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Überregional Abstiegskampf wird immer dramatischer
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21:38 12.04.2014
Ratlosigkeit bei Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer: Der Club hat schon wieder verloren. Quelle: dpa
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Nürnberg/Leverkusen

Der Kampf gegen die Zweitklassigkeit entwickelt sich immer mehr zu einem Kriminalstück - Ausgang offen. Die halbe Bundesliga ist verwickelt. Und allein Eintracht Braunschweig ist als Tabellenletzter bereits so weit abgeschlagen, dass die Rettung des Aufsteigers aus Niedersachsen beinahe einem kleinen Fußballwunder gleichkäme. Die Eintracht unterlag am 26. Spieltag "auf Schalke" mit 1:3 - und setzt bei 18 Punkten nun fast schon alles auf den Dienstag. "Gegen Mainz haben wir die nächste Chance. Wenn es nicht sogar schon unsere letzte Chance ist", kommentierte Trainer Torsten Lieberknecht.

In Stuttgart herrschte nach dem Ende der Serie von zehn Spielen ohne Sieg Erleichterung pur: "Uns ist eine extreme Last von den Schultern gefallen", sagte VfB-Verteidiger Daniel Schwaab im Anschluss an das 1:0 durch Alexandru Maxims erlösenden Treffer (69. Minute) gegen den wieder massiv bedrohten Hamburger SV. Die Schwaben verbesserten sich mit dem ersten Erfolg unter Neu-Trainer Huub Stevens auf 24 Zähler, der HSV hat 23. "Es wird bis zum 34. Spieltag spannend bleiben, wer absteigen muss", hielt Torhüter René Adler fest. Damit der noch nie in die 2. Liga abgerutschte HSV nicht dazugehört, ist ein Erfolg gegen den SC Freiburg (25) am Mittwoch fast schon Pflicht.

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Auch beim 1. FC Nürnberg werden die Sorgen größer. Die Franken verloren ihr Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag mit 2:5 (0:1) und rutschten auf den vorletzten Platz ab. Die Hessen, die durch die Treffer von Tranquillo Barnetta (21.), Joselu (49./88.), Alexander Madlung (53.) und Vaclav Kadlec (90.+2) zum Erfolg kamen, haben sich damit ein wenig Luft verschafft. Josip Drmic (64.) und Campana (71.) trafen für den "Club". Freiburg gewann gegen Bremen 3:1 und zog das Werder-Team des ehemaligen Freiburger Trainers Robin Dutt in den Sog nach unten. "Jetzt sind wir wieder mittendrin. Jetzt sind wir da, wo wir vor ein paar Wochen schon mal waren", äußerte Spielführer Aaron Hunt. "Hinten nix, in der Mitte nix und vorne nix", kritisierte Geschäftsführer Thomas Eichin.

In Hannover (29) wachsen nach dem 0:3 gegen Dortmund die Sorgen. Für den westfälischen Champions-League-Viertelfinalisten waren die Treffer von Mats Hummels, Robert Lewandowski und Marco Reus dagegen die perfekte Einstimmung auf das brisante Hochsicherheitsderby gegen Schalke am Dienstag, wenn es um die direkte Königsklassen-Qualifikation geht: Der BVB ist Zweiter (51), S04 (50) Dritter. "Das ist das wichtigste Spiel für die Fans und für uns", sagte BVB-Verteidiger Erik Durm.

Und die Bayern? Bleiben mit 51 Begegnungen ohne Niederlage, dem 24. Sieg im 26. Saisonspiel und dem 18. in Serie das Nonplusultra. In Mainz fiel die Party trotz des 2:0 noch aus, doch am Dienstag könnten Pep Guardiola und sein Starensemble die früheste Meisterschaft in der 51-jährigen Erstliga-Historie perfekt machen. Sollte der Titelverteidiger bei Hertha BSC gewinnen, wäre der 24. Titelgewinn schon am 27. Spieltag perfekt. Guardiola: "Jetzt fehlt uns nur noch ein Sieg. Wir haben es in der Hand, am Dienstag in der Hauptstadt deutscher Meister zu werden."

Bayer Leverkusen hingegen rutscht immer tiefer in die sportliche Krise und droht nach dem 2:3 (1:2) gegen 1899 Hoffenheim aus den Champions-League-Rängen zu fallen. Die Treffer für die Gäste erzielten Sead Salihovic (14./Handelfmeter), Kevin Volland (40.) und Anthony Modeste (89.). Für die seit sechs Spielen sieglosen Rheinländer trafen Stefan Kießling (39.) und Simon Rolfes (54.).

Borussia Mönchengladbach hat die Europa-League-Qualifikation wieder im Blick. Mit dem 3:0 gegen Berlin überholte die Borussia (42 Punkte) Wolfsburg und Mainz (beide 41). Wolfsburg kam gegen Augsburg nur zu einem 1:1, womit der FCA (39) seine imposante Bilanz auf acht Auswärtsbegegnungen ohne Niederlage ausbaute. Trainer Markus Weinzierl war dennoch nicht ganz glücklich, weil Ivica Olic (81.) für den VfL spät ausglich: "Das ärgert uns, wir freuen uns aber über die Auswärtsserie."

dpa

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