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Überregional Bayer Leverkusen spielt unentschieden gegen Werder Bremen
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15:06 22.02.2010
Per Mertesacker (l.) erzielt gegen Leverkusens Manuel Friedrich das Tor zum 2:2 in der Nachspielzeit. Quelle: dpa
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Später Schock und Vorsprung verpasst, aber Rekord eingestellt: Nach einem kapitalen Fehler von Nationalkeeper Rene Adler und einem Last-Minute-Tor von Per Mertesacker hat Bayer Leverkusen den Ausrutscher von Bayern München nicht nutzen können. Die Werkself kam am Sonntagabend zum Abschluss des 23. Spieltags der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (1:1) bei Werder Bremen hinaus. Eren Derdiyok (29. Minute) und Toni Kroos (57.) erzielten die Tore für die offensiv enttäuschenden Gäste, die trotz der Gegentore durch Claudio Pizarro (34.) und Mertesacker (90 +2.) seit nunmehr seit 23 Ligaspielen aber ohne Niederlage sind.

Zuletzt war das Bayern München in der Saison 1988/89 gelungen, ebenfalls unter Trainer Jupp Heynckes. In der Tabelle bleibt Leverkusen Spitzenreiter mit 49 Zählern vor den punktgleichen Münchnern, die am Vortag mit einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg ins Straucheln geraten waren. „Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht oben stehen. Es ist schade, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat“, meinte Bayer-Coach Heynckes.

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Seine Schützlingen traten vor 37 500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion verhalten auf. In der Defensive machte sich der Ausfall des gelbgesperrten Sami Hyypiä zwar kaum bemerkbar, Torchancen blieben allerdings Mangelware. Von seinem Kasten aus sah Adler, wie WM-Rivale Tim Wiese erstmals überwunden wurde. Ein Freistoß musste für Leverkusens erste Torchance herhalten. Wiese war noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Treffer ins untere Eck aber nicht vermeiden. Für Torschütze Derdiyok war es der elfte Saisontreffer. „Wir haben das Problem gehabt, dass wir hinterherrennen mussten“, erklärte Werder-Coach Thomas Schaaf. Die Hausherren, bei denen Nationalspieler Mesut Özil deutlich mehr Einsatz und Laufbereitschaft offenbarte als zuletzt beim 0:1 in Enschede, ließen sich aber nicht beirren. Echte Torgelegenheiten blieben jedoch auch bei ihnen rar gesät. Eine verunglückte Flanke von Peter Niemeyer (15.) forderte Adler. Werder spielte druckvoller, auch einen Tick aggressiver. Zudem stand die Defensive trotz des Gegentors ungewohnt sicher.

Nicht so Adler beim Bremer Treffer. Aus etwa 28 Metern zog Naldo bei einem indirekten Freistoß ab. Der Ball sprang auf und rutschte dem Keeper „durch die Hosenträger“. Pizarro drückte das Spielgerät über die Linie, die Bremer Fans skandierten: „Adler ist nervös“. Der Keeper schilderte: „Ich wollte ihn aufnehmen, da verspringt er mir. Das ist ein klarer Torwartfehler, das nehm’ ich auf die Kappe.“

Bremen, das von Beginn an auf Aaron Hunt hatte verzichten müssen, kam nach dem Seitenwechsel wieder nicht richtig gefährlich vors Bayer-Tor. Der Wechsel von Nationalspieler Clemens Fritz, der verletzt raus musste und für den Aymen Abdennour kam, war noch das Spannendste - bis Kroos kam. Mit einem fulminanten Distanzschuss überwand er Wiese. In der Neuauflage des DFB-Pokalfinales von 2009 konnte Werder die Gäste danach kaum in Gefahr bringen, ehe Mertesacker mit einem Kopfballtor für das Remis sorgte.

Schalke verliert bei Magath-Rückkehr in Wolfsburg

Ausgerechnet gegen Ex-Coach Felix Magath hat der deutsche Meister VfL Wolfsburg seine Negativserie beendet und dem FC Schalke einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze beschert. Bei Magaths erster Rückkehr nach Wolfsburg seit dem Titelgewinn im Sommer fügte der VfL dem Erfolgscoach am Sonntag eine 2:1 (0:1)-Niederlage bei. Ein Doppelschlag von Grafite (71./77.) bescherte dem VfL gegen „Lieblingsgegner“ Schalke den ersten Pflichtspielsieg nach zuvor 13 erfolglosen Partien. Schalke wartet seit nun sieben Jahren auf einen Pflichtspielsieg in Wolfsburg. Das elfte Saisontor von Kevin Kuranyi (30.) war zu wenig für die Gäste.

Der VfL begann wie schon beim 2:2 am Donnerstag in der Europa League beim FC Villarreal stark und dominierte die Anfangsphase. In der vierten Minute bewahrte Schalkes Keeper Manuel Neuer mit einer Glanzparade gegen Zvjezdan Misimovic sein Team vor dem frühen Rückstand. Nur acht Minuten später hatten die Gäste Glück, als Schiedsrichter Helmut Fleischer ein Tor von VfL-Goalgetter Edin Dzeko wegen vermeintlichem Abseits nicht anerkannte. Kurz darauf schoss Misimovic einen Freistoß aus 20 Metern nur an die Latte (16.).

Erst danach wachte das Magath-Team auf und kam besser in die Partie. Eine Standardsituation bescherte den Gästen die glückliche Führung. Ex-Nationalspieler Kuranyi köpfte eine Ecke von Ivan Rakitic unhaltbar für Wolfsburgs Torhüter Marwin Hitz ins Tor. Wie schon in Villarreal vertraute VfL-Interimscoach Lorenz-Günther Köstner erneut auf den 22 Jahre alten Schweizer Hitz, der damit zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga kam. Auch Magath bot in dem Chinesen Hao Junmin, der den gelbgesperrten Rafinha vertrat, überraschend einen Debütanten in der Anfangself auf.

Auch nach dem Wechsel bestimmte Wolfsburg das Geschehen, scheiterte aber immer wieder an Neuer. In der 58. Minute lenkte er einen Dzeko-Kopfball an die Latte, den Nachschuss schoss Grafite an das Aluminium. Wenig später vergab Kuranyi die große Chance zur Vorentscheidung für Schalke. VfL-Verteidiger Jan Simunek rettete für den bereits geschlagenen Hitz auf der Linie. Doch Wolfsburg drückte weiter aufs Tempo, blieb die klar bessere Mannschaft und wurde durch den Doppelpack Grafites belohnt.

dpa

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