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Überregional Dieter Hoeneß fordert Solidarpakt für ostdeutschen Profisport
Sportbuzzer Fußball Überregional Dieter Hoeneß fordert Solidarpakt für ostdeutschen Profisport
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11:27 03.08.2010
Dieter Hoeneß, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Quelle: dpa
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Dieter Hoeneß, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg, hat sich für eine stärkere Unterstützung des Profi-Sports in Ostdeutschland ausgesprochen. Notwendig sei vor allem ein Transfer von Management-Know-how, sagte der frühere Manager von Hertha BSC Berlin in einem Interview der Zeitschrift „Super Illu“. Mit Geld allein sei es nicht getan. Hoeneß bezeichnete es als fatale Entwicklung, dass Ostdeutschland in der neuen Saison ohne Erstliga-Fußball dastehe.

„Viele Vereine im Osten wurden Opfer von nur nach kurzfristigem Profit gierenden Raubrittern, obwohl sie eigentlich eine hervorragende Infrastruktur und Substanz hatten. Darunter leiden sie bis heute, aber es ist noch nicht zu spät“, erklärte der Ex-Profi zum Thema Solidarpakt Ost für den Profisport.

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Vor allem Bundesliga-Fußball würde für eine regelmäßige, meist positive öffentliche Wahrnehmung sorgen, die sich nicht nur auf den sportlichen Bereich begrenzt. „Städte und Regionen, die regelmäßig in den Medien präsent sind, haben auch größere Chancen, für potenzielle Investoren interessant zu werden“, sagte Hoeneß. Auch mache es die Menschen stolz, wenn ihre Stadt im Konzert der Großen mitspielt. Das habe eine hohe soziale Bedeutung.

Ausdrücklich begrüßte Hoeneß das Engagement des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull in Leipzig als klugen Schachzug. „Aber ich möchte auch Berlin nicht abschreiben. Hertha steigt in der nächsten Saison hoffentlich wieder auf“, sagte der frühere Hertha- Manager.

dpa