Übermüdung als durch Alkohol sterben.

Schlafstörungen fördern Depressionen

Die Müdigkeit sei vielfach Folge ungünstiger Arbeitsbedingungen. Und Schlafstörungen würden Depressionen fördern, das Immunsystem beeinträchtigen sowie Übergewicht begünstigen. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland könnten nicht mehr ohne Schlafmittel schlafen oder seien von diesen Medikamenten abhängig.

Müller-Marhenke betont abschließend: „Vor allem Arbeitgeber müssen handeln. Schichtmodelle – wenn nicht vermeidbar – sollten die vorwärts rotierenden Schichtfolgen Früh, Spät, Nacht haben. Dabei sollten die unterschiedlichen Schichten in kurzer Abfolge aufeinander folgen. Es ist ungünstig, wenn die einzelnen Schichten über fünf oder sieben Tage andauern, da sich dann bereits die innere Uhr des Menschen umstellt.“

Von Thomas Kröger/RND

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