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Überregional Borussia Dortmund erwischt Hammer-Gruppe
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10:41 31.08.2012
Bei der Auslosung der Champions-League-Gruppen hat Dortmund eine schwere Gruppe zugeteilt bekommen. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Monte Carlo

Lösbare Aufgaben für den FC Bayern München und den FC Schalke 04, doch für Borussia Dortmund kommt es in der Vorrunde der Champions League knüppeldick. Der deutsche Fußball-Meister erwischte am Donnerstag bei der Gruppenauslosung im Grimaldi Forum von Monte Carlo durchweg Hochkaräter: In der Gruppe D sind Spaniens Titelträger Real Madrid, Englands Champion Manchester City und Ajax Amsterdam als Meister der niederländischen Ehrendivision die Kontrahenten der Westfalen.

BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke ließ sich den Schrecken aber nicht anmerken. „Mir ist es tausendmal lieber, gegen Real Madrid und Manchester City zu spielen, als im Dezember nach Donezk zu fahren. Das ist das, worauf unsere Fans gewartet haben. Wir gehen diese Aufgaben an mit vollem Elan“, sagte Watzke. „Das ist eine spektakuläre Gruppe. Ich freue mich schon auf die Herausforderung“, sagte Dortmunds Coach Jürgen Klopp. Nationalspieler Mats Hummels teilte via Facebook begeistert mit: „Was für eine geile Gruppe. Mehr fällt mir im Moment nicht ein.“ Der BVB will in dieser Saison auf jeden Fall besser abschneiden als in der vorigen Spielzeit, als bereits in der Vorrunde das Aus in der Königsklasse kam.

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Deutlich günstigere Lose zogen die beiden übrigen deutschen Clubs. Für den gesetzten FC Bayern München gibt es in der Gruppe F ein Wiedersehen mit dem FC Valencia. Mit einem Finalsieg gegen die Spanier hatten die Münchner 2001 letztmals die Champions League-Trophäe nach Deutschland geholt. Fünf Jahre zuvor war Valencia allerdings gleich in der ersten UEFA-Cup-Runde Endstation für den FC Bayern gewesen.

„Valencia ist eine Top-Mannschaft in Spanien. Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde - und zwar als Erster“, sagte Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer. Weitere Gegner des deutschen Rekordmeisters sind der OSC Lille und BATE Borissow aus Weißrussland. „Es sollte schon unser Ziel sein, ins Achtelfinale zu kommen. Es hätte schwerer kommen können - keine Frage“, stellte Geschäftsführer Karl Hopfner zufrieden fest.

Auch auf den FC Schalke 04 warten in der Gruppe B durchweg lösbare Aufgaben. Härtester Widersacher für die Königsblauen dürfte der FC Arsenal mit den deutschen Nationalspielern Lukas Podolski und Per Mertesacker sein. Weitere Gegner sind Olympiakos Piräus und Frankreichs Meister HSC Montpellier. „Wir gehen selbstbewusst in die Champions League. Die anderen Vereine sind nicht glücklich, dass sie Schalke als Gegner gezogen haben“, erklärte Vorstandsmitglied Peter Peters. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Arsene Wenger und Lukas Podolski, mit dem ich damals beim 1. FC Köln ein Jahr lang zusammen gearbeitet habe“, sagte Coach Huub Stevens.

Die Gruppenspiele werden am 18./19. September, 2./3. und 23./24. Oktober, 6./7. und 20./21. November sowie am 4./5. Dezember ausgetragen. Das Finale findet am 25. Mai 2013 in London statt.

Die Champions League bleibt für die teilnehmenden Clubs auch 2012/13 ein florierendes Geschäft. In der neuen Spielzeit werden insgesamt 910,3 Millionen Euro ausgeschüttet, gut 150 Millionen mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor. Als fixe Startprämie können alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro verbuchen - 1,4 Millionen mehr als in der Saison 2011/12. In der Summe winken dem Nachfolger des FC Chelsea als Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro.

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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