Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wissen So viel Schnee wie seit zwölf Jahren nicht mehr
Nachrichten Wissen So viel Schnee wie seit zwölf Jahren nicht mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 02.02.2010
Wintersportler tummeln sich auf einem Rodelberg in Torfhaus im Harz. Quelle: lni
Anzeige

In den Wintersportregionen Südniedersachsens herrscht Hochbetrieb. „An den Wochenenden werden die Parkplätze im Hochsolling knapp“, sagte Timo Illig von der Tourismusinformation in Neuhaus (Kreis Holzminden). 30 bis 35 Zentimeter Schnee haben das bis zu 527 Meter hohe Mittelgebirge östlich der Weser seit mehr als vier Wochen in ein Winterwunderland verwandelt. „Einen solchen Winter hatten wir seit zwölf Jahren nicht“, sagte Illig. Gastwirte, Restaurantbesitzer und Cafébetreiber frohlocken.

„Die Wintersportbedingungen sind ideal“, sagt Illig. Auf den Loipen rund um Neuhaus und Silberborn tummeln sich täglich hunderte Langläufer. 30 von insgesamt 40 Kilometern Langlaufloipe im Hochsolling sind gespurt. Jeden Nachmittag öffnet auch der Skilift bei Neuhaus.

Anzeige
Der Norden Deutschlands hat vielerorts die kälteste Nacht des Jahres erlebt. Mit Tiefstwerten um minus 21 Grad wurden in Mecklenburg-Vorpommern und im Osten Brandenburgs die kältesten Temperaturen in Deutschland gemessen. In Hannover waren es reichlich frostige minus 15 Grad. Aber auch wenn die Kälter nervt, hat der Winter doch jede Menge schöne Seiten. 

Auch der Harz lockt seit mehr als einem Monat Skifahrer, Langläufer und Rodler aus Norddeutschland und dem benachbarten Ausland. Die Lifte und Seilbahnen, wie rund um den höchsten Gipfel Niedersachsens, dem Wurmberg bei Braunlage (Kreis Goslar), laufen täglich.

2000 bis 3000 Skifahrer und Winterwanderer zog es am Sonnabend und Sonntag auf den Berg, sagte Dirk Nüsse, Betriebsleiter der Wurmbergseilbahn. „Selbst am Montag ist der Parkplatz voll.“ An dem Tag lagen 85 Zentimeter Schnee auf dem 971 Metern hohen Wurmberg.

Der Winter legt keine Pause ein: Starke Schneefälle und stürmischer Wind haben am Donnerstag den Straßen- und Flugverkehr in weiten Teilen Deutschlands behindert.

Von bestem Winterwetter profitieren auch die Langläufer. Allein die im Nationalpark Harz rund 150 Kilometer gespurten Langlaufloipen werden rege genutzt, sagte Sprecher Friedhard Knolle. „Bei uns ist der Teufel los. Die Schneelast auf den Bäumen, die vor einigen Wochen das Wintervergnügen im Harz kurzzeitig trübte, ist zurzeit kein Problem.“ Jeden Morgen werde geprüft, ob Loipen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen, weil Bäume unter der Last zu brechen drohen. „Noch ist die Lage aber unproblematisch.“

Informationen über gespurte Loipen und den Zustand der Pisten in Harz und Hochsolling veröffentlichen die Tourismusverbände täglich auf ihren Internetseiten.

lni

Mehr zum Thema

Ein Traum in Weiß: Der Winter hat den Harz in eine Schneeparadies verwandelt – aber noch bleiben die Skifahrer aus.

Heinrich Thies 16.12.2009

Am Wochenende dürfte es voll werden im Harz. Schon vor dem vergangenen Wochenende hatte es in den höheren Lagen die ersten kräftigen Schneefälle gegeben, am Freitag kamen noch einige Zentimeter Neuschnee dazu.

Mathias Klein 19.12.2009

Obwohl Schneefall und Sturmböen vorhergesagt sind, erwarten die Tourismusorte im Harz zum Wochenende erneut zahlreiche Besucher. „Die Grundlage für Wintersport ist nahezu überall optimal“, sagt Miriam Fuchs vom Tourismusverband HTV.

08.01.2010