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Überregional Bundesliga-Quartett steht unter Druck
Sportbuzzer Fußball Überregional Bundesliga-Quartett steht unter Druck
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16:38 24.10.2012
Foto: Der Mönchengladbacher Trainer Lucien Favre will in der Europa League wieder auf die Erfolgsspur finden.
Der Mönchengladbacher Trainer Lucien Favre will in der Europa League wieder auf die Erfolgsspur finden. Quelle: dpa
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Hannover

Druck verspüren alle deutschen Fußball-Clubs am Donnerstag in der Europa League irgendwie. Die Ausganglage ist dennoch verschieden. Richtig unter Zugzwang stehen Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart. Beide Clubs sind nach zwei Spielen noch ohne Sieg und müssen unbedingt punkten, um ihre Chance auf die Zwischenrunde zu wahren. Hannover 96 und Bayer Leverkusen sind mit jeweils vier Punkten aus zwei Spielen zwar gut im Rennen, kassierten in der Bundesliga zuletzt aber Rückschläge.

Vor allem bei den Gladbachern ist in der sportlichen Krise nach der 0:4-Klatsche in Bremen gegen Olympique Marseille (21.05 Uhr/Kabel eins und Sky) auch ein Stück weit Wiedergutmachung gefragt. „Wir wissen alle, dass es gefährlich werden kann“, warnte Kapitän Filip Daems ob der aktuellen Situation. „Wir müssen kämpfen und jeden Zweikampf annehmen. Aus dieser Situation kommt man nur mit harter Arbeit“, befand Flügelflitzer Patrick Herrmann.

Mindestens ein Sieg aus den kommenden beiden Spielen gegen die Franzosen ist für die Borussia Pflicht, damit die in der vergangenen Saison mit Platz vier erspielte Europacup-Rückkehr nicht schnell wieder Geschichte wird. Hoffnung bereitet die ebenfalls sinkende Formkurve Marseilles. Die Franzosen, die mit vier Punkten die Gruppe anführen, blieben in der Liga zuletzt dreimal sieglos.

Ähnlich wie der Borussia geht es dem VfB. Für Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic ist das Match gegen FC Kopenhagen (21.05 Uhr/Sky) „ein Schlüsselspiel“. „Wir sind unter Zugzwang, ganz klar“, betonte Bobic, der mit den Schwaben nach zwei Spielen mit gerade einmal einem Pünktchen so schlecht dasteht wie die Gladbacher in ihrer Gruppe. „Ein Verein wie der VfB muss in so einer Gruppe weiterkommen“, forderte Mittelfeldakteur William Kvist, der lange für Kopenhagen spielte. Präsident Gerd Mäuser nahm die Spieler nach dem bislang insgesamt enttäuschenden Saisonstart in die Pflicht. „Es muss vorwärts gehen. Wir brauchen die drei Punkte, um weiterzukommen.“

Hannover 96 muss bei Helsingborgs IF (19.00 Uhr/Sky) nach dem 1:3 in Frankfurt unbedingt die Defensive stabilisieren. Und das, obwohl in Felipe (verletzt) und Karim Haggui (verletzt und gesperrt) zwei Innenverteidiger ausfallen und Christian Schulz aushelfen muss. Dabei ist der Ex-Nationalspieler gerade selbst erst wieder genesen. Schulz spielte zuletzt am 30. August für 96. Für Kapitän Steven Cherundolo ist das kein Problem: „Es ist sicher von Vorteil, dass er die Position kennt. Er weiß, was zu tun ist.“

In der Tabelle stehen die Niedersachsen mit vier Punkten genau wie Leverkusen gut da. Die seit zwei Spielen sieglosen Rheinländer reisen aber mit Respekt zu Rapid Wien (19.00 Uhr/Sky). „Die Rapid-Fans sind sehr fanatisch. Das wird eine besondere und enge Kiste“, sagte Bayer-Chefcoach Sascha Lewandowski. Extra für das Spiel gegen Bayer weichen die Österreicher in das 50.000 Zuschauer fassende Ernst-Happel-Stadion aus. „Man muss wissen, dass es auch ein Duell Österreich gegen Deutschland ist“, warnte Lewandowski vor dem noch punktlosen Tabellenletzten. „Das macht es schwieriger, aber auch reizvoller.“

dpa