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Überregional Werder sichert sich drei Punkte in Kellerduell
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19:42 08.11.2015
Werder Bremen sicherte sich drei wichtige Punkte in Augsburg. Quelle: dpa
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Pizarro trifft für Werder

Altmeister Claudio Pizarro hat Werder Bremen im Kellerduell der Fußball-Bundesliga zu einem befreienden Sieg verholfen und die Situation von Schlusslicht FC Augsburg verschärft. Dem Peruaner glückte beim 2:1 (0:0)-Auswärtssieg am Sonntag das erste Tor nach seiner Rückkehr an die Weser (58. Minute). Fin Bartels (69.) gelang vor der Länderspielpause der zweite Treffer. Paul Verhaegh konnte per Handelfmeter in den ersten Sekunden der Nachspielzeit nur noch verkürzen. In der Tabelle kletterten die zuletzt arg kriselnden Bremer auf Rang 14 und können mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone etwas durchschnaufen. Den Augsburgern, die sich nach einem beachtlichen 4:1 in der Europa League eigentlich im Aufwind wähnten, trennen nun schon vier Zähler von der Nicht-Abstiegszone.

Huntelaars Doppelpack reicht Schalke nicht

Borussia Dortmund bleibt die Fußball-Macht Nummer eins im "Pott". Nach dem 3:2 (2:1) im 147. Revierderby gegen den FC Schalke 04 hat der Bundesliga-Tabellenzweite mit 29 Punkten schon neun Zähler Vorsprung auf die Königsblauen. Bei der Premiere in diesem hochbrisanten 147. Nachbarschaftsduell war der BVB am Sonntag vor allem mit Köpfchen erfolgreich: Shinji Kagawa in der 30. Minute und Matthias Ginter (43.) trafen zweimal dank ihrer Lufthoheit. Den dritten Treffer erzielte Pierre-Emerick Aubameyang (47.). Für Schalke gelang Klaas-Jan Huntelaar (33.) der zwischenzeitliche Ausgleich, auch für das 2:3 (71.) zeichnete sich der Holländer verantwortlich.

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Draxler sieht nach zwölf Minuten Rot

Auswärts kann der VfL Wolfsburg weiter nicht überzeugen. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga verlor am Samstag sang- und klanglos beim FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:1). Vor 26 331 Zuschauern beendeten Pablo De Blasis (32. Minute) und Yunus Malli (75.) die Serie von drei Heimspielen ohne Sieg für die Rheinhessen, die sich den Dreier mit einer kampf- und laufstarken Leistung verdienten. Vor den Augen des stark in die Kritik geratenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach auf der Tribüne verloren die Niedersachsen bereits nach 13 Minuten Nationalspieler Julian Draxler durch eine Rote Karte wegen eines groben Foulspiels. Als Erklärung für die schwache Leistung reicht die lange Unterzahl aber nicht aus. Die Niedersachsen konnten sich nicht eine klare Torchance erspielen.

Ingolstadt stoppt den Lauf von André Schubert

Aufsteiger FC Ingolstadt hat den Lauf von Borussia Mönchengladbach gestoppt und André Schubert den nächsten Rekord in der Fußball-Bundesliga verwehrt. Der auswärtsstarke Neuling kam am Samstagnachmittag zu einem 0:0 und sorgte für die ersten Punktverluste der Borussia seit der Amtsübernahme des Trainer-Senkrechtstarters. Der 44-Jährige hatte mit Siegen in den ersten sechs Spielen als Profi-Neuling den Rekord von Willi Entenmann eingestellt. Mit dem siebten Sieg hätte Schubert die Bestmarke von Otto Rehhagel egalisiert, der als neuer Trainer von Bayern München 1995 die ersten sieben Spiele gewann. Die nächste Aufgabe der Gladbacher, deren Sportdirektor Max Eberl ein Gespräch mit dem derzeitigen Interimstrainer Schubert in der Länderspielpause ankündigte, ist das Heimspiel am 21. November gegen Hannover 96. Gegen die Niedersachsen wird allerdings Granit Xhaka fehlen, der von Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) die Gelb-Rote Karte sah (86. Minute).

Bayer erlebt Pleite im rheinischen Derby

Im Kampf um die Macht am Rhein hat Bayer Leverkusen im 57. Derby gegen den 1. FC Köln die erste Pleite seit vier Jahren erlebt. Beim 1:2 (1:1) in der Fußball-Bundesliga war Dominic Maroh (17./73. Minute) am Samstag vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften Leverkusener Arena der Matchwinner für die Gäste. Er beendete mit seinem Führungstreffer auch eine 383 Minuten lange Torflaute der Kölner. Das 1:1 hatte Javier "Chicharito" Hernandéz (33.) erzielt. Mit dem 200. Auswärtssieg in der Bundesliga und dem ersten Erfolg nach vier Spielen zogen die Kölner in der Tabelle am Werksclub vorbei. Die Leverkusener drohen nun den Anschluss an die Spitzengruppe und die Europacupplätzen zu verlieren.

Bayern feiern lockeres 4:0

So leicht wird selbst dem übermächtigen FC Bayern das Toreschießen selten gemacht. Beim 4:0 (4:0) gegen einen naiven VfB Stuttgart verhinderten lediglich die fahrlässige Chancenverwertung der Münchner und ein guter Torhüter Przemyslaw Tyton, dass die Schwaben die höchste Niederlage ihre Bundesliga-Historie kassierten. Arjen Robben (11. Minute), Douglas Costa (18.), Robert Lewandowski (37.) und Thomas Müller (40.) dokumentierten am Samstag schon bis zur Pause gegen die schwächste Abwehr der Liga den Klassenunterschied. Nach dem Seitenwechsel ließ das Comeback von Fußball-Nationalspieler Holger Badstuber (59.) die Münchner weiter jubeln. Weil die Bayern nicht mehr ernst machten, gelang Stuttgart eine Schadensbegrenzung.

Glücklicher Punkt für Hoffenheim

Eintracht Frankfurt hat sich im Jubiläumsspiel der TSG 1899 Hoffenheim als nachsichtiger Gast erwiesen und Huub Stevens bei dessen Heimdebüt auf der Trainerbank des Tabellenvorletzten eine Niederlage erspart. Beim torlosen Remis rettete der überragende Torwart Oliver Baumann den Hoffenheimern in der 250. Bundesligapartie ihrer Vereinsgeschichte einen glücklichen Punkt. Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena blieb die TSG auch im zweiten Spiel unter Stevens ungeschlagen, was aber mehr an den Gästen lag. Die Eintracht vergab beste Chancen und brachte sich dadurch selbst um den Lohn eines dominanten Auftritts.

Unentschieden in Darmstadt

HSV-Trainer Bruno Labbadia kam bei seiner Rückkehr ans Darmstädter Böllenfalltor nicht über ein Unentschieden hinaus. Vor 17.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion brachte Pierre-Michel Lasogga die Gäste in der 29. Minute per Foulelfmeter in Führung. Marcel Heller gelang zwei Minuten nach der Pause der verdiente Ausgleich für den Aufsteiger. Labbadia hatte die Profikarriere 1984 in seiner Geburtsstadt begonnen und dort 2003 auch seine Trainerlaufbahn gestartet. Die Darmstädter Fans feierten ihn vor Spielbeginn mit Sprechchören.

dpa

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