Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Fußball Braunschweig spricht nicht zu laut vom Aufstieg
Sportbuzzer Fußball Braunschweig spricht nicht zu laut vom Aufstieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:49 04.01.2017
Von Sebastian Harfst
„Alles reinhauen“: Domi Kumbela möchte mit Eintracht Braunschweig aufsteigen - aber auch wenn er das nicht öffentlich ausspricht. Foto: dpa Quelle: Alexander Körner
Braunschweig

Urlaub, Feiertage: alles gut und schön. Doch in Braunschweig schon wieder fast vergessen. Die Spieler des Zweitliga-Überraschungsspitzenreiters schwitzen schon seit Montag für die Rückrunde. Außenverteidiger Phil Ofosu-Ayeh sieht’s positiv: „Ich glaube, jedem Fußballer gefällt es, wenn die Pflichtspiele anstehen und es direkt wieder ans Eingemachte geht. Ich bin auf jeden Fall heiß.“

Die Braunschweiger freuen sich auf die zweite Saisonhälfte. Die erste war schließlich auch extrem erfolgreich: Gemeinsam mit dem VfB Stuttgart die meisten Siege (10), gemeinsam mit Hannover 96 die wenigsten Niederlagen (3), eine fast perfekte Heimbilanz mit 25 von 27 möglichen Punkten (nur im Derby gegen 96 gab es ein 2:2): Bis zum 18. Spieltag, bei dem die Eintracht am 28. Januar bei Aufsteiger Würzburger Kickers antreten muss, kann kein Konkurrent das Team von Trainer Torsten Lieberknecht am Platz an der Zweitliga-Sonne verdrängen.

Doch wie kommt die Eintracht aus den Startlöchern? Geht der Höhenflug in Richtung Aufstieg weiter? Auch in Hannover beim Dauerrivalen 96 wird aufmerksam Richtung Braunschweig geschaut.

Trainer Torsten Lieberknecht ist - und das gehört einfach zu seinem Job - noch vorsichtig. „Die zweite Hälfte der Saison ist eine ganz andere als die erste - da lernt man die Liga erst richtig kennen. Wir haben damit schon unsere Erfahrungen und werden versuchen, diese dann einzubringen“, sagt der 43-Jährige. Doch er weiß auch: Sein Club liegt in Führung, aufholen müssen die anderen. „Es wird interessant sein zu sehen, wie andere Vereine damit zurechtkommen und wie sie mit dem Druck umgehen können.“

Während der laufenden ersten Trainingswoche legt er das Hauptaugenmerk auf die Ausdauer seiner Spieler, will außerdem viele Spielformen trainieren lassen. Das Ziel: „Die Jungs sollen in der kurzen Vorbereitungszeit schnell auf Betriebstemperatur kommen“

Flügelflitzer Ofosu-Ayeh erwartet eine heiße Rückrunde für die Braunschweiger. „Man sieht, wie eng das Feld im oberen Bereich der Tabelle geworden ist. Wir müssen unsere Leistungen bis zum Ende zu einhundert Prozent abrufen“, sagt er. Ob es dann zum Aufstieg reicht? Die Eintracht-Profis versuchen dieses Wort tunlichst zu vermeiden - oder proben die Verklausulierung. Wie Topstürmer Domi Kumbela (elf Saisontore): „Es geht dann irgendwann auf die Zielgerade zu. Die einen wollen aufsteigen, für die anderen geht es um den Existenzkampf, und jede Mannschaft will noch mal richtig punkten - wir natürlich auch. Dafür werden wir jetzt in der Vorbereitung alles reinhauen, um dann eine gute Halbserie spielen zu können.“

Den ersten Test gibt es am Sonnabend (14 Uhr, B-Platz am Eintracht-Stadion) gegen den Drittliga-14. SC Paderborn. Werder Bremen kommt am 14. Januar zum Freundschaftsspiel ins Eintracht-Stadion (15.30 Uhr). Am Tag darauf (bis 22. Januar) geht es dann ins Trainingslager nach Mijas-Costa in Südspanien.

Wer holt sich den ersten Derbysieg in der Regionalliga Nord? Der TSV Havelse empfängt den Aufsteiger 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Um 19.30 Uhr geht es los.

18.11.2016

Wird aus dem derzeitigen Fußball-Bezirksligisten SV Wilhelmshaven zur Saison 2017/2018 wieder ein Regionalligist? Schließlich hat der Verein vor Gericht einen spektakulären Prozess gewonnen. Doch wie handelt der Niedersächsische Fußball-Verband nun?

Heiko Rehberg 02.10.2016
Fußball Nach schwerer Verletzung und vier Operationen - Wie sich ein Fußballer zurück auf den Rasen kämpft

Der junge Fußballer Sufjan Ankour vom OSV Hannover musste nach einem doppelten, offenen Schien- und Wadenbeinbruch bereits viermal operiert werden. Die Verletzung zog er sich auf dem Rasen zu. Dennoch will der Sportler mit dem Kämpferherz genau da wieder hin.

20.09.2016