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Überregional Stammquartier am Sandstrand
Sportbuzzer Fußball Überregional Stammquartier am Sandstrand
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22:20 13.12.2013
„In fünf Minuten sind Trainingsplatz und Medienzentrum erreichbar“: Bundestrainer Joachim Löw hat sich für ein Quartier an der Atlantikküste mit ihren langen Sandstränden entschieden. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Joachim Löws WM-Planung steht, nur am Stammquartier „Campo Bahia“ im brasilianischen Atlantik-Dörfchen Santo André wird noch kräftig gebaut. Der Bundestrainer wird mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 im Fußball-Traumland Brasilien das 
Basisquartier 30 Kilometer nördlich des beliebten Urlaubsortes Porto Seguro aufschlagen. Die komplette Fertigstellung des 15 000 Quadratmeter großen Sport- und Naturressort soll nach DFB-Angaben im kommenden Frühjahr erfolgen. „Ich bin überhaupt nicht nervös. Wir haben die Zusage, dass bis März 2014 alles fertig ist“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

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An den schier endlosen Sandstränden von Santo André im Bundesstaat Bahia entstehen 14 zweigeschossige Wohnhäuser, Funktionsgebäude und ein Trainingsplatz. Insgesamt soll es 65 Wohn- und zusätzliche Funktionsräume geben. „Das wird nicht für uns gebaut. Es wird auch nicht nach unseren Wünschen gebaut“, wies Teammanager Oliver Bierhoff anderslautende Berichte zurück. Hinter dem Projekt unweit 
von Cabralia, dem 
Entdeckungsort Brasiliens, steht eine deutsche Unternehmer-Familie.

Das „Campo Bahia“ wäre ohnehin errichtet worden. Die Anmietung läuft offiziell über den Weltverband FIFA. Allerdings kann der DFB in der Bauphase Einfluss auf Kleinigkeiten nehmen. „Ich bin sicher, dass das Quartier etwas Besonderes sein wird“, sagte Bierhoff, der auf die kurzen Wege im „Campo Bahia“ und zum Flughafen bei Porto Segura verwies: „In fünf Minuten sind Trainingsplatz und Medienzentrum erreichbar. Die Anlage bietet alle Möglichkeiten, die wir uns während der WM wünschen. Wir können dort ebenso trainieren wie regenerieren und uns konzentrieren.“

Nach den feststehenden Vorrunden-Spielorten Salvador (16. Juni gegen Portugal), Fortaleza (21. Juni gegen Ghana) und Recife (26. Juni gegen die USA) hat der DFB seine WM-Vorbereitung nochmals modifiziert. Das Team wird am 7. Juni nach Brasilien fliegen und einen Tag später sein Stammquartier „Campo Bahia“ beziehen. Auf ein zweites Trainingscamp in Süd- oder Mittelamerika, das geplant war, verzichtet Löw. „Wir wollen frühzeitig unser WM-Quartier beziehen, um genug Zeit zu haben, uns zu akklimatisieren“, erklärte Assistenzcoach Flick.

Nach dem Länderspiel am 5. März in Stuttgart gegen Chile wird Löw in der Woche vor dem Bundesliga-Abschluss am 10. Mai sein vorläufiges WM-Aufgebot berufen, sicher wieder mit mehr als 23 Spielern. Für den 13. Mai ist ein Test in Hamburg gegen Polen vereinbart. Nach dem DFB-Pokalfinale geht es am 21. Mai ins Trainingslager nach Südtirol. Am 1. Juni in Mönchengladbach wird es einen weiteren Test geben. Das traditionelle Benefizspiel am 6. Juni in Mainz ist zugleich die WM-Generalprobe.

Santo André

Santo André ist ein Strand-, Palmen- und Naturparadies im Süden des brasilianischen Bundesstaates Bahia. Es liegt rund 35 Kilometer nördlich von Porto Seguro, dem „Sicheren Hafen“, wo im Jahr 1500 die Portugiesen landeten und in dessen Nähe am 26. April 1500 auch die erste Messe auf brasilianischem Boden gelesen wurde. Santo André ist ein Dorf, das über endlos scheinende weiße Sandstrände verfügt, die Badetouristen, Surfer und Großstadtmüde gleichermaßen anlocken.

Der Name geht zurück auf den Heiligen Andreas, der mit seinem Bruder Simon Petrus zu den zwölf Aposteln Jesu zählte und unter anderem Schutzpatron der Fischer ist. Das Dorf an der „Costa do Descobrimento“ (Küste der Entdeckung) gehört zum Distrikt der 15 Kilometer südlich gelegenen, rund 26 000 Einwohner zählenden Stadt Santa Cruz Cabrália und liegt zudem in dem rund 23 000 Hektar großen Naturschutzgebiet Santo Antônio.

Im Sommer ist das Klima sehr heiß und auch im brasilianischen Winter warm und feucht. Die Temperaturen liegen auch zur WM-Zeit um 20 bis 30 Grad. Die Strände bei Santo André sind für ihre Meeresschildkröten bekannt, die ab Oktober zu Abertausenden ihre Eier dort legen. „Das ideale Ziel für diejenigen, die Ruhe und Natur suchen“, heißt es in Reiseführern.

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