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Überregional Bundesliga-Klubs wollen Flut-Opfern helfen
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15:38 07.06.2013
"Wollen etwas zurückgeben": Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Quelle: dpa
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München

Auch aus dem Sport kommt Hilfe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Süd- und Ostdeutschland. Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München will ein Benefizspiel in Passau austragen, Rivale Borussia Dortmund kündigte am Freitag Spenden an. Bei Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig organisiert ein Fan Hilfsaktionen, auch Michael Ballack will einen Teil der Einnahmen seines Abschiedsspiels spenden. Außerdem können geschädigte Kanu-Vereine mit Unterstützung ihres Verbandes rechnen.

Der FC Bayern wird laut Angaben von Freitag „zeitnah“ in Passau eine Partie gegen eine Regionalauswahl austragen. Die bayerische Drei-Flüsse-Stadt ist von der Flut-Katastrophe besonders stark betroffen. Zeitweise standen die Pegel bei mehr als zwölf Metern.

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„Gerade unsere Mannschaft hat in den vergangenen Wochen und Monaten so viel Unterstützung und Rückhalt aus der Bevölkerung erhalten“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Freitag in einer Mitteilung. „Angesichts der dramatischen Bilder aus den Hochwassergebieten wollen wir nun etwas zurückgeben.“

Sämtliche Einnahmen der Begegnung sollen den Opfern in den Hochwassergebieten zugutekommen. „Es ist etwas Besonderes, wenn der Weltmarktführer im Fußball so ein starkes Signal der Verbundenheit mit den Menschen im Freistaat setzt“, kommentierte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Auch der BVB will etwas für die Opfer tun und mindestens 100 000 Euro spenden. Man werde über seine Stiftung „leuchte auf“ einen Großteil der Eintrittsgelder vom Saison-Eröffnungsspiel am 6. Juli der Kinderhilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ überreichen.

In Braunschweig ergriff ein Eintracht-Fan die Initiative. Wie der Aufsteiger mitteilte, organisiert ein Anhänger eine Hilfsaktion für die Partnerstadt Magdeburg. Er rief Freiwillige über das soziale Netzwerk Facebook dazu auf, mit ihm nach Sachsen-Anhalt zu fahren und vor Ort anzupacken. Die Eintracht spendiert den Helfern 100 T-Shirts.

Schon Anfang der Woche hatte der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack angekündigt, mindestens 100 000 Euro aus den Erlösen seines Abschiedsspiels vom Mittwoch in Leipzig zu spenden. „Ich bin genauso so betroffen wie viele andere auch“, sagte der gebürtige Görlitzer. Zudem wurde auf Ballacks Initiative hin eine Spenden-Hotline eingerichtet. Jeder Anruf soll fünf Euro für die Geschädigten einbringen. „Ich hoffe, dass da noch einiges zusammen kommt“, meinte Ballack.

Auch der Deutsche Kanu-Verband (DKV) hat zu einer Spendenaktion aufgerufen. Die Zerstörungen entlang von Donau, Neckar, Main, Werra, Fulda, Saale, Mulde und Elbe sowie zahlreicher Nebenflüsse ließen „gravierende Beeinträchtigungen für die Ausübung des Kanusports befürchten“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Allein beim TV Passau bezifferten die Verantwortlichen den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag. Der Verband eröffnete ein Spendenkonto.

dpa/frs

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