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Überregional Bayern München kommt spät auf Touren
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22:52 10.02.2010
Auf und davon: Der Münchener Christian Lell lässt zwei Fürther stehen – allzu oft gelang das den Bayern lange Zeit nicht. Quelle: dpa
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Der FC Bayern München hat seinen Siegeszug auch im DFB-Pokal fortgesetzt und die Chance auf den Gewinn des Titel-Triples gewahrt. Mit dem 6:2 (1:2)-Pflichtsieg im bayerischen Viertelfinal- Derby am Mittwoch gegen die SpVgg Greuther Fürth erreichte der Rekord-Pokalsieger zum 21. Mal das mit 1,75 Millionen Euro Fix-Prämie dotierte Halbfinale. „Es ist schön und wichtig, dass wir immer noch in drei Wettbewerben sind und nur noch ein Spiel bis Berlin haben“, sagte Bayern-Coach Louis von Gaal.

Zu verdanken hatte es der Niederländer den Torschützen Thomas Müller (5. und 82. Minute), Arjen Robben (58./Handelfmeter), Franck Ribéry (61.) und Philipp Lahm (65.) sowie Fürths Sami Allagui (89./Eigentor). Christopher Nöthe (10.) und Allagui (40.) hatten den Zweitligisten allerdings zwischenzeitlich vor 53 500 Zuschauern in der Allianz Arena in Führung gebracht. „Fürth war in der ersten Halbzeit sehr gut und sehr aktiv, wir haben eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt“, meinte van Gaal. „Wir haben in der Halbzeit gezeigt, was wir können“, betonte Allagui. Nach der Pause hätten die Bayern aber ihre Klasse ausgespielt. Die Franken, die mit dem Einzug ins Viertelfinale den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erreicht hatten, können sich mit Pokaleinnahmen von über zwei Millionen Euro trösten.

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Mit Ribéry, der erstmals nach vier Monaten Verletzungspause in der Startelf stand, aber ohne Torwart Jörg Butt (Wadenverletzung) und Abwehrchef Daniel van Buyten (Magen-Darm-Virus), die von Michael Rensing und überraschend Christian Lell als rechter Verteidiger ersetzt wurden, erwischten die Bayern bei Dauer-Schneefall einen Start nach Maß. Müller brachte die Gastgeber nach Vorarbeit von Ribéry früh in Führung. Die Freude währte aber nur kurz. Nöthe nutzte ein kapitalen Fehler von Martin Demichelis zum Fürther Ausgleich. Beim Team von van Gaal, der auf Bastian Schweinsteiger, Ivica Olic und Miroslav Klose verzichtete, lief überhaupt nichts mehr zusammen.

Dagegen spielte der krasse Außenseiter aus Franken frech nach vorne und besaß gegen eine völlig verunsicherte Bayern-Abwehr eine gute Torchance nach der anderen. Bernd Nehrig (26.) vergab das mögliche 2:1, zwei Minuten später konnte Innenverteidiger Holger Badstuber gerade noch einen Schuss von Allagui abblocken.

Danach brachte es der Fürther Torjäger fertig, aus elf Metern Entfernung freistehend den Ball am Bayern-Tor vorbei zu schießen. Ein erneuter Patzer von Demichelis hatte Allagui die Riesenchance ermöglicht. Fünf Minuten vor der Pause machte es Allagui besser. Nach Flanke von Nicolai Müller köpfte der brandgefährliche Stürmer Fürth verdient in Führung und schockte die pomadigen Bayern, die die Arroganz-Kritik von van Gaal offenbar überhört hatten.

Nach der Pause brachte erst ein von Robben verwandelter Handelfmeter die Bayern auf Siegkurs. Nach Zuspiel des eingewechselten David Alaba, der sein erstes Pflichtspiel für die Profis bestritt, gelang Ribéry das 3:2. Mit drei weiteren Treffern unterstrichen die Münchner dann, wer Herr im Hause ist.

dpa

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