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Überregional Festtagsstimmung bei Arminias Jubiläumsspiel gegen St. Pauli
Sportbuzzer Fußball Überregional Festtagsstimmung bei Arminias Jubiläumsspiel gegen St. Pauli
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21:42 08.08.2010
Begrüßung vor vollbesetzter Tribüne: Die Zuschauer spenden Applaus für die Teams vom Jubilar und Gastgeber SV Arminia und den Bundesligisten FC St. Pauli. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Die Freibeuter der Liga zeigten am Sonnabend im Rudolf-Kalweit-Stadion Flagge. Anlässlich des 100. Geburtstages von Arminia Hannover lief der Fußball-Bundesligist FC St. Pauli bei den „Blauen“ auf. Das passte gut, denn die Gäste wurden nur 15 Tage später als der Oberligist am 15. Mai ebenfalls 100 Jahre alt. Zudem streben die Arminen ja ein ähnliches Image wie der Kiez-Klub an, und zwischen den Anhängern beider Vereine mit ihrer ähnlichen Fankultur bestehen enge Beziehungen. Und da störte es auch keinen der 3250 Zuschauer, dass die Flagge fußballerisch auf Halbmast hing. Der Erstligaaufsteiger setzte sich mit 6:0 durch.

Einen störte die Leistung seines Teams jedoch gewaltig. Pauli-Trainer Holger Stanislawski sah einen eher lustlosen Auftritt seiner Profis gegen eine Arminen-Elf, die noch am Vorabend beim SV Meppen ihren Oberligastart mit 2:1 gewonnen hatte. Trotz schwerer Beine wehrten sich die Spieler von Trainer Bernd Krajewski tapfer, bis zur 73. Minute stand es durch Max Kruse nur 0:1. In der Schlussphase sorgten Kruse (73.), Fin Bartels (76.), Marius Ebbers (83., 87.) und Rouwen Hennings (84.) dafür, dass es nicht peinlich wurde. Stanislawski strich daraufhin den trainingsfreien Montag und wird sich hinsichtlich der Partie im DFB-Pokal beim Chemnitzer FC am kommenden Sonnabend so seine Gedanken machen. „Außer meinen Torleuten konnte sich heute keiner empfehlen“, erklärte der Trainer.

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Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli hat den letzten Test vor dem ersten Pflichtspiel mit 6:0 (1:0) beim Fußball-Oberligisten Arminia Hannover gewonnen. Der Traditionsklub aus Hannover lud das Team vom Millerntor anlässlich des Vereinsjubiläum ein.

Da mutete es fast wie Ironie an, dass in diesem Moment ein Interview mit Krajewski über die Stadionlautsprecher zu hören war, und Arminias Trainer sagte: „Dass wir nicht einmal auf Paulis Tor geschossen haben, nun ja.“ Doch das war an diesem Nachmittag nicht der Maßstab, der Arminen-Coach zeigte sich zufrieden.

Als Gastspieler wurde Thomas de Freitas bei den „Blauen“ eingesetzt. Der brasilianische Mittelfeldakteur studiert in Hannover und will sich im Training empfehlen. Sein Vater ist übrigens Präsident des renommierten FC Santos.
Rund um die Partie herrschte Familienfeststimmung, zumal sich auch das Wetter von seiner freundlichsten Seite zeigte. Ein Arminen-Museum wurde eröffnet. Im Traditionsteam der „Blauen“ sahen sich viele Altstars wie Norbert Bebensee, Karl-Heinz „Charly“ Mrosko, Gisbert Klose und Kurt Becker nach vielen Jahren wieder. Da wurde das 5:9 gegen eine Toto-Lotto-Elf zur Nebensache. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“, bilanzierte Vorstandsmitglied Frank Willig. Und finanziell gelohnt hat sie sich auch.

Dieter Kösel