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Überregional FC Bayern will ins Champions-League-Achtelfinale
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10:12 22.11.2011
Arjen Robben steht am Dienstag in der Startelf gegen Villareal. Quelle: dpa
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München

Villarreal soll büßen. Nach dem schmerzhaften Rückschlag im Spiel gegen Borussia Dortmund kann es der FC Bayern München kaum erwarten, in der Champions League wieder sein wahres Gesicht zu zeigen und als erster Fußball-Bundesligist ins Achtelfinale einzuziehen. „Es ist ganz gut, dass wir gleich die nächste Begegnung haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Niederlage gegen Dortmund vergessen machen“, sagte Trainer Jupp Heynckes. Dem 66-Jährigen war auch am Montag anzumerken, wie sehr das 0:1 gegen den Meister noch an ihm nagt.

Auch die Spieler brennen auf eine positive Reaktion. „Wir werden den Sack zumachen“, versprach Nationalspieler Toni Kroos. „Wir müssen gewinnen, auch für unser Selbstvertrauen. Dortmund war ein komisches Spiel“, sagte Franck Ribéry. Schon ein Unentschieden reicht den Münchenern zum Weiterkommen, aber Heynckes will in der heutigen Partie (die Begegnung wird nicht im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt) gegen den punktlosen und schon ausgeschiedenen Tabellenletzten aus Spanien mehr: „Wir wollen unsere Spitzenposition verteidigen.“

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Und das mit Arjen Robben, auch wenn die Rückkehr des Niederländers gegen Dortmund auf Anhieb nicht die erhoffte Wirkung gezeigt hatte. „Natürlich spielt er von Anfang an“, sagte Heynckes am Montag. Aber warum eigentlich? Bislang lief es beim FC Bayern auch ohne den Dribbler nahezu perfekt, weil das Spiel der Münchener wesentlich flexibler war. Auf der rechten Seite stürmte überragend Thomas Müller, der diese Position auch weitaus freier interpretiert als Robben. Auf die Spielweise des Niederländers können sich die Gegner indes besser einstellen, Borussia Dortmund hat vorgemacht, wie man die Bayern-Offensive lahmlegen kann.

Ein gesunder Robben kann ein Spiel mit seiner Schnelligkeit und Abschlussstärke im Alleingang entscheiden und den Unterschied ausmachen – er ist jedoch kein Teamspieler. Und genau das könnte zum Problem für die Bayern werden, prophezeite bereits vor einigen Wochen der ehemalige Real-Trainer Bernd Schuster. „Arjen Robben ist unglaublich eigensinnig. Ihm ist manchmal, egal wo der Gomez steht, wo der Ribéry steht, wo der Müller steht. Das Spiel untereinander ist im Moment sehr flüssig. Das wird Robben dann etwas bremsen.“ Wie viel Robben kann sich der FC Bayern leisten? Darauf wird Heynckes eine schnelle Antwort finden müssen.

pur/dpa

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