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19:21 31.01.2012
Die Ergebnisse der Forscher könnten Hinweise darauf geben, wie Verhaltenstherapien zur Behandlung von Übergewichtigen effektiv gestaltet werden können.
Die Ergebnisse der Forscher könnten Hinweise darauf geben, wie Verhaltenstherapien zur Behandlung von Übergewichtigen effektiv gestaltet werden können. Quelle: dpa
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München

Um die Krankheit Adipositas (Fettleibigkeit) besser zu verstehen, müsse man sich in Zukunft stärker mit dem Kopf der Patienten auseinandersetzen. Es sei bekannt, dass Bauchorgane viel mit dem Gehirn kommunizierten und Hunger sowie Sättigung über das zentrale Nervensystem reguliert würde, teilte das Kompetenznetz Adipositas am Dienstag in München mit.

Ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung von Experten der Universität Tübingen fand heraus, dass Hirnströme sowohl bei dicken und dünnen Menschen als auch bei Frauen und Männern unterschiedlich sind. So falle es Frauen schwerer als Männern ihren Hunger zu unterdrücken, wenn ihnen Speisen vorgesetzt werden. Ihre Hirnströme veränderten sich im Vergleich zu Männern stärker, wenn ihnen im Hungerzustand Bilder kalorienreicher Nahrung gezeigt wurden.

Die Ergebnisse der Forschergruppe im Kompetenznetz Adipositas könnten Hinweise darauf geben, wie Verhaltenstherapien zur Behandlung von Übergewichtigen effektiv gestaltet werden können. Patienten sollen lernen, ihre Hirnaktivität willentlich zu kontrollieren, um das Problem Fettleibigkeit vom Kopf her in den Griff zu bekommen.

Im Kompetenznetz Adipositas verbindet Wissenschaftler aus ganz Deutschland. Die Forscher untersuchen Ursachen für Adipositas und entwickeln neue Therapien sowie Präventionsstrategien.

dpa