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Schlimmste Dürre der Geschichte - Australien geht Grundwasser aus

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13:51 15.09.2019
Aufgrund der extremen Dürre wüten im Osten Australiens zahlreiche Buschfeuer. Quelle: Supplied/FIRE AND RESCUE NSW/AP/
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Sydney

Ortschaften im Bundesstaat New South Wales wie Dubbo, Cobar, Nyngan und Narromine werden zu Weihnachten auf Trinkwasser-Lieferungen für ihre Einwohner angewiesen sein, sollte im jetzigen australischen Frühling kein Regen fallen, warnte die Regierungsbehörde WaterNSW in einer Studie am Sonntag. Mit der Trockenheit im vierten Jahr in Folge erlebt der Kontinentstaat die schlimmste Dürre seiner Geschichte.

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Neue Wasserbohrungen und Leitungen

New South Wales' Wasserministerin Melinda Pavey bezeichnete die Situation als kritisch. Bei anhaltender Dürre säßen weitere, tiefer im Landesinneren gelegene Städte spätestens Ende 2020 auf dem Trockenen. "Alles Menschenmögliche" werde unternommen, um Abhilfe zu schaffen, darunter neue Wasserbohrungen und die Verlegung zusätzlicher Wasserleitungen, sagte Pavey Reportern in Canberra. Die Wasserbehörde ging davon aus, dass zum Beginn des diesjährigen Sommers im November mehrere Flüsse ausgetrocknet sein dürften.

Auch New South Wales' Hauptstadt Sydney wartet dringend auf Regen: Die Staudämme sind laut Behördenangaben nicht einmal mehr halb voll. Eine Entsalzungsanlage für Meerwasser versorge bereits ein Viertel der Stadt mit Trinkwasser. Die Meteorologiebehörde sieht keine Anzeichen dafür, dass die Dürre bald enden könnte.

Minister warnt vor "Fisch-Armageddon"

Angesichts der Auswirkungen niedriger Wasserstände auf die Fauna in den Flüssen sprach NSW-Landwirtschaftsminister Adam Marshall von einem bevorstehenden "Fisch-Armageddon". Um ein Massensterben zu vermeiden, werden laut einem Bericht des Senders ABC News Fische aus dem Darling River in große Speichertanks umgesiedelt. Die Arche-Noah-mäßige Aktion soll helfen, die Fischbestände in dem Fluss wieder aufzubauen, wenn der Wasserpegel irgendwann wieder steigt.

Australien trifft der Klimawandel besonders hart. Seit Jahren wechseln sich die Wetterextreme dort ab - neben dramatischen Hitzewelle gibt es auch massive Überschwemmungen. Dazu kommt die gestiegene Anzahl an Buschfeuern und das Absterben der Korallenriffe. Der Kontinent gilt mit seinem ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen, einem sehr hohen Energieverbrauch sowie einer Blockadehaltung gegenüber Klimaschutzmaßnahmen aber auch als einer der größten Klimasünder der westlichen Welt.

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so/RND/dpa

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