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Überregional Eintracht will in Liga durchstarten
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17:44 13.12.2013
Der Frankfurter Constant Djakpa jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 - im Hintergrund die Bank von Nikosia mit Trainer Georgios Donis (r). Quelle: dpa
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Frankfurt/Freiburg

Eintracht Frankfurt will die Erfolge aus der Europa League endlich als Muntermacher für die Bundesliga nutzen, der SC Freiburg muss erstmal sein Aus verkraften. „Das tut richtig, richtig weh“, resümierte Trainer Christian Streich nach dem 0:2 im letzten Gruppenspiel gegen den FC Sevilla, wodurch die Breisgauer die Zwischenrunde verpassten und sich für das schwere Gastspiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim FC Schalke 04 erstmal wieder aufrichten müssen. „Der Sieg sollte uns Mut machen für die Bundesliga, auch wenn es da sicherlich schwerer wird“, sagte hingegen Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem 2:0 gegen APOEL Nikosia zum Vorrunden-Abschluss am Donnerstag. Schon zuvor hatten die Hessen als Sieger der Gruppe F festgestanden.

In der Liga sind die Frankfurter bereits seit zehn Partien ohne Dreier und stecken als Tabellen-15. tief im Abstiegsschlamassel. Bei einer Niederlage gegen den Zweiten Bayer Leverkusen am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) könnte das Team von Trainer Armin Veh sogar auf einen Abstiegsrang rutschen. „Wir dominieren unsere Gruppe in der Europa League, aber in der Liga kriegen wir nur auf die Mütze“, brachte es Aushilfskapitän Marco Russ auf den Punkt. „Das zeigt, dass wir keine Vergleiche zwischen den einzelnen Wettbewerben anstellen sollten.“

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Eintracht-Coach Veh kommentierte den Erfolg gegen die allenfalls zweitklassigen Zyprer deshalb auch mit Humor. „Wir sind halt eine Pokal-Mannschaft“, sagte Veh mit Blick auf das Frankfurter Überwintern in Europa League und DFB-Pokal, wo im Viertelfinale Borussia Dortmund wartet. Auf internationaler Ebene erfahren die Adler vom Main am Montag bei der Auslosung in Nyon, auf wen sie in der ersten K.o.-Runde treffen.

„Jetzt haben wir, so traurig das klingt, genügend Zeit, um uns auf die Bundesligaspiele vorzubereiten“, stellte SC-Präsident Fritz Keller nach der unter einer dichten Nebelglocke ausgetragenen Freiburger Partie fest. Doch von den teils prickelnden Europa-Abenden hätte der Liga-16. nach zuvor zwölf Jahren Abstinenz gerne noch ein paar mehr erlebt. Denn so schnell werden sie für die Breisgauer wohl nicht wieder kommen.

„Ich bin wahnsinnig traurig, weil ich extrem Bock hatte, eine Runde weiterzukommen und weiter international zu spielen“, meinte Schlussmann und Kapitän Oliver Baumann nach den K.o.-Treffern von Vicente Iborra (39.) und Raul Rusescu (90.+4) niedergeschlagen. „Das ist das Größte für einen Fußballer, und dass wir das in Freiburg hatten, ist schon etwas Außergewöhnliches.“

Für die Eintracht geht die Europa-Expedition jedenfalls weiter. In der Liga ist nun durchaus denkbar, dass Veh auch in Leverkusen seine eigentliche Stammformation umstellt. Zwar nicht so drastisch wie gegen Nikosia, als im Vergleich zum 1:2 gegen Hoffenheim am Wochenende zuvor acht neue Profis ins Team rückten. Doch Jan Rosenthal und Stephan Schröck könnten ebenso eine Bewährungschance erhalten wie Linksverteidiger Constant Djakpa.

Der Ivorer sorgte mit einem herrlichen Freistoßtor für den 2:0-Endstand (77. Minute), Schröck hatte die Gastgeber vor 32 400 Zuschauern in Führung gebracht (68.). „Dafür, dass ich das erste Mal seit längerer Zeit wieder über 90 Minuten gespielt habe, war es ganz ordentlich“, sprach Schröck mit Blick auf Leverkusen auch für die anderen Reservisten.

dpa

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