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Rund um die Welt So ist die Corona-Lage in den europäischen Urlaubsländern
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Sommerurlaub in Europa - Was geht und was nicht?

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11:21 09.09.2021
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Spanien wird von Deutschland nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. Damit sind alle Quarantänepflichten für Rückkehrende entfallen.
Spanien wird von Deutschland nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. Damit sind alle Quarantänepflichten für Rückkehrende entfallen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv
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Berlin

Die großen Ferien sind bald in ganz Deutschland vorbei. Als letzte Bundesländer beginnen demnächst auch Baden-Württemberg und Bayern wieder mit der Schule. Trotzdem sind in diesen Tagen noch immer viele Bundesbürger im europäischen Ausland unterwegs - und überall ist Corona immer noch großes Thema.

Ein Überblick über die Lage in wichtigen Urlaubsländern (Stand 9. September):

- Frankreich: Die Infektionslage hat sich bis auf die stark betroffenen Überseegebiete weiter entspannt. Aus deutscher Sicht gelten zwei Regionen im Süden (Okzitanien sowie Provence-Alpes-Côte d'Azur) und die Insel Korsika weiter als Hochrisikogebiet. Bei der Einreise sind negativer Test, Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich - ebenso für Fahrten mit dem Reisebus oder Fernzug. Dasselbe gilt für den Besuch von Bars, Restaurants und Museen und für Veranstaltungen mit viel Publikum. Als Nachweis wird ein digitaler "Gesundheitspass" - eine Handy-App - genutzt. Der deutsche Impfnachweis gilt auch.

- Italien: Die Infektionslage hat sich zuletzt stabilisiert. Seit Beginn des Monats müssen Reisende in der Bahn, in Fernbussen und auf Inlandsflügen sowie auf Fähren, die zwischen zwei Regionen verkehren, einen "Grünen Pass" parat haben - ein Nachweis über Impfung, Genesung oder Negativtest. Der deutsche Impfpass gilt, auch die App. Der Nachweis ist auch nötig, um im Restaurant drinnen essen zu dürfen oder ins Museum zu gehen.

- Schweiz: Seit Montag muss für Bars, Restaurants, Kulturveranstaltungen, Sportstätten und Freizeitbetriebe ebenfalls ein Nachweis über Test, Impfung oder Genesung vorgezeigt werden. Bislang galt diese Regel nur für Tanzlokale und Großveranstaltungen. Gleichzeitig wird gelockert: Wo man nur mit Corona-Nachweis reinkommt, muss man nun keine Maske mehr tragen. Flugpassagiere ohne Zertifikat brauchen zur Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise ohne Auflagen möglich. Die Inzidenz in der Schweiz war zuletzt 2,6 mal so hoch wie in Deutschland.

-Österreich: Angesichts steigender Zahlen verschärft Österreich die Regeln. Vom 15. September an gilt beim Einkaufen für Ungeimpfte wieder FFP2-Maskenpflicht. Geimpften wird das dringend empfohlen. Sollte sich die Lage auf den Intensivstationen zuspitzen, wird nur noch ein PCR-Test oder eine Impfung den Zutritt zu Veranstaltungen und in die Gastronomie ermöglichen. Zuletzt wurden fast 2300 Neuinfektionen am Tag gezählt - bezogen auf die Einwohnerzahl entspräche das etwa 20.000 Fällen in Deutschland.

- Spanien: Das liebste ausländische Urlaubsland der Deutschen steht nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete. Es gibt deshalb keine Quarantänepflichten für Rückkehrende mehr. Da Spanien aber ganz Deutschland noch mindestens bis Sonntag als Risikogebiet einstuft, müssen alle Einreisenden aus Deutschland ab zwölf Jahren Impfung, Genesung oder negativen Test nachweisen können. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz betrug zuletzt 61, auf den Balearen 70. Die Einschränkungen werden immer mehr gelockert: Auf Mallorca wurde zum Beispiel das nächtliche Versammlungsverbot aufgehoben. Die Tanzflächen in Bars und Discos bleiben allerdings geschlossen.

- Portugal: Einschränkungen werden nach und nach gelockert. Am Sonntag soll die Maskenpflicht im Freien aufgehoben werden. Zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen muss Impf- oder Genesenen-Nachweis beziehungsweise negativer Test vorgelegt werden. Inzwischen sind 78 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger vollständig geimpft. Bei der Einreise muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen. Inzwischen gilt nur noch die Algarve als Hochrisikogebiet.

- Türkei: Die Bundesregierung hat das Land zum Hochrisikogebiet erklärt. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss nach der Rückkehr aus der Türkei in Quarantäne. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Cafés und Restaurants sind geöffnet. Es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt aber weiter. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt in dem 84-Millionen-Einwohner-Land bei rund 20.000 Fällen.

- Griechenland: Kreta und die südliche Ägäis werden von der Bundesregierung weiterhin als Hochrisikogebiet eingeschätzt. Heimkehrer müssen daher für zehn Tage in Quarantäne, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. Die Quarantäne kann nach fünf Tagen mit einem Test beendet werden. Vor Ort gibt es zum Teil Mini-Lockdowns - auf Kreta etwa in der Stadt Iraklio, wo ein Ausgehverbot zwischen 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr besteht.

- Kroatien: Von Touristen wird bei der Einreise eine Bescheinigung verlangt, die belegt, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten und Cafés dürfen auch in ihren Innenbereichen bewirten, aber nur an den Tischen, zwischen denen Abstände einzuhalten sind. An öffentlichen Versammlungen darf nur eine bestimmte Anzahl an Menschen teilnehmen.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-722222/9

dpa

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