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Überregional Trotz Skandal: Keine Zweifel an Wahl Blatters
Sportbuzzer Fußball Überregional Trotz Skandal: Keine Zweifel an Wahl Blatters
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10:03 29.05.2015
Zwar in der Kritik, aber an seiner Wiederwahl gibt es kaum Zweifel: Fifa-Präsident Joseph Blatter. Quelle: dpa
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Zürich

Der Schweizer forderte die 209 Mitglieder im Hallenstadion von Zürich angesichts des jüngsten Korruptionsskandals zur aktiven Mitarbeit auf. "Heute rufe ich Sie zum Teamgeist auf, damit wir gemeinsam fortschreiten können. Wir sind zusammengekommen, um die Probleme anzupacken", sagte der Schweizer in seiner Begrüßungsansprache.

Kongress-Höhepunkt ist die Wahl des Präsidenten, bei der Blatter gegen Prinz Ali bin al-Hussein weiterhin als Favorit gilt. Allerdings zeichnet sich die wohl knappste Entscheidung bei einer FIFA-Wahl ab, seitdem Blatter 1998 die Regentschaft übernahm. "Die Ereignisse von Mittwoch haben einen echten Sturm ausgelöst", sagte Blatter zur Festnahme von sieben Funktionären, darunter seine Stellvertreter Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo.

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An der Wiederwahl von Blatter gibt es trotz der skandalösen Ereignisse kaum Zweifel. Allerdings die Verbände aus den USA, Kanada, Australien und Neuseeland angekündigt, Blatters Herausforderer Prinz Ali bin Al Hussein aus Jordanien zu unterstützen.

"Wir glauben, dass die Fifa so schnell wie möglich einen Wechsel braucht", wird der Verbands-Boss in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Damit geht Australien in Opposition zu einem Großteil des asiatischen Kontinentalverbandes, der an Blatter festhält. Neben der asiatischen Konföderation AFC steht vor allem der afrikanische Kontinentalverband (CAF) nahezu geschlossen hinter Blatter. Der Wiederwahl steht somit kaum etwas im Wege.

Mit einem schnellen Ende des Kongresses ist nicht zu rechnen. Ursprünglich war man von einem Kongressende gegen 19 Uhr ausgegangen. Die Pressekonferenz soll nun am Samstag um 11.30 Uhr nach der anberaumten Sondersitzung des Exekutivkomitees im Hauptquartier der FIFA in Zürich stattfinden.

dpa/sid

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