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13:04 18.04.2019
Liegen die Temperaturen dauerhaft über sieben Grad Celsius, können Autofahrer auf Sommerreifen wechseln. Quelle: RND /Screenshot
Hannover

Wenn sich Frost und Schnee verzogen haben und es Frühling wird, ist es Zeit für die Sommerreifen. Eine Faustregel des Auto Club Europa (ACE) lautet: Die Temperaturen sollten dauerhaft über sieben Grad Celsius liegen. Dabei dienen besser die Nachttemperaturen zur Orientierung, um auch für nächtliche Autofahrten gut gerüstet zu sein. Denn unterhalb dieser Temperatur zeigen viele Winterreifen bessere Eigenschaften als die Sommermischungen. Eine andere grobe Richtschnur ist, etwa von Oktober bis Ostern auf Winterreifen zu fahren.

Sommerreifen selbst aufziehen: Expertentipps beachten

Der Wechsel von Winter- auf Sommereifen ist eine beliebte Do-it-yourself-Aufgabe. 31 Prozent erledigen den Austausch der Reifen selbst. Wer seine Reifen selber wechseln möchte, sollte aber folgende Tipps von KfZ-Meister Frank Milnikel befolgen. Er weiß, worauf zu achten ist.

Schritt 1: Handbremse anziehen und den Gang einlegen • Schritt 2: Radkappe abbauen. • Schritt 3: Radschrauben mit Drehmomentschlüssel um eine Viertelumdrehung lösen. • Schritt 4: Den Wagenheber an der unteren Markierung des Autos ansetzen und Auto heben, bis sich das gewünschte Rad leicht drehen lässt. • Schritt 5: Radschrauben komplett aus dem Reifen herausdrehen und Reifen abheben. • Schritt 6: Verschmutzungen an der Radnarbe mit Drahtbürste entfernen. • Schritt 7: Sommereifen so aufsetzen, dass die Löcher am Reifen auf die der Radnarbe passen. • Schritt 8: Schrauben nach und nach andrehen und dann festziehen. • Schritt 9: Mithilfe des Wagenhebers Auto herunterlassen und Wagenheber entfernen. • Schritt 10: Mit dem Drehmomentschlüssen (im Durchschnitt auf 120 Newtonmeter einstellen) Schrauben festziehen (über Kreuz).

Lesen Sie auch: Sommerreifen im Test meist Durchschnitt

Warme Temperaturen sorgen für Verschleiß der Winterreifen

Zu lange sollten Autofahrer mit einem Wechsel aber auch nicht warten. Bei warmen Temperaturen erhöht sich nicht nur der Verschleiß der weicheren Winterreifen. Sie können bei höheren Temperaturen auch an Fahrstabilität einbüßen und einen höheren Bremsweg verursachen, warnt der ADAC. Außerdem treiben sie den Spritverbrauch in die Höhe.

Winterreifen nach Wechsel gründlich säubern

Bevor Autofahrer ihre Winterräder einlagern, sollten sie Felgen und Reifen gründlich reinigen, rät die Sachverständigenorganisation KÜS. Schäden ließen sich am besten entdecken, wenn die Räder sauber sind. Steine und andere Fremdkörper entfernen Autofahrer aus dem Profil. Für Felgen eigenen sich zum Beispiel spezielle Felgenreiniger nach Anleitung. Danach die Räder mit klarem Wasser abspülen.

Nach dem Trocknen lässt sich die Position etwa mit Kreide auf den Reifen markieren, um zu wissen, wohin sie im Herbst hingehören. Etwa mit Kürzeln wie „VL“ für „vorn links“. Die sauberen Räder nimmt man abschließend unter die Lupe. Sind Reifen, Felgen und das Felgenhorn unbeschädigt? Ist noch genug Profil vorhanden? Das gesetzliche Minimum liegt bei 1,6 Millimetern. Die KÜS rät bei Sommerreifen zu mindestens 3 und bei Winterreifen zu mindestens 4 Millimetern.

Und die Reifen sollten nicht älter als sechs Jahre sein, so die KÜS. Das Alter klärt eine vierstellige Nummer der DOT-Kennzeichnung an der Reifenflanke. Die ersten zwei Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die letzten zwei für das Produktionsjahr. So steht etwa „0818“ für die achte Woche 2018. Bevor sie ihre Reifen in die Sommerpause in einem möglichst dunklen und trockenen Raum einlagern, pumpen ihre Besitzer sie am besten mit 0,5 bar mehr Druck als vorgeschrieben auf.

Von RND / dpa

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