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Überregional Bayern dicht vor Champions League
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22:38 17.08.2011
Kunstschütze Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger haben dem FC Bayern München den Weg in die Champions League geebnet. Quelle: dpa
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München

Trotz einer verschwenderischen Chancenverwertung gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwoch mit 2:0 (1:0) gegen den FC Zürich und fährt mit einem beruhigenden Vorsprung zum entscheidenden Qualifikations-Rückspiel am kommenden Dienstag in die Schweiz. Vor 66 000 Zuschauern brachte Nationalspieler Schweinsteiger das Team von Jupp Heynckes bereits in der 8. Minute in Führung, aber erst das Traumtor von Robben (72.) bedeutete die Erlösung für die Bayern.

Mit dem 2:0 sind die Münchner der Gruppenphase in der europäischen Königsklasse und damit garantierten Einnahmen von 20 Millionen Euro ganz nahe gekommen. In der Nachspielzeit sah bei den Gästen der frühere Lauterer Mathieu Beda die Gelb-Rote Karte und wird im Rückspiel fehlen.

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Nach dem Stolperstart in der Bundesliga wirbelten Robben und Franck Ribery beim internationalen Einstand der Bayern erstmals wieder gemeinsam, doch mit dem Genussfußball gegen biedere Schweizer war es schon bald wieder vorbei. Die überraschend mit Toni Kroos anstelle von Thomas Müller in der zentralen Position angetretenen Münchner hielten das anfängliche Tempo nicht hoch und verfielen wieder in ihren alten Trott. Erst als Müller im zweiten Durchgang den farblosen Kroos ablöste, wurden die Aktionen wieder zielstrebiger.

Eine besonders unglückliche Figur vor dem gegnerischen Tor machte Mario Gomez. Der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison vergab die Vorentscheidung, als er den Ball nach Ribérys Maßvorlage aus kurzer Distanz unbedrängt weit am Tor vorbeijagte (51.). Sieben Minuten vor dem Ende hatte der Nationalstürmer auch noch Pech, als Dusan Djuric seinen Schuss von der Linie wegschlug.

Bei sommerlichen Temperaturen war der Auftakt für die Münchner wie gemalt: Schon nach acht Minuten gab Schweinsteiger die passende Antwort auf die von Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn angezettelte Führungsspielerdebatte. Nach Robbens scharfer Hereingabe gelang dem Nationalspieler eines seiner seltenen Kopfballtore. Vier Minuten später verhinderte Zürichs Torhüter Johnny Leoni gegen den frei vor ihm auftauchenden Philipp Lahm das nächste Tor für die Bayern.

Deren Sportdirektor Christian Nerlinger hatte vor der Partie Kahn wegen dessen Kritik an Schweinsteiger und Lahm scharf angegriffen: „Ich teile seine Meinung nicht. Seine Kritik war polemisch und respektlos“, erklärte Nerlinger im TV-Sender „Sky“.

Die Bayern beherrschten den Schweizer Vizemeister klar und hätten schon zur Pause eigentlich höher führen müssen. Die Züricher kamen dagegen nur ganz selten in die Nähe von Manuel Neuer. Für gelegentliche Gefahr sorgte dabei allein Amine Chermiti. Der Ex-Herthaner setzte sich in der 5. Minute im Kopfballduell gegen Holger Badstuber durch, verfehlte aber das Ziel deutlich.

Nach der Pause gingen die Münchner geradezu verschwenderisch mit ihren Torchancen um. Erst verzog Gomez, dann vereitelte gleich zweimal Leoni gegen Ribéry und den nachsetzenden Lahm (53.) das drohende zweite Tor. Beim Freistoßknaller des immer stärker werdenden Ribéry an den Pfosten (60.) war schließlich auch noch Pech im Spiel. Doch als Gomez den Ball auf Robben zurücklegte und der Kunstschütze aus den Niederlanden in gewohnter Manier aus 18 Metern mit dem linken Fuß Maß nahm, war das hochverdiente 2:0 für die Bayern perfekt.

dpa