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00:15 31.08.2013
Der FC Bayern würde seinen Coup von London gerne wiederholen. Gegen eine Revanche in Lissabon hätte der BVB sicherlich nichts einzuwenden. Quelle: dpa
Hannover

An den 25. Mai dieses Jahres denken deutsche Fußballfans noch immer gerne zurück. Im Londoner Wembley-Stadion standen sich damals mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund im Finale der Champions League erstmals zwei Bundesligisten gegenüber. Nicht der große FC Barcelona dominierte die „Königsklasse“ des europäischen Fußballs, nicht Real Madrid oder einer der millionenschweren englischen Klubs, sondern zwei deutsche Teams.

Und wenn am Donnerstag (17.45 Uhr, live bei Eurosport) die Gruppen für den Wettbewerb der Saison 2013/2014 ausgelost werden, dessen Finale am 24. Mai 2014 in Lissabon stattfindet, dann sind erstmals seit zwölf Jahren sogar wieder vier deutsche Klubs vertreten. Außer dem Titelverteidiger aus München, der sich dank eines späten Treffers von Arjen Robben im vergangenen Mai mit 2:1 durchsetzte, und den Dortmundern auch Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04.

Die Favoriten

Spätestens seit dem Coup in London führt kein Weg am FC Bayern vorbei. Dreimal in den vergangenen vier Jahren stand der deutsche Rekordmaeister im Endspiel, solch eine Bilanz hat kein anderes europäisches Spitzenteam aufzuweisen. Folgerichtig führen die Münchener auch mit ihrem neuen Startrainer Pep Guardiola die Liste der Titelanwärter an – auch wenn die Leistungen in der Bundesliga derzeit noch reichlich Luft noch oben lassen.

Die heißesten Kandidaten auf die Rolle des Spielverderbers für die Bayern sind vier andere Teams aus dem Topf 1: die spanischen Spitzenklubs FC Barcelona und Real Madrid sowie die englischen Topvereine FC Chelsea und Manchester United. Nicht zu unterschätzen sind allerdings auch zwei Mannschaften, die in hinteren Töpfen lauern – Juventus Turin und die Dortmunder. Sie könnten bereits heute einen der Favoriten als Gruppengegner zugelost bekommen. Aber das hat die Borussia ja in der vergangenen Saison, in der sie in der Vorrunde unter anderem auf Real Madrid und Manchester City traf, auch nicht sonderlich gestört.

Das Geld

Die Klubs, deren Name heute bei der Auslosung in Monaco in einem der Töpfe liegt, können schon vor dem ersten Anpfiff „Jackpot“ rufen. Denn bei allen für die Gruppenphase qualifizierten Teams, zu denen auch die deutschen Mannschaften FC Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04 gehören, klingelt es kräftig in der Kasse. Schon vor der Auslosung können alle 32 Vereine fest mit Millionenbeträgen kalkulieren. Wie im Vorjahr bekommt jeder Teilnehmer von der UEFA 8,6 Millionen Euro fix als Startsumme. Jeder Punktgewinn bringt eine Million Euro, jedes Unentschieden 500 000 Euro.

Wer die Gruppenphase übersteht, kann beim Goldesel UEFA noch weiter abkassieren. Weitere Prämien werden für das Erreichen von Achtelfinale (3,5 Millionen Euro), Viertelfinale (3,9), Halbfinale (4,9), Finale (6,5) bis zum Endspielsieg (10,5 Millionen Euro) von der UEFA ausgeschüttet. Insgesamt könnte der Sieger allein an Prämien auf 37,4 Millionen Euro kommen.

Die Einteilung

Topf 1

FC Bayern München
FC Barcelona
FC Chelsea
Real Madrid
Manchester United
Arsenal London
FC Porto
Benfica Lissabon

Topf 2

Atlético Madrid
Schachtjor Donezk
AC Mailand
FC Schalke 04
Olympique Marseille
ZSKA Moskau
Paris Saint-Germain
Juventus Turin

Topf 3

Zenit St. Petersburg
Manchester City
Ajax Amsterdam
Borussia Dortmund
FC Basel
Olympiakos Piräus
Galatasaray Istanbul
Bayer Leverkusen

Topf 4

FC Kopenhagen
SSC Neapel
RSC Anderlecht
Celtic Glasgow
Steaua Bukarest
Viktoria Pilsen
Austria Wien
RS San Sebastian

Das Fernsehen

Ob alle vier Bundesligateams auch im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein werden, ist noch unklar. Das ZDF, das die Free-TV-Rechte an der „Königsklasse“ besitzt, darf an jedem Champions-League-Mittwoch ein Spiel live zeigen. Die Mainzer können die Partie frei auswählen, jeder Verein spielt je dreimal dienstags und mittwochs. Pech hat wohl die Mannschaft, die am selben Tag wie der quotenträchtige FC Bayern spielt. Wer jede Partie seines Lieblingsklubs live sehen will, ist auf den Bezahlsender Sky angewiesen.

Die Außenseiter

Die Fans von Austria Wien haben den Höhepunkt der diesjährigen Champions-League-Saison vielleicht schon hinter sich. Trotz der 2:3-Niederlage am Dienstagabend gegen Dinamo Zagreb qualifizierte sich der österreichische Meister zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für die Gruppenphase. Dort wird der Vertreter des Alpenlandes, das erstmals seit der Saison 2005/2006 wieder in dieser Runde vertreten ist, aber wohl ebenso wenig eine wichtige Rolle spielen wie der FC Kopenhagen. Die Dänen, die 2010/2011 überraschend bis ins Achtelfinale vordrangen, verdanken es dem FC Bayern, dass ihnen der schwere Weg durch die Qualifikation erspart blieb. Weil die Münchener sich als deutscher Meister ohnehin für den Wettbewerb qualifiziert hatten, wurde der eigentlich für den Titelverteidiger reservierte Platz gestrichen – und der FC Kopenhagen rutschte als Meister des europäischen Landes, das in der UEFA-Rangliste den 13. Platz einnimmt, direkt in die Gruppenphase.

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