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Überregional Britische Presse bezeichnet Trennung von Ballack als „rätselhaft“
Sportbuzzer Fußball Überregional Britische Presse bezeichnet Trennung von Ballack als „rätselhaft“
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10:02 10.06.2010
Michael Ballack Quelle: dpa
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Die schnöde Trennung von Michael Ballack hat dem englischen Fußball-Meister und Pokalsieger FC Chelsea einige Kritik aus Reihen der britischen Sportpresse eingebracht. „Rätselhaft“ nannte sie der Fachkorrespondent der „Times“, Matt Hughes. Die Tageszeitung „The Independent“ empfand Chelseas Umgang mit Ballack und dem englischen Nationalspieler Joe Cole, der am Mittwoch ebenfalls kein neues Vertragsangebot erhalten hatte, „skrupellos“.

„Sein Abschied mag von den Fans nicht beweint werden, aber er wird Chelsea fehlen“, sagte Hughes in einem Beitrag für den „Times“- Internetblog „The Game“ voraus. „Ballack war in der Lage, sein Spiel denjenigen um sich herum anzupassen, vor allem Frank Lampard. Diese Selbstlosigkeit hat es Lampard ermöglicht, weiter 20 Tore pro Saison zu schießen, während Ballack eine defensivere Rolle ausgefüllt hat.“ Möglicherweise habe diese mannschaftsdienliche Einstellung Ballack nun geschadet.

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Genau diese Qualitäten brauche Chelsea aber weiterhin, so Hughes. Er bezweifelte, ob Ballacks zuletzt verletzte Konkurrenten im defensiven Mittelfeld, der Nigerianer John Obi Mikel und der Ghanaer Michael Essien, den DFB-Kapitän ersetzen können. „Ballack hat 98 Länderspiele absolviert, ist einer der fittesten in der Chelsea- Kabine und ist bekannt für seinen guten Einfluss auf junge Spieler - alles unbezahlbare Qualitäten“, so Hughes. Eine Weiterverpflichtung von Ballack, der zu deutlichen Gehaltseinschnitten bereit war, wäre dem Londoner Verein zudem billiger gekommen als jeder Neuzugang.

dpa

Heiko Rehberg 10.06.2010
06.06.2010