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Braunschweiger Land Welfenresidenz zwischen Aller und Ise
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13:44 22.06.2009
Das Welfenschloss in Gifhorn
Das Welfenschloss in Gifhorn Quelle: Monika Ukermann
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Besondere Stellen gibt es einige in dem idyllischen Städtchen in der Südheide, im Mündungswinkel zwischen Aller und Ise.

Ein Rundgang könnte am 450 Jahre alten Alten Rathaus, Im Carderop 1-3, beginnen, das eine auffällige Holzschnitzornamentik aufweist. Das Alte Bürgerhaus mit Fachwerk aus dem 17. Jahrhundert steht in der Torstraße 6. Das schöne Höfersche Haus von 1570, Im Steinweg 2, ist heute immer noch in Familienbesitz. Außer diesen besonders auffälligen Bauten gibt es noch einige andere. Die St.-Nicolai-Kirche am Markt mit ihrer Christian-Vater-Orgel und dem reich verzierten Kanzelaltar kann von 9 bis 17 Uhr von innen besichtigt werden. Eine moderne Stahlplastik auf der angrenzenden Wiese bildet einen starken Kontrast zum alten Kirchengemäuer.

Von hier aus ist der Höhepunkt eines Rundgangs schon in Sichtweite: das imposante Renaissanceschloss der Welfen, das Mitte des 16. Jahrhunderts für zehn Jahre Residenz von Herzog Franz zu Braunschweig und Lüneburg war. Der „glückliche Franz“, wie er hier genannt wird, wurde vor genau 500 Jahren geboren - Anlass für eine Sonderausstellung, die im Historischen Museum Schloss Gifhorn (Schlossplatz 1, geöffnet Dienstag bis Freitag 14-17, Sonnabend und Sonntag 11-17 Uhr) bis zum 26. Juli zu sehen ist. Bis dahin dreht sich alles um den Welfenspross, vom 4-Gänge-Menü im Schlossrestaurant bis zu szenischen Lesungen im Museum, in denen Herzogin Clara aus ihrem Leben mit Franz erzählt. Außerdem zeigt das Museum Exponate zur Ur- und Frühgeschichte und zur Gifhorner Stadtentwicklung. Am Mittwoch, 24. Juni, um 19 Uhr kann man die stimmungsvolle Schlosskapelle während eines Vortrags von Dr. Reinhold Wex („Schlosskapellen als früheste protestantische Kirchen“) näher betrachten. Wer etwas über die Frauen im Umfeld des Herzogs Franz erfahren möchte, sollte sich am 19. Juli um 14.30 Uhr im Museumsfoyer zu einer Sonntagsführung einfinden.

Um sich Gifhorn und die Lüneburger Heide einmal von oben ansehen zu können, muss der Besucher entweder 120 Stufen einer Wendeltreppe erklimmen oder im verglasten Lift zum Panorama-Café im Wasserturm aufsteigen (Braunschweiger Straße 37 A, geöffnet Dienstag bis Sonntag 8.30-18 Uhr). Das Internationale Freilicht-Mühlenmuseum an der Bromer Straße 2, täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr, zeigt 16 funktionstüchtige Mühlen aus vielen Ländern und 50 maßstabsgetreue Modelle in einer Ausstellungshalle.

von Monika Ukermann

öffentliche Verkehrsmittel

mit der Regionalbahn von Hannover im Stundentakt

mit dem Auto

mit dem Auto auf der A 2 bis Braunschweig, weiter auf der B 4

weitere Infos

Tourist-Information, Marktplatz 1, Tel. (0 53 71) 8 81 75, Mail: info@suedheide-gifhorn.de