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Überregional Bremen steht im Halbfinale des DFB-Pokals
Sportbuzzer Fußball Überregional Bremen steht im Halbfinale des DFB-Pokals
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07:22 10.02.2010
Eins, zwei, drei, wer trifft den Ball: Clemens Fritz, der Hoffenheimer Boris Vukcevic und Per Mertesacker (v. links) zeigen vollen Einsatz.
Eins, zwei, drei, wer trifft den Ball: Clemens Fritz, der Hoffenheimer Boris Vukcevic und Per Mertesacker (v. links) zeigen vollen Einsatz. Quelle: ap
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Der Portugiese Hugo Almeida erzielte am Dienstagabend kurz nach seiner Einwechslung den 2:1-Siegtreffer gegen 1899 Hoffenheim (75. Minute). Zuvor hatte Naldo mit einem sehenswerten Freistoß (27.) die Gastgeber in Führung geschossen. Nach der Pause ließ Prince Tagoe mit dem vorübergehenden Ausgleich zum 1:1 (73.) die Hoffenheimer für zwei Minuten hoffen, ehe Almeida für die Entscheidung sorgte.

„Wir stehen im Halbfinale, das ist was ganz Besonderes“, freute sich Werders Mittelfeldspieler Marko Marin. Trainer Thomas Schaaf betonte indes auch mit Blick auf die Partie am Sonnabend in Hannover: „Wichtig wird für uns sein, auch in der Liga zu bestehen.“ Keinen Vorwurf machte Gästecoach Ralf Rangnick seiner Elf: „Ich denke wir haben ein Klasse-Spiel gemacht.“

Bei Schneefall und Minustemperaturen im Weserstadion fanden die Hausherren besser ins Spiel und hatten in der 9. Minute die erste Chance per Konter, doch Isaac Vorsah fing eine Hereingabe von Mesut Özil vor dem einschussbereiten Claudio Pizarro ab. Der Ghanaer war in die Hoffenheimer Abwehrreihe gerutscht, in der mit Andreas Beck (Innenbandriss im Knie), Josip Simunic (Wadenzerrung) und Marvin Compper (Knöchel) gleich drei Stammkräfte verletzt fehlten.

Auf dem aufgeweichten und seifigen Boden taten sich die Bremer aber vor allem im Abschluss schwer. Bezeichnenderweise war es dann auch eine Standardsituation, durch die der sechsmalige Pokalsieger in Führung ging: Verteidiger Naldo zirkelte nach knapp einer halben Stunde einen indirekten Freistoß von der linken Strafraumgrenze punktgenau ins lange Kreuzeck und ließ Hoffenheims Schlussmann Timo Hildebrand keine Chance.

Dr Rückstand wirkte auf der anderen Seite wie ein Weckruf: Vor allem über die Außenbahnen wurden die Gäste gefährlicher und profitierten zudem von nun tief stehenden Bremern. Zudem wurde Werder geschwächt, Nationaltorwart Tim Wiese musste mit eingeklemmtem Nerv im Rücken in der Pause ausgewechselt werden, für ihn kam Christian Vander. Die Nummer 2 im Bremer Tor war aber wenig gefordert. Rangnick musste reagieren, weil der Gastgeber offensiv blieb. Marko Marin hätte kurz nach der Pause mit einem Heber fast das 2:0 erzielt. Doch dann schlug die Stunde der Einwechselspieler: Erst traf Hoffenheims Tagoe, doch das letzte Wort hatten Almeida und der SV Werder.

Werder Bremen: Wiese (46. Vander) – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Niemeyer, Frings – Marin, Özil (71. Hugo Almeida), Hunt (90. Borowski) – Pizarro.

1899 Hoffenheim: Hildebrand – Ibertsberger, Vorsah, Nilsson, Eichner – Carlos Eduardo, Luiz Gustavo, Salihovic – Vukcevic (71. Tagoe), Ibisevic – Maicosuel.

dpa

Heiko Rehberg 08.02.2010
07.02.2010