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Überregional Europa staunt über die historischen vier
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07:09 13.12.2013
Von Heiko Rehberg
Deutscher Jubel in der Champions League: Vier Teams sind dabei,  München, Dortmund, Schalke und Leverkusen. Quelle: dpa
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Hannover

Die Bayern waren lange Jahre Deutschlands Alleinunterhalter in Europa, spätestens vom Viertelfinale an verschwanden die Bundesligaklubs auf der internationalen Bühne meist hinter den Kulissen. In den Spielzeiten 2006/2007 bis 2008/2009 hatte es sogar jeweils nur ein deutscher Vertreter ins Achtelfinale geschafft. Nur ein Klub unter den besten 16 europäischen Teams: Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen, denn wenn am kommenden Montag in Nyon in der Schweiz die erste K.-o.-Runde in der Champions League ausgelost wird, sind mit Titelverteidiger FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04 alle vier Bundesligisten noch dabei.

Es handelt sich um einen historischen Erfolg, denn seit der Gründung der Champions League (Vorgänger war der Europapokal der Landesmeister) im Jahr 1992 hatten es noch nie vier deutsche Klubs so weit gebracht. Viele Jahre waren nicht einmal vier Klubs am Start, weil die Bundesliga in der sogenannten Fünfjahreswertung des europäischen Fußballverbandes UEFA schlechte Bilanzen aufwies. Das hat sich geändert, und ausnahmsweise kann man sich sogar der Meinung von Lothar Matthäus  vorbehaltlos anschließen. „Die Bundesliga sehe ich inzwischen als stärkste Liga in Europa“, sagt der deutsche Rekordnationalspieler.

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Wie die englische Premier League

(FC Arsenal, Manchester United, Manchester City, FC Chelsea) ist die Bundesliga in der nächsten Runde nach der Winterpause mit vier Mannschaften vertreten. Spanien hat noch drei Klubs im Rennen (Real und Atletico Madrid,FC Barcelona). Und Italien, die einstige Fußball-Großmacht? Sie schickt mit dem AC Mailand, der in der eigenen Liga nur noch ein Schatten großer Tage ist, einen einzigen Verein ins Achtelfinale, genau wie Frankreich (Paris St. Germain), Russland (Zenit St. Petersburg), Griechenland (Olympiakos Piräus) und die Türkei (Galatasaray Istanbul).

Die Bundesliga darf sich also auf die Schulter klopfen. Man darf aber auch daran erinnern, dass das Gefälle in der Liga immer größer wird und die ersten drei Plätze in einer Saison wie fest vergeben sind an nicht mehr als vier Klubs. Für Spannung im Alltag ist das auf Dauer nicht förderlich.

Sorgen, dass sich die Bundesligisten in der Champions League gegenseitig aus dem Weg räumen, sind zunächst unangebracht. Spiele von Klubs aus einem Land sind im Achtelfinale noch nicht möglich, sodass die nächste historische Großtat zumindest möglich wäre: vier deutsche Klubs im Viertelfinale.

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