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Überregional Ballack will sich schnell für einen Verein entscheiden
Sportbuzzer Fußball Überregional Ballack will sich schnell für einen Verein entscheiden
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11:45 25.06.2010
Will sich in den nächsten zwei Wochen für einen neuen Verein entscheiden: Michael Ballack. Quelle: dpa (Archiv)
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Michael Ballack drückt aufs Tempo und will rasch Fakten schaffen. „Ich werde mich so schnell wie möglich festlegen. Eine Entscheidung fällt innerhalb der nächsten zwei Wochen“, sagte der 33 Jahre alte Fußball-Nationalspieler der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe). Die besten Chancen bei dem Transferpoker werden Ballacks früherem Verein Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg eingeräumt. Beide Clubs haben Ballack offizielle Angebote unterbreitet. Bayer hofft bis zum Trainingsauftakt am kommenden Montag auf das Ja-Wort des Fußballprofis.

Auch der Hamburger SV hat starkes Interesse an einer Verpflichtung. Angebote liegen dem derzeit verletzten Ballack desgleichen vom FC Sevilla und Tottenham Hotspur vor. Real Madrid oder andere europäische Top-Vereine kommen dem Vernehmen nach dagegen nicht für eine Verpflichtung des Fußball-Stars infrage.

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Bayer will alles tun, um den spektakulären Transfer perfekt zu machen - allerdings gibt es finanzielle Schmerzgrenzen. „Unser Angebot ist nicht verhandelbar. Ballack kann es annehmen - oder nicht“, zitiert der „Express“ (Mittwoch) Michael Schade, den Kommunikationschef der Bayer AG und Mitglied im Gesellschafterausschuss der Fußball GmbH.

Nach Angaben der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch) soll sich das Angebot des VfL für Ballack auf insgesamt 17 Millionen Euro belaufen. Der VfL mit Mutterkonzern VW im Rücken ist wirtschaftlich in der eindeutig stärkeren Position, allerdings hatte Ballack-Berater Michael Becker der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag gesagt, dass „der finanzielle Aspekt diesmal nur eine untergeordnete Rolle“ spiele. Völlig unwichtig sei er allerdings nicht. Dies ist durchaus als Botschaft an Schade nach seiner Aussage zu verstehen.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler rühmte die Nähe Ballacks zur Werkself, für die dieser von 1999 bis 2002 aktiv war. „Wir telefonieren häufig miteinander. Der Kontakt zu Michael ist eng, keine Frage“, vertraute der 50-Jährige der „Sport Bild“ an. Völler und Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser saßen am Mittwoch zusammen. „Sicherlich spielte der Name Ballack dabei eine Rolle. Aber es gibt nichts Neues“, sagte er der dpa.

Holzhäuser machte noch einmal deutlich, dass Bayer „schon erwartet, dass es in Kürze zu einer Entscheidung kommt. Wenn sich Michael Ballack aber nicht für uns entscheidet, würden wir das auch gelassen sehen.“ Ein „Wettbieten“ mit anderen Ballack-Interessenten hatte der Bayer-Fußballchef bereits für ausgeschlossen erklärt.

Bayer macht dem 33-Jährigen ein Engagement mit Perspektiven im Verein oder Konzern über das Karriereende hinaus schmackhaft. In Wolfsburgs hat VW-Chef Martin Winterkorn das Thema mittlerweile zur Chefsache erklärt und bemüht sich höchstpersönlich um den denkbaren Deal. Bei VW ist eine Betätigung Ballacks nach dessen Karriere als Repräsentant ebenfalls denkbar.

Mit einer Verpflichtung der Sachsen dürfte der VfL wohl auch den immer noch abwanderungswilligen Top-Stürmer Edin Dzeko endgültig zum Bleiben bewegen. Das Kalkül: Mit Ballack und Dzeko will der VW-Club im kommenden Jahr wieder um die Champions-League-Plätze mitspielen. Trotz der Abstinenz auf der internationalen Bühne im kommenden Jahr wäre dies für Ballack ebenfalls eine sportlich reizvolle Aufgabe.

dpa

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