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Überregional Borussia Dortmund hofft auf weitere Sternstunde
Sportbuzzer Fußball Überregional Borussia Dortmund hofft auf weitere Sternstunde
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15:05 12.02.2013
Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund gibt während des Spiels gegen den Hamburger SV am 9. Februar 2013 Anweisungen vom Spielfeldrand.
Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund gibt während des Spiels gegen den Hamburger SV am 9. Februar 2013 Anweisungen vom Spielfeldrand. Quelle: Archiv (dpa)
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Donezk

Zwei Tage herrschte Trübsal - doch mit dem Aufbruch in das Abenteuer Donezk kehrte der Glaube an weitere Sternstunden in der Champions League zurück. Spätestens beim gemeinsamen Frühstück der Dortmunder Mannschaft vor dem Start der Chartermaschine zum Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) schwand der Frust über das 1:4 gegen Hamburg. Die Aussicht auf den ersten Einzug in den erlauchten Kreis der besten acht europäischen Teams seit 15 Jahren setzte bei der Borussia neue Kräfte frei. „Bisher haben wir in Europa tolle Leistungen gezeigt. Das lassen wir uns nicht nehmen“, sagte Kapitän Sebastian Kehl ungeachtet aller Personalprobleme.

Zumindest die Sorge um Eiseskälte beim rund 2200 Kilometer entfernten östlichsten Teilnehmer des Wettbewerbs erwies sich als unbegründet. Bei der Landung in Donezk am Dienstag lagen die Temperaturen über Null. Diese unerwartet angenehmen Bedingungen nahmen den Borussen aber nicht den Respekt vor der sportlichen Aufgabe.

Torhüter Roman Weidenfeller warnte im „Kicker“ vor den Qualitäten der Sambafußballer - nicht weniger als acht Brasilianer stehen in dem mit üppigen Zuwendungen des Oligarchen Rinat Achmetow alimentierten Schachtjor-Kader - aus dem ukrainischen Kohlerevier: „Vielleicht nimmt die Öffentlichkeit nicht wahr, wie gefährlich Donezk wirklich ist. Auf uns wartet ein anspruchsvoller Gegner.“

Der BVB tut gut daran, den Uefa-Cup-Sieger von 2009 nicht zu unterschätzen. Erst am letzten Spieltag verspielte Schachtjor beim 0:1 gegen Juventus Turin den Sieg in der Gruppe E, beförderte aber den punktgleichen Titelverteidiger FC Chelsea aus der „Königsklasse“. Das machte Lust auf mehr. „Natürlich können wir die Champions League gewinnen“, tönte Kapitän Darijo Srna. Und auch Alex Teixeira strotzt vor Selbstvertrauen: „Wir sind besser als die Seleção, wir sind das Brasilien Europas.“

Zwölf Testspiele sollten Manko ausgleichen

Es könnte ein Vorteil für den BVB sein, dass dem ukrainischen Meister wegen der seit Ende November anhaltenden Winterpause der Rhythmus fehlt. Zwölf Testspiele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Spanien sollten dieses Manko ausgleichen. Doch die Situation bereitet Coach Mircea Lucescu Kopfzerbrechen: „Dortmund ist im Vorteil, weil die Bundesliga bereits läuft“, sagte der Rumäne.

Allerdings muss der BVB auf Nationalspieler Ilkay Gündogan verzichten. Der Mittelfeldspieler fällt mit einer Nagelbettentzündung im Zeh aus und trat die Reise gen Osten erst gar nicht mit an. Grünes Licht hingegen gab es für Marcel Schmelzer, der sich am Montagabend im Training noch am Fuß verletzt hatte. „Wir waren alle ein wenig geschockt, aber es hat sich als Kleinigkeit herausgestellt. Er kann spielen“, sagte Trainer Jürgen Klopp vor dem Abflug erleichtert.

Auch Neven Subotic ist wieder an Bord. Der seit Jahresbeginn wegen einer Wadenverletzung pausierende Innenverteidiger überstand am Sonntag den Härtetest beim Freundschaftsspiel der Dortmunder U 23 gegen den SC Wiedenbrück ohne Probleme. Ungeachtet der kleinen Personalprobleme brennt die Mannschaft darauf, sich für den empfindlich Rückschlag gegen den HSV zu rehabilitieren: „Am Mittwoch wollen wir wieder unsere normale Leistung zeigen“, versprach Mittelfeldspieler Sven Bender.

dpa