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Überregional Bayern München beginnt Klettertour mit 4:2-Sieg gegen Freiburg
Sportbuzzer Fußball Überregional Bayern München beginnt Klettertour mit 4:2-Sieg gegen Freiburg
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23:09 29.10.2010
Jubel beim FC Bayern München über den Sieg gegen Freiburg.
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Der FC Bayern München hat seine Klettertour in der Fußball-Bundesliga mit einem Pflichtsieg gegen „Lieblingsgegner“ SC Freiburg eröffnet. Der deutsche Meister besiegte am Freitagabend die Breisgauer deutlich mit 4:2 (1:0) und rückte nach dem zehnten Ligasieg in Serie gegen den SC auf den siebten Tabellenplatz vor.

Martin Demichelis (39. Minute), Mario Gomez (64.), Anatoli Timoschtschuk (72.) und Toni Kroos (80.) sorgten vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena für einen am Ende deutlichen Sieg des Rekordmeisters, der sich nach der Pause erheblich steigerte. Der eingewechselte Stefan Reisinger (64.) und Edson Braafheid mit einem Eigentor (87.) trafen für Freiburg.

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„Die erste Halbzeit war nicht gut, die zweite Halbzeit war viel besser“, analysierte Bayern-Trainer Louis van Gaal knapp und treffend. Zum vierten Mal nacheinander wollte der Niederländer dieselbe Elf aufbieten. Aber beim Aufwärmen musste Nationalspieler Holger Badstuber bei den Bayern wegen einer Schambeinentzündung passen. Für ihn kam Demichelis. Es war ein Glücksfall für die Münchner, denn ausgerechnet der bei van Gaal auf das Abstellgleis geratene Argentinier stellte die Weichen auf Sieg für den Meister.

„Heute hat er wieder gezeigt, dass er ein ausgezeichneter Innenverteidiger ist“, lobte van Gaal. Demichelis meinte: „Ich wollte zeigen, dass ich noch lebe. Ich liebe Bayern, ich bin acht Jahre hier.“

In einer an Quer- und Rückpässen reichen, aber an Höhepunkten und Torchancen armen ersten Spielhälfte setzte Demichelis das Glanzlicht: Nach einem Eckball von Danijel Pranjic war der Innenverteidiger mit dem Kopf zur Stelle - sein 13. Ligator, das achte mit dem Kopf. Ein traumhaftes Comeback, Demichelis deutete nach seinem Treffer demonstrativ aus das Bayern-Wappen auf seinem Trikot. Zu Beginn hatte es nicht nach seinem Abend ausgesehen, denn in der Anfangsphase verletzte er sich bei einem Zweikampf am Knie, konnte aber nach einer Behandlung am Spielfeldrand weiterspielen (11.).

Das Tor ersparte den Bayern größeren Unmut der Zuschauer, die den fehlenden Offensivschwung schon nach einer halben Stunde mit Pfiffen quittiert hatten. Ein feiner Pass von Toni Kroos auf Mario Gomez, der mit links das Tor verfehlte (21.) sowie ein Volley-Distanzschuss von Andreas Ottl (34.) - viel mehr Produktives gelang den Bayern nicht.

„Unter dem Strich war der Sieg der Bayern verdient. Zum Schluss haben wir bei einigen Kontern auch Glück gehabt“, sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt, der gegenüber dem Pokal-Aus in Cottbus vier personelle Veränderungen vorgenommen hatte. Defensiv hatten die Gäste zunächst wenig Mühe. Nach vorne strahlte aber auch allein Torjäger Papiss Cissé Gefahr aus, mit einem Kopfball nach Freistoß von Julian Schuster traf er das Außennetz (16.).

Ein Aktivposten beim Rekordmeister war Gomez, der sich gut bewegte und Torgefahr ausstrahlte. Erst scheiterte der Nationalstürmer noch an SC-Torwart Oliver Baumann (57.), dann war mit dem Kopf da - wieder nach Eckball von Pranjic. Doch Freiburg schlug postwendend durch den gerade eingewechselten Reisinger zurück, der eine Flanke von Anton Putsila mit dem Kopf verwertete. Jetzt konterten aber auch die Münchner: Timoschtschuk erzielte sein erstes Ligator, ehe Kroos mit einem wunderbaren Distanzschuss erfolgreich war. Das Spiel war damit entschieden - auch wenn Braafheid noch ein Eigentor unterlief.