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20:59 07.12.2013
Unsportlich: Leverkusens Emir Spahic bekommt für dieses Einschreiten gegen Dortmunds Henrich Mchitarjan die rote Karte. Quelle: dpa
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Dortmund

Einziges Team, das mit dem auch in dieser Saison dominanten Triple-Sieger aus München halbwegs Schritt halten kann, bleibt Leverkusen. Dank des Treffers von Heung Min Son (18. Minute) vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park verhinderte das Werksteam die vorzeitige Herbstmeisterschaft des vier Zähler besser platzierten Spitzenreiters. In einer hektischen Schlussphase verloren die Leverkusener Abwehrspieler Emir Spahic, der nach einem harten Einsteigen gegen Robert Lewandowski die Rote Karte sah (80.).

Aufseiten der Dortmunder musste Sokratis in der Nachspielzeit nach Gelb-Rot vom Platz (90.+2). Angesichts der Bedeutung des Spiels konnten es sich die Trainer beider Teams nicht leisten, Spieler für die entscheidenden Champions-League-Partien in der kommenden Woche zu schonen. Beim vom Verletzungspech gebeutelten BVB, bei dem vier Leistungsträger fehlten, saß der angeschlagene Marco Reus zunächst nur auf der Bank.

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Bayer musste auf Sidney Sam und Stefan Reinartz verzichten. Der personelle Aderlass machte den Borussen mehr zu schaffen: Zwar kamen sie durch Lewandowski (3.) zur ersten Chance, taten sich aber ungewohnt schwer. Den besseren Start erwischten die Gäste. Schon bei Möglichkeiten von Jens Hegeler (8.) und Emre Can (13.) deuteten sie Torgefahr an. Nur wenig später wurde ihr Engagement belohnt: Einen kapitalen Fehlpass von BVB-Neuzugang Manuel Friedrich nutzte Son zur Führung.

Bayer Leverkusen konnte in Dortmund gewinnen - und ist damit Bayern-Jäger Nummer Eins.

Nach Zuspiel von Gonzalo Castro ließ der Südkoreaner BVB-Torhüter Roman Weidenfeller aussteigen und erzielte seinen siebten Saisontreffer. Nur eine Glanztat des Dortmunder Schlussmanns verhinderte, dass Son sein Trefferkonto kurz danach weiter aufbesserte: Den Schuss des völlig freistehenden Leverkusener Angreifers in der 31. Minute lenkte Weidenfeller mit Mühe und Not zur Ecke. Der Spielstand entsprach den Kräfteverhältnissen auf dem Platz. Nahezu alle Angriffsversuche der uninspirierten Dortmunder verpufften, weil es dem Aufbauspiel an Präzision mangelte.

Leverkusen war bis zur Pause dem 2:0 näher als der BVB dem Ausgleich. Auch nach Wiederanpfiff behielten die glänzend organisierten Gäste den Überblick. Ohne größere Probleme hielten sie dem wachsenden Druck stand. In der 2. Halbzeit erspielte sich der BVB keine einzige klare Torchance. Zum Leidwesen des BVB ging nicht nur die Partie verloren, sondern es verschärfte sich auch die Personalmisere. In der 63. Minute verließ Mittelfeldspieler Sven Bender gestützt von zwei Betreuern verletzt das Spielfeld. Auch Nuri Sahin musste kurz vor dem Ende verletzt raus. Die Stimmung vor der Partie am Mittwoch in Marseille verschlechterte sich dadurch noch zusätzlich.

Sahin und Bender im Krankenhaus

Der Einsatz von Sven Bender und Nuri Sahin im entscheidenden Champions-League-Vorrundenspiel von Borussia Dortmund ist äußerst fraglich. Beide Mittelfeldspieler kamen am Samstag nach der 0:1-Niederlage des BVB im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen ins Krankenhaus. Bender war bei einem Zweikampf umgeknickt und ist am Knöchel lädiert, Sahin verletzte sich ebenfalls im Zweikampf. Beide würden über starke Schmerzen klagen und könnten nicht auftreten, erklärte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp im TV-Sender Sky. Borussia muss am Mittwoch zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase bei Olympique Marseille antreten. dpa

dpa

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