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Überregional Bayers historischer Rekord nach 0:0 gegen Köln
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20:45 27.02.2010
Der Leverkusener Stefan Kießling (Mitte oben) und der Kölner Pedro Geromel (Mitte unten) versuchen den Ball zu spielen, Christopher Schorch (l.) vom 1. FC Köln schaut zu. Quelle: dpa
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Bayer-Trainer Jupp Heynckes überbot sich quasi selbst: Er war mit dem jetzigen Leverkusener Titel-Rivalen Bayern München in der Saison 1988/1989 vom Start weg 23 Mal ungeschlagen geblieben. Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena verpassten die Leverkusener allerdings im 50. Erstliga-Duell der rheinischen Rivalen den siebten Heimsieg nacheinander

Für Heynckes waren die Voraussetzungen am Samstagabend optimal: Abwehrorganisator Sami Hyypiä stand nach seiner Gelb-Sperre wieder als Innenverteidiger zur Verfügung. Stefan Reinartz wechselte in das defensive Mittelfeld. Die Kölner, die vor einer Woche beim 1:5 gegen Stuttgart eine heftige Pleite kassierten, hatten mehr Probleme: Adil Chihi, Kevin Pezzoni und Mittelfeld-Antreiber Maniche mussten verletzt passen. Neu in der Startformation standen Kevin McKenna, Sebastian Freis und der 21-jährige Adam Matuschyk, der seine Erstliga-Premiere im Geißbock-Trikot gab.

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Der FC, der in Leverkusen letztmals im April 1996 gewonnen hatte und dem 13 Mal nacheinander kein Bundesligasieg gegen Bayer gelungen war, spielte munter mit und suchte auch die Offensive. So musste Nationalkeeper René Adler früh gegen Lukas Podolski klären (4.).

Wenig später hatte Bayer-Torjäger Stefan Kießling per Kopf die erste Chance der Gastgeber, die in der 13. Minute vor dem 1:0 standen: Hyypiä köpfte nach einer Freistoß-Flanke von Toni Kroos wuchtig auf das FC-Gehäuse, doch Kölns Schlussmann Faryd Mondragon klärte in höchster Not auf oder knapp hinter der Linie, Schiedsrichter Knut Kircher entschied nicht auf Tor. Auf der Gegenseite musste Adler gegen Freis (33.) sein ganzes Können zeigen, um eine Kölner Führung zu vermeiden.

Bayer war zwar überlegen, aber im Pass-Spiel zu unpräzise. Der FC präsentierte sich speziell in der Defensive besser als zuletzt, aber der Tabellenführer erhöhte in den zweiten 45 Minuten den Druck. Der eingewechselte Renato Augusto scheiterte nach einem Solo an Mondragon (53.). Jetzt wurde es fast zum Spiel auf ein Tor, Köln konnte sich kaum noch aus der Umklammerung der Heynckes-Elf lösen. Doch auch die Gastgeber fanden kein Mittel, um die aufopferungsvoll kämpfende Abwehr des FC zu überwinden.

dpa