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Top-Thema "Ein bißchen Hogwarts"
Sonntag Top-Thema "Ein bißchen Hogwarts"
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10:13 15.03.2016
Alltag im Internat: Schloss Varenholz sieht herrschaftlich aus, doch hinter den Mauern geht es bodenständig zu. Quelle: RND

Türmchen und Torbögen gibt es. Ebenso wie eisenbeschlagene Holztüren, Kopfsteinpflaster im Hof, einen großen Kamin im Speisesaal und eine Ritterrüstung im Empfangsraum. Selbst einen Hausgeist hat Schloss Varenholz zu bieten: In klaren Vollmondnächten, so die Legende, spukt die "Weiße Dame"“.

Genauso hatte ein Internat in Niklas' Vorstellung zu sein. Er kannte es ja auch nicht anders. "Harry Potter" und "Schloss Einstein" beherrschten seine Kindheit. Und als zu Hause in Bückeburg alles schiefging, mit seinen Eltern und in der Schule, da wollte er sich verschanzen. Hinter dicken Schlossmauern. "Es war meine Idee hierherzukommen", sagt er.

"Jeder, und damit meine ich sowohl Schüler als auch Mütter und Väter, hat ein Scheitern erlebt, wenn er hier ankommt", sagt Peter Greitemann, Leiter des Internats Schloss Varenholz. "Ankommen" meint er im doppelten Wortsinn. Denn die Kinder und Jugendlichen, die in dem Weserrenaissancebau und seinen umliegenden Gebäuden ein zweites Zuhause finden sollen, haben in der Regel eine jahrelange Odyssee hinter sich.

"Grundmotivation wiederherstellen"

Von einer Schule zur nächsten, vom Kinderarzt zum Psychologen, von der Polizei bis zum Jugendamt. Endstation Internat? "Nein", sagt Greitemann entschieden. Das klingt ihm zu sehr nach Sackgasse. Der Diplomsozialpädagoge und Familientherapeut versteht seine Einrichtung vielmehr als einen Ort, an dem Weichen gestellt werden für einen Neuanfang. Die Schüler sieht er nicht als Problemfälle, sondern als "junge Menschen, die eine zweite Chance verdienen".

Trotz der hehren Worte ist jedoch auch Schloss Varenholz wie viele andere der rund 250 Internate in der Bundesrepublik eine Institution, die greift, wenn Eltern und Lehrer mit ihrem Latein am Ende sind – die Ultima Ratio im Erziehungsprozess. Internat und angeschlossene Real- und Sekundarschule arbeiten in Varenholz "interdisziplinär" zusammen, wie Schulleiter Frank Ziegler es ausdrückt.

Das Hauptaufgabengebiet der Pädagogen sieht er vor allem darin, eine "Grundmotivation bei den Schülern wiederherzustellen". "Hausangepasste Lehrpläne, kleine homogene Klassen und Berufsorientierung ab dem achten Jahrgang" sollen dafür sorgen, dass die Schüler einen Sinn im Lernen sehen und Erfolgserlebnisse haben. Dabei gehe es nicht um Leistungsdruck, betont Ziegler. Die Schüler sollten nicht dauernd "du musst" zu hören bekommen.

Idyllisch gelegen: Das Internat Schloss Varenholz im Weserbergland. Quelle: RND

Das idyllisch im Weserbergland bei Rinteln gelegene Internat ist alles andere als eine Bildungshochburg für Kinder pisageschockter Eltern, keine Kaderschmiede für künftige High Potentials und keine traditionelle Erziehungsinstitution reicher Familien. Varenholz ist in erster Linie eine Jugendhilfeeinrichtung. Das bedeutet nicht nur, dass die Jugendämter, je nach Einkommenssituation der Eltern, die Kosten von rund 4000 Euro im Monat pro Schüler übernehmen (für Privatzahler sind es 2250 Euro).

Es heißt auch, dass die meisten Jugendlichen eine Akte mitbringen, wenn sie nach Varenholz kommen. Um hier aufgenommen zu werden, bedarf es weder vermögender Eltern noch besonderer musischer und sportlicher Talente oder außergewöhnlicher Sprach- oder Mathematikkenntnisse.

Wer in dem Internat einen Platz bekommt, hat ADHS oder handfeste Probleme in der Schule, zu Hause oder gar mit der Polizei. Auf den ersten Blick bestätigt Varenholz ein Klischee, mit dem deutsche Erziehungsheime seit Langem zu kämpfen haben: Im Ausland darf man aufs Internat, in Deutschland muss man.

Internat als Synonym für "Heim"

Vor allem Einrichtungen in Großbritannien sind gefragt. Nach Angaben der britischen Organisation "Independent Schools Council" besuchten 2015 so viele Schüler englische Privatschulen wie seit den Siebzigerjahren nicht mehr. China stellt den Großteil. Im vergangenen Jahr waren immerhin 2000 deutsche Schüler angemeldet. Weltberühmte Internate wie Eton oder Harrow wecken Assoziationen von "Tradition" und "Elite".

In Deutschland gilt die Bezeichnung Internat vielfach als Synonym für Heim – ein heute eher negativ besetzter Begriff, der an "Schwererziehbare" denken lässt. Das war vor 100 Jahren noch anders. Damals entstanden die reformpädagogischen Landerziehungsheime, die keine Notentrimmer sein wollten, sondern "Lern- und Lebensort und Heimat" für Kinder und Jugendliche. Die Odenwaldschule zählte dazu, bis der Missbrauchsskandal zur Schließung führte. Mit der Aufdeckung 2010 begann die Krise deutscher Internate.

Doch nicht allein der Vertrauensverlust durch die Vorgänge an der Odenwaldschule war ausschlaggebend. Die Gründe sind vielschichtiger: Laut Statistischem Bundesamt ist die Anzahl der Schüler allgemein in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um rund 12 Prozent zurückgegangen. Hinzu kommen der Ausbau der Ganztagsschulen und die wachsende Auswahl an alternativen Schulkonzepten, die den Internaten Konkurrenz machen.

Schwindende Schülerzahlen

Nicht zuletzt hat auch die Finanzkrise bereits vor 2010 dazu beigetragen, dass die Privatzahler kontinuierlich weniger wurden. Jedes Internat in Deutschland habe seit Jahren mit schwindenden Schülerzahlen zu kämpfen, ist Internatsleiter Greitemann überzeugt. Das Anfang der Fünfzigerjahre von der Reformpädagogin Elisabeth Engels gegründete Internat Schloss Varenholz hat sich mit der Anerkennung als Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung bereits Mitte der Neunzigerjahre eine Nische gesichert, um auf dem Markt zu überleben.

Die Zahl der Privatzahler ist verschwindend gering in Varenholz, dafür haben die Jugendämter zunehmend Unterbringungsbedarf: Mehr als zwei Drittel der insgesamt 180 Schüler, von denen 20 Prozent Mädchen sind, kommen über die Jugendhilfe. Der Großteil zieht mit der beginnenden Pubertät in eine der 16 Wohngruppen ein und bleibt bis zum Schulabschluss nach der zehnten Klasse. So wie Niklas.

Er kam 2012 als "Schulverweigerer" aufs Schloss und wird im Sommer mit dem erweiterten Realschulabschluss in der Tasche wieder zu Hause bei seiner Mutter einziehen, um ein nahe gelegenes Wirtschaftsgymnasium zu besuchen. Niklas ist mittlerweile 16. Als Zehntklässler hat er einen Anspruch auf ein Einzelzimmer. Neben seiner Tür in der Wohngruppe "Engelsburg", einem historischen Nebengebäude, hängt die gerahmte Buntstiftzeichnung einer Krone. Darunter steht "King Louie". Ein Mitbewohner hat ihm das Bild gewidmet.

Zum "Chillen" bleibt Niklas und seinen seinen Mitschülern und -schülerinnen wenig Zeit. Unterricht und sportliche Aktivitäten bestimmen den streng getakteten Internatsalltag. Quelle: RND

Niklas ist Schulsprecher, beliebt bei Lehrern, Betreuern und Klassenkameraden. Doch wie ein "King" tritt er allenfalls auf, wenn er etwas als ungerecht empfindet. "Dann kämpfe ich", sagt er. "Früher häufiger auch mal mit unfairen Mitteln", fügt er hinzu und grinst.

Von früher will er aber eigentlich gar nicht sprechen. Das sei Vergangenheit. Nur so viel: Vor drei Jahren habe er kurz davor gestanden, von der Schule zu fliegen und zu Hause sei es auch "stressig" gewesen. Da habe er für sich beschlossen, auf ein Internat zu gehen. Varenholz war allerdings nicht "Schloss Einstein".

Die Ernüchterung kam schon bei der Anmeldung. Niklas wurde nicht im Schloss direkt einquartiert, sondern zunächst in einem Anbau aus den Siebzigerjahren, der mit seiner Betonreihenhausoptik und der zweckmäßigen Einrichtung im Jugendherbergsstil so gar nichts mit den schönen Unterkünften aus seiner Lieblingsserie gemein hatte.

Offensiver Umgang mit Mobbing

Doch Heimweh habe ihn nicht geplagt: Er konnte weiter in der Freizeit Fußball und Schlagzeug spielen. "Und außerdem hatte ich Adi." Mit Adi, der eigentlich Adrian heißt und in die Parallelklasse geht, verbindet ihn eine enge Freundschaft, seit sie sich zusammen ein Zimmer geteilt haben. Stress habe es da nie gegeben. Und mit anderen Jungs? "Klar", sagt Niklas und bemüht sich gar nicht erst, was zu beschönigen: "Wenn man hier neu ist und man hat eine große Klappe, dann wird man von den Älteren ganz schön geknechtet."

Sogenannte Aufnahmerituale gäbe es nicht, dafür aber schon die eine oder andere "Respektschelle". Schlagen sei seine Sache nicht. Aber er habe auch schon mal Leute in den Mülleimer gesteckt, räumt Niklas ein. Das klingt ganz nach Erich Kästners gutem alten "Fliegenden Klassenzimmer", wo dem kleinen Uli Ähnliches widerfährt. Doch in Varenholz ist die Realität auch nicht anders als auf Schulhöfen allgemeinbildender Schulen, wo harmlose Lausbubenstreiche nur noch Romanstoff sind. Die Wirklichkeit ist härter.

Es gibt Mobbing, Anfeindungen, Aggressivität. In Varenholz geht man offensiv damit um: "Wenn zwei sich ständig körperlich angehen, dann kriegen sie irgendwann die Aufforderung, sich im Foyer der Schule einzufinden. Dort wird dann eine Matte ausgelegt. Und dann gibt es einen fairen Kampf vor Publikum", sagt Peter Greitemann.

Ohne Regeln geht gar nichts

"Jungenpädagogik" nennt er das. Dazu zählt auch, dass die Schule ein großes Sportangebot hat. Statt Cricket oder Hockey wie an englischen Pendants stehen in Varenholz Kickboxen und Mixed Martial Arts auf dem Plan. Wen das nicht auspowert, muss sich Gesprächen stellen. Und die können laut Greitemann manchmal noch anstrengender sein. "Konflikten kann man hier nicht aus dem Weg gehen. Es ist wie in einem Dorf", sagt Philipp Schumann. Jeder beobachte jeden.

Das gehört nicht zuletzt zum Prinzip gegenseitiger Kontrolle, damit Regeln eingehalten werden. "Ohne Regeln und ohne Struktur geht hier gar nichts", betont der Erzieher. Ein fester Tagesplan mit Unterrichts-,  Essens- und Freizeitaktivitäten von sieben Uhr morgens bis halb neun abends zählt ebenso dazu wie strikte Handy- und Fernseh-Zeiten sowie das Verbot von Computerspielen, Zigaretten und Alkohol. Wer im Verdacht steht, Drogen zu nehmen, muss zum Urintest; wer dealt, fliegt sofort.

Taschengeld wird von den Erziehern ausgeteilt. "Ausgeben kann man hier eh nicht viel", sagt Niklas. Das Schloss liegt abgelegen. Im Nachbardorf gibt es eine Kneipe. Die Zehntklässler dürfen da schon mal hin – mit "Alkoholerlaubnis", die ein bis zwei Bier genehmigt. Das gehöre eben auch zur "Verselbstständigung", sagt Schumann.

Niklas und seine Mitschüler werden für die Berufswelt und nicht für den Besuch internationaler Spitzenunis vorbereitet. Quelle: RND

Schumann, ein ruhiger Typ mit trockenem Humor, ist Niklas' "Lieblingsbetreuer". Er ist Kumpel und Vaterersatz in einer Person und teilt sich mit drei anderen Betreuern die Aufsicht der zehn Jungen in der "Engelsburg". Trotz des vertrauensvollen Verhältnisses siezt Niklas ihn. Auch so eine Regel. Wie alle Betreuer und Lehrer wohnt auch Schumann nicht auf dem Internatsgelände, sondern schläft nur dort, wenn er Nachtschicht hat.

Wenn ihn jemand fragt, wie es denn so sei im Internat, scherzt er gern "wie in Hogwarts – nur mit etwas anderer Magie". Die besteht für ihn in der "Verwandlung" der Schüler: "Die kommen hier mit hängenden Schultern an und gehen aufrecht wieder raus."

Heike Geller, Niklas' Mutter, ist froh, dass es "Herrn Schumann" im Leben ihres Sohnes gibt. Dass Niklas ihm manchmal vielleicht mehr anvertrauen könnte als ihr, stört sie nicht. Im Gegenteil: "Wir verstehen uns als eine Art Erziehungsgemeinschaft und tauschen uns regelmäßig aus." In der ganzen Zeit, die Niklas im Internat gewesen sei, habe sie nie das Gefühl gehabt, man habe ihren Sohn nach ganz anderen Maßstäben als den ihren umerzogen.

Dem Internat etwas zurückgeben

Angst vor Entfremdung sei kein Thema gewesen. Allerdings verbringt Niklas auch jedes zweite Wochenende und die Ferien zu Hause. "Die Entscheidung für das Internat war die Lösung vieler Probleme", resümiert Heike Geller. Niklas ist das jüngste von drei Geschwistern. Während der Scheidung von seinem Vater sei vieles aus dem Ruder gelaufen, berichtet sie. Sie habe in dieser Zeit wohl nicht genau hingesehen, was mit Niklas passierte, ihm zu wenig zugehört. Varenholz sei auch für sie ein Neuanfang gewesen.

Niklas ist nach eigener Einschätzung selbstständiger und selbstbewusster geworden. Dass er sich zum Schülersprecher hat wählen lassen, hat auch damit zu tun, dass er dem Internat etwas zurückgeben will: "Mein Ziel ist es, dass hier alles noch ein bisschen schöner und wohnlicher wird – so wie in 'Schloss Einstein' halt." Er sagt das mit breitem Grinsen. Doch der Tonfall lässt keinen Zweifel daran, dass er es ernst meint.

Von Kerstin Hergt

Interview mit Schulberater Wolfgang Tumulka

Wolfgang Tumulka hat vor 35 Jahren die erste Schul- und Internatsberatung Deutschlands gegründet. Quelle: privat

Sie sitzen in München und haben jüngst eine Filiale in Hamburg eröffnet. Gibt es dort besonders viele Interessenten?
Eine Filiale ist es nicht gerade. Wir haben in Hamburg eine Repräsentanz. Genauso wie in Berlin. In der Tat ist die Nachfrage in beiden Städten gewachsen. Gerade um die Zeugnisausgabe herum haben wir immer viel zu tun; da ist es schon gut, dass wir an mehreren Orten präsent sind.

Heißt das, dass die meisten Eltern angesichts schlechter Noten Bildung zur Privatsache machen und ihre Kinder daher auf ein Internat schicken wollen?
Nicht ausschließlich. Es gibt viele Eltern, aber auch Schüler, die mit der Regelschule unzufrieden sind, weil die Kinder dort entweder über- oder unterfordert sind. Zu uns kommen jedoch auch Mütter und Väter, die beruflich so eingespannt sind, dass sie keinen strukturierten Familienalltag gewährleisten können. Viele Klienten kommen aus der Industrie, der Politik oder auch aus dem künstlerischen Bereich.

Das klingt nach sehr vermögenden Familien. Sind Internate denn immer noch nur etwas für Kinder reicher Eltern?
Auf keinen Fall. Vor zwei Jahrzehnten kamen die Anfragen zwar noch überwiegend aus dem gehobenen Mittelstand. Aber mittlerweile haben wir es ausnahmslos mit allen Schichten zu tun. Zu uns kommen beispielsweise auch Alleinerziehende, die für ihre Kinder eine intensive Betreuung brauchen, aber nicht 40 000 Euro im Jahr an Schulgeld zahlen können. Wir arbeiten mit Jugendämtern zusammen und helfen bei der Antragstellung, wenn es um Kostenübernahme durch die Jugendhilfe geht. Außerdem vermitteln wir auch Schulen, die Leistungsstipendien beziehungsweise Sozialstipendien vergeben.

Wie gefragt sind deutsche Internate im Vergleich zu ausländischen?
Deutsche Internate stehen gut da. Auch sie beginnen sich zu internationalisieren. Ich habe Anfragen vor allem aus Osteuropa, dem arabischen und asiatischen Raum für deutsche Einrichtungen.

Aber wie erklären Sie sich den Ansturm deutscher Schüler auf englische Privatschulen?
Englische Internate stehen weltweit hoch im Kurs. Absurderweise haben die Engländer selbst kaum noch Geld, ihre Kinder dorthin zu schicken. Aber es ist nun einmal so, dass diese Schulen das vermitteln, was sich die meisten Eltern für ihren Nachwuchs wünschen: eine ganzheitliche Bildung. Und die blieb in Deutschland aus Sicht vieler Eltern gerade nach der Umstellung auf das verkürzte Abitur auf der Strecke. Zu dieser Zeit setzte die große Nachfrage ein.

Was verstehen Sie unter ganzheitlicher Bildung?
Die Vermittlung eines guten Allgemeinwissens, gepaart mit sozialer Kompetenz wie Teamgeist, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Das Ganze aber so konzipiert, dass immer noch Zeit bleibt, um sportliche oder musische Interessen und Talente auszuleben.

Wie gefragt sind denn deutsche Zöglinge an ausländischen Schulen?
Sie sind vor allem in den USA und Großbritannien sehr beliebt, weil sie als beflissen, ordentlich und fleißig gelten.

Wie ermitteln Sie die "perfekte Einrichtung"?
Zunächst gibt es einen Fragebogen zum Notenstand, den persönlichen Interessen und Fähigkeiten sowie zum familiären Hintergrund. Entscheidend ist jedoch das persönliche Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen.

Was versprechen sich denn die Kinder und Jugendlichen von einem Internatsaufenthalt?
Vor allem, dass sie die ständigen Nörgeleien von zu Hause los sind und neben der schulischen Förderung auch mal wieder Zeit für ihre Hobbys haben.

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