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Überregional Bayern-Trainer lässt nach Punktverlust Milde walten
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10:12 21.02.2010
Bayern-Trainer Louis van Gaal findet das Unentschieden gegen Nürnberg gar nicht so schlimm. Quelle: dpa
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Der Trainer des FC Bayern nahm seine Mannschaft in Schutz, nachdem der deutsche Fußball-Rekordmeister beim 1:1 (1:0) gegen den Bundesliga-Vorletzten 1. FC Nürnberg wichtige Punkte im Fernduell mit Bayer Leverkusen liegen gelassen hatte: Erstmals seit drei Monaten wieder, nach 13 Pflichtspiel-Siegen in Serie. „Wir haben eines unserer besten Spiele in diesem Jahr gemacht“, analysierte Louis van Gaal. Einziges Manko dabei: „Wir haben leider die Tore nicht gemacht. Meine Spieler sind aber auch nur Menschen und keine Roboter.“

Den verpassten Bundesliga-Rekord von zehn Erfolgen hintereinander hatte van Gaal schnell verdaut. „Das ist vielleicht heute wichtig, aber morgen nicht mehr“, meinte der 58-Jährige, als sein Zorn über „die Konfrontation mit einem TV-Moderator“ verraucht war. Unmittelbar nach Abpfiff des 180. bayerischen Derbys hatte sich der Niederländer einen hitzigen Disput mit einem „Sky“-Reporter geliefert: „Sie können nicht sagen, dass Bayern München schlecht gespielt hat. Das kann nicht wahr sein, das ist unglaublich“, beschimpfte van Gaal den Fernsehmann. Sein Team habe „viel besser gespielt als gegen Florenz. Aber da haben wir 2:1 gewonnen und dann sagt man nichts.“

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Der erwartet übermächtige Gegner war der FC Bayern für die Franken am Samstag jedenfalls ganz und gar nicht. Vor 48 548 Zuschauern fehlten Kreativität und Ideen, um das fränkische Abwehr-Bollwerk zu knacken. Der einzige perfekte Spielzug über Ivica Olic und Mario Gomez führte zur Führung durch das siebte Saisontor von Thomas Müller (38. Minute). „Nürnberg hat mit zehn, elf Mann verteidigt und nur auf ein 0:0 spekuliert“, sagte Bayern-Kapitän Mark van Bommel nach seinem 100. Einsatz in der Bundesliga. Den in der Defensive taktisch überaus disziplinierten Nürnbergern reichte schließlich eine Torchance zum Ausgleich: Der erst 19-jährige Ilkay Gündogan (54.) sorgte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für weitere Hoffnung im Abstiegskampf.

„Gott sei Dank haben wir den ersten Fehler von Bayern sofort bestraft. Wir haben uns über die Leidenschaft den glücklichen Punkt verdient, der gut ist für Moral und Selbstvertrauen“, stellte FCN- Coach Dieter Hecking zufrieden fest. Seine italienisch anmutende Beton-Taktik, wie zuletzt der AC Florenz in der Champions League die Räume gegen die Bayern eng zu machen, war aufgegangen: „Hinten haben wir alles richtig gemacht. Leider haben wir im Spiel nach vorne keinen Mut gehabt“, befand Hecking. München fiel außer langweiligen Rück- und Querpässen nicht viel ein. Gefahr entstand meist nur über Flügelspieler Arjen Robben. Zur Halbzeit aber wurde der Niederländer müde und mit muskulären Problemen ausgewechselt. Sein Einsatz gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag ist jedoch nicht in Gefahr.

Dass die „deutliche Überlegenheit in der Spielanlage“, die Hecking den Bayern nach dem 34. Derby-Remis bescheinigte, dem Rekordmeister nur zu einem Tor reichte, sorgte auch van Gaal: „Aber Nürnberg stand mit elf Mann hinten drin, hat unglaublich gekämpft und es uns mit einer guten Strategie schwer gemacht.“ Obgleich Philipp Lahm („Das ist sehr bitter für uns“) und van Bommel („Wir hätten mehr verdient gehabt“) dem Sieg nachtrauerten, bleibt ein kleiner Trost: Seit 16 Bundesliga-Spielen sind die Bayern nun schon ungeschlagen, das war ihnen zuletzt in der Saison 2005/06 gelungen. Und damals holten die Münchner mit deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal das Double.

dpa

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