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Nachrichten Wissen Uhu wird in Harz und Solling wieder heimisch
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08:13 01.05.2013
Der Uhu wird in Niedersachsen wieder heimisch. Quelle: dpa
Goslar

Der Uhu hat sich in den südniedersächsischen Mittelgebirgen etabliert. Nach dem Harz hat Europas größte Eulenart inzwischen auch den Solling für sich zurückerobert. Die Wiederansiedlungsprojekte seien erfolgreich verlaufen, sagte Michael Rudolph von den niedersächsischen Landesforsten.

Im Solling gebe es inzwischen wieder fünf bis sieben erfolgreiche Bruten pro Jahr, sagte der Waldökologe der Landesforsten, Kai Conrad. Im Harz seien es noch deutlich mehr, sagte Herwig Zang von der niedersächsischen ornithologischen Vereinigung. Alleine am nördlichen Harzrand gebe es derzeit etwa zehn Uhu-Paare, die in diesem Frühjahr Junge bekommen haben.

Letztes Paar im Jahr 1937

Der Uhu hatte in Niedersachsen lange als ausgestorben gegolten. Im Jahr 1937 war das Weibchen des damals letzten Paares bei Osterode im Harz erschossen worden. Die Auswilderungsmaßnahmen in den Jahren 1970 bis 1990 hätten inzwischen aber dazu geführt, dass man sich um den Fortbestand keine Sorgen mehr machen müsse, sagte Forstsprecher Rudolph.

Im Solling sorgen die Landesforsten dafür, dass die großen Eulen ausreichend Nistplätze finden. Dazu werden Felswände und ehemalige Steinbrüche frei von Bewuchs gehalten, damit die Uhus die Plätze gut anfliegen können. In einigen Steinbrüchen wurden auch künstliche Brutnischen angelegt, die von den Vögeln zum Teil bereits angenommen wurden.

Mittlerweile schätzungsweise 200 Uhus

Auch in anderen Teilen Niedersachsens gibt es inzwischen wieder Uhus. Nach Schätzungen könnten es landesweit insgesamt mehr als 200 sein. Ein großer Teil dieser Vögel sind vermutlich Nachkommen der in Harz und Solling ausgewilderten Tiere. In früheren Jahren seien viele junge Uhus beringt worden, berichtete Herwig Zang. Dadurch wisse man, dass die Uhus sich in alle Himmelsrichtungen ausgebreitet haben. Manche Eulen seien bis nach Schleswig-Holstein oder in die fränkische Schweiz gewandert.

Trotz aller Erfolge: Es gebe auch immer wieder Verluste, sagte Zang. Alleine auf der Bundesstraße 82 bei Langelsheim im Harz wurden in den vergangenen Jahren drei Uhus überfahren. Der Grund: „Wenn Uhus auf der Straße hocken und Aas fressen, können sie sich wegen ihres relativ hohen Gewichtes von bis zu drei Kilogramm nicht schnell genug vor Autos in Sicherheit bringen.“

dpa

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