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Wissen Streit mit Kollegen: So lösen Sie Konflikte
Nachrichten Wissen Streit mit Kollegen: So lösen Sie Konflikte
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09:51 19.03.2019
Ein Konflikt sollte so schnell wie möglich gelöst werden, bevor daraus ein Dauerstreit wird. Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn
Hamburg

Wo Menschen zusammenarbeiten, kommt es früher oder später mal zum Streit. Doch unter einem Konflikt zwischen Kollegen leidet oft die gesamte Arbeitsatmosphäre. Manche lassen die Auseinandersetzung ausarten, andere ignorieren sich nach einem Streit. Zu selten aber wird an einer Lösung für den Konflikt gearbeitet: „Nur die wenigsten Menschen haben eine Konfliktkompetenz – und die fängt bei einem selbst an“, sagt Coach Axel Janßen aus Hamburg.

Streitauslöser sind häufig Kleinigkeiten

Fenster offen gelassen, Tür nicht geschlossen, zu laut gequatscht: Wenn Kollegen sich streiten, geht es häufig auf den ersten Blick um Bagatellen. „Hinter einem Konflikt stecken aber viel mehr verletzte Werte, die den Beteiligten wichtig sind“, sagt Janßen. Je nachdem wie entspannt oder angespannt Menschen sind, reagieren sie unterschiedlich darauf, wenn ihre Werte verletzt wurden. „Menschen mit einer schlechten Work-Life-Balance sind beispielsweise oft gereizter und anfälliger für Konflikte“, sagt der Experte. Viel ausschlaggebender für die Entstehung eines Streits im Job sei die Abhängigkeit vom Kollegen: „Konflikte treten immer auf, wenn man voneinander abhängig ist – dann ist man gezwungen, sich zu vertragen“.

Bei einem Streit ist Abstand gewinnen das oberste Gebot

Erst einmal eine Nacht darüber schlafen – dieser Rat ist viel mehr als nur eine Floskel, besonders beim Streit. „Wenn man erregt ist, bekommt man einen Tunnelblick. Dann heißt es: Kampf oder Flucht. Bei einem Konflikt unter Kollegen ist das Letztere die bessere Wahl“, betont Janßen. Sei es sich kurz auf die Toilette zurückzuziehen, rauszugehen oder seine Arbeit (wenn möglich) vorerst in einem anderen Raum fortzusetzen: Erst wenn man sich die Zeit zum Abreagieren nehme, könne man an einer Lösung für den Konflikt arbeiten.

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Der Ursache des Streits auf den Grund gehen

Wer Abstand zur Auseinandersetzung gewonnen hat, sollte zunächst reflektieren, was der Grund für diesen Streit ist: Geht es tatsächlich um die Sache oder stört Sie grundlegend der Kollege? „Der eigentliche Konfliktauslöser ist nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar“, sagt Janßen. Dabei ginge es nicht nur darum zu verstehen, was einen selbst an der anderen Person störe: „Man sollte sich öfter die Frage stellen: ’Was macht mich bei einem Streit nervig?’ Das hilft auch dabei, die Position und Interessen des Gegenübers zu verstehen“, sagt Janßen. Wenn die Interessen der beiden Kollegen klar seien, sei man einen Schritt näher an einer Lösung für beide Seiten – einer Win-Win-Situation.

Art und Weise der Entschuldigung ist ausschlaggebend

„Viel zu selten wird sich im Beruf für das Verhalten aufrichtig entschuldigt“, sagt der Coach. Dabei ist das einer der entscheidenden Schritte, um den Streit aus der Welt zu schaffen. Ein einfaches „Sorry“ oder „Tut mir leid“ reiche aber nicht aus, betont Janßen: „Es muss klar werden, wofür man sich entschuldigt. Außerdem ist es wichtig, dass man die Sichtweise des anderen versteht.“ Auch wenn das bedeute, dass man seine eigenen Interessen erstmal nach hinten schieben müsse.

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Fehler beim nächsten Konflikt vermeiden

Damit es in Zukunft nicht so schnell wieder zu einem Konflikt kommt, sollte man die richtigen Rückschlüsse aus der vergangenen Auseinandersetzung ziehen. „Wichtig ist es, nicht aus dem Bauch heraus zu argumentieren – sonst fallen schnell Beleidigungen“, warnt Janßen. Damit der Kollege die eigene Sichtweise verstehen könne, müsse man sachlich argumentieren. Zudem sollte man immer die Interessen des Gegenübers berücksichtigen.

Man sollte auch nie aus den Augen verlieren, dass oft auch Dritte von dem Streit betroffen seien, sagt Janßen: „Je länger der Streit dauert, desto mehr Gerüchte verbreiten sich – und es besteht die Gefahr, dass man sein Image verliert.“ Streithähne sollten also stets bedenken, dass beide an einer Konfliktlösung interessiert seien. „Wenn der Streit nicht geschlichtet werden kann, muss meistens einer gehen“, warnt Janßen.

Von RND/bk

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