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Überregional Dortmund weiter auf Rekordkurs
Sportbuzzer Fußball Überregional Dortmund weiter auf Rekordkurs
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20:07 11.02.2012
Der Dortmunder Sebastian Kehl feiert bei Spielschluß. Quelle: dpa
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Dortmund

Wenig Glanz, viel Effektivität - Borussia Dortmund hat auch ohne spektakulären Angriffsfußball die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Beim 1:0 (1:0) über Bayer Leverkusen überzeugte der zuletzt hochgelobte Titelverteidiger vor allem durch Geduld und Abwehrstärke. Der Freude über den vierten Erfolg im vierten Rückrundenspiel tat das jedoch keinen Abbruch. „Wir müssen nicht immer ein Feuerwerk abbrennen. Es war dennoch ein gutes Spiel und ein wichtiger Sieg“, kommentierte BVB-Kapitän Sebastian Kehl.

Dank des 7. Saisontreffers durch den erneut überzeugenden Shinji Kagawa (45.) kurz vor dem Halbzeitpfiff setzten die Dortmunder ihren beachtlichen Höhenflug fort. Mit dem 15. Spiel in Serie ohne Niederlage stellten sie den im Vorjahr aufgestellten Vereinsrekord ein. Den unspektakulären, aber verdienten Sieg des Meisters über den Vorjahreszweiten wertete auch BVB-Trainer Jürgen Klopp als Indiz für gewachsene Qualität: „Wir haben auch diese Prüfung bestanden. Ich bin hochzufrieden.“

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Dagegen verpatzte Bayer die Generalprobe für das Champions-League-Duell am Dienstag mit dem FC Barcelona. Zwar schlug sich die Werkself in der Defensive beachtlich, wirkte im Spiel nach vorn aber erstaunlich gehemmt. Nach der sechsten Saisonniederlage verliert Bayer den vor Saisonbeginn ins Auge gefassten Champions-League-Platz mehr und mehr aus den Augen. „Wir sind keine Träumer oder Phantasten. Unser Hauptaugenmerk muss zunächst einmal der Absicherung der Europa League gelten“, bekannte Sportdirektor Rudi Völler.

Vier Tage nach dem mühelosen 4:0-Pokalsieg über den Viertligisten Holstein Kiel tat sich die Borussia lange schwer. Sie erspielten sich zu Beginn der Partie Feldvorteile, aber kaum zwingende Torchancen. Gegen die starke Leverkusener Defensive geriet das Angriffsspiel zunehmend ins Stocken. So entwickelte sich das Duell des Meisters gegen den Vorjahreszweiten zu einem für Spitzenpartien typischen Geduldsspiel.  Torraumszenen blieben hüben wie drüben lange Mangelware.

Eine sehenswerte Einzelaktion von Kagawa beendete das „Rasenschach“. Nur vier Minuten nachdem BVB-Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz aus kurzer Distanz an Bayer-Keeper Bernd Leno gescheitert war, schlug der Japaner zu. Gekonnt ließ er Gegenspieler Bastian Oczipka sieben Meter vor dem Tor aussteigen und brachte sein Team mit einem Flachschuss ins lange Eck zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt Sekunden vor dem Halbzeitpfiff in Führung.

Dieser Treffer erhöhte den Unterhaltungswert der Partie. So boten sich  Großkreutz (48./65.) bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff gleich zwei gute Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen. In beiden Fällen scheiterte der Dortmunder jedoch an dem starken Leverkusener Schlussmann Leno. Trotz des Rückstandes beschränkte sich Bayer auf sporadische Angriffe. Die einzige Torchance in der zweiten Halbzeit vergab André Schürrle (52.). Bis zum Ende konnte Leverkusen die BVB-Abwehr aber nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit bringen. „Bis 25 Meter vor dem Tor sah es gut aus. Aber wir haben nicht diese Effektivität der Dortmunder“, befand Trainer Robin Dutt.

frx/dpa

10.02.2012
09.02.2012