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Überregional Dortmund fährt mit neuem Mut nach Marseille
Sportbuzzer Fußball Überregional Dortmund fährt mit neuem Mut nach Marseille
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11:12 27.09.2011
Mario Götze (r.) will auch die Spieler von Olympique Marseille hinter sich lassen. Quelle: dpa
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Marseille

Der Auswärtsfluch ist besiegt - nun will der wochenlang wankende Meister das nächste Ausrufezeichen setzen. „Wir werden bei Olympique Marseille bestehen“, tönte Roman Weidenfeller vor dem Champions-League-Duell von Borussia Dortmund am Mittwoch (20.45/Sat.1 und Sky) mit dem Tabellen-13. aus Frankreich. Den ersten Sieg in der Fremde seit 210 Tagen gegen Mainz werteten die BVB-Profis als ermutigendes Signal.

Beim genesenen Mittelfeldspieler Sven Bender ist die Vorfreude auf einen weiteren Auftritt im internationalen Rampenlicht größer als der Respekt vor der brodelnden Atmosphäre im Stade Vélodrome: „Das wird ein cooler Tanz.“ Auch BVB-Präsident Reinhard Rauball ist vor dem französischen Hexenkessel nicht bange: „Wir spielen doch selber in einem. Das ist wie Verdi in unseren Ohren.“

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Nach dürftigem Saisonstart mit bereits drei Bundesliga-Niederlagen wähnt sich der deutsche Meister auf dem Weg der Besserung. Zudem wurde die Unsicherheit, dass die junge Mannschaft für die europäische Königsklasse eventuell nicht reif genug sein könnte, bereits beim 1:1 im ersten Spiel gegen den Favoriten FC Arsenal abgelegt. „Wir haben das Gefühl, in der Gruppe dabei zu sein“, sagte Jürgen Klopp. Den schlechten Saisonstart des Gegners, der zwischenzeitlich auf dem letzten Tabellenplatz der Ligue 1 rangierte, sieht der BVB-Trainer nicht als Vorteil: „Die sind bisher noch deutlicher hinter den Erwartungen zurückgeblieben als wir und werden sich mit allem wehren, was zur Verfügung steht.“

Bender und Barrios sind zurück

Neben dem Last-Minute-Sieg in Mainz sorgt auch die Genesung von Leistungsträgern für wachsende Zuversicht. Der zweikampfstarke Bender signalisierte nach überstandener Verletzung des Hüftbeugers Einsatzbereitschaft. Zudem macht auch der schmerzlich vermisste Lucas Barrios, der in Mainz zu seinem ersten Saison-Kurzeinsatz kam, deutliche Fortschritte. Auch wenn dem Torjäger laut Klopp nur die Jokerrolle zugedacht ist, verbessern sich die personellen Alternativen: „Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, steht Lucas nicht in der Startformation.“

Gut möglich, dass auch Nationalspieler Marcel Schmelzer wieder auflaufen kann. Der Faseriss im Oberschenkel bereitete dem Linksverteidiger im Training keine Probleme mehr. Er könnte für Chris Löwe ins Team rücken.

Die Hürde Marseille erscheint schwierig, aber nicht übermächtig hoch. Schließlich hat sich der Gegner in den vergangenen Jahren nicht gerade als Macht im eigenen Stadion erwiesen. Die Franzosen, denen Nationalstürmer André-Pierre Gignac weiterhin fehlt, konnten nur fünf ihrer vorigen 15 Champions-League-Heimspiele gewinnen. Dagegen verlor die Borussia in der vergangenen Saison kein Auswärtsspiel in der Europa League.

Liebend gern hätte sich Marseille-Trainer Didier Deschamps ein Duell mit Dortmund schon in der Gruppenphase erspart. Der Weltmeister von 1998 hält die Borussia für die stärkste Mannschaft aus dem vierten Lostopf mit den vermeintlich leichtesten Gegnern. Zudem verbindet er mit dem BVB schlechte Erinnerungen. Im Champions-League-Finale von 1997 unterlag er im Trikot von Juventus Turin dem damaligen Außenseiter aus Dortmund. Die Renaissance des BVB nötigt ihm Respekt ab. „Jetzt ist die Borussia nach langer Pause zurück, steht für Fußball total, jung, athletisch, schnell“, lobte er im „Kicker“.

dpa

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